Kamillianer

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Segensreiche Präsenz
Indonesien: St. Kamillus Sozialzentrum als Ort der Hoffnung

Die indonesische Insel Flores macht ihrem Namen alle Ehre. Das portugiesische Wort Flores heißt übersetzt Blumen. Von einem wahren Naturparadies schwärmen Besucher der Insel, die südöstlich von Bali liegt, über 15.175 km² groß ist und 1.831.000 Einwohner hat. Nicht nur die landschaftliche Schönheit und Kultur machen Flores im Inselstaat Indonesien mit seinen über 17.500 Inseln einzigartig, sondern auch die religiöse Zugehörigkeit. Indonesien ist das Land mit der weltweit größten Anzahl an Muslimen. In Flores sind knapp über 90 Prozent der Einwohner Christen, eine Folge der portugiesischen Missionierung im 16. Jahrhundert.

Die kamillianischen Missionare sind seit 2009 in Maumere präsent. Mit 80.000 Einwohnern ist es die größte Stadt auf der Insel Flores. Maumere ist Handelszentrum und Schulstadt. Es gibt zwei Universitäten, zwei Krankenpflegeschulen und einige Berufsschulen.

Tausende von Studentinnen und Studenten kommen aus den verschiedenen, oft entlegenen Gebieten der Insel zur beruflichen Aus- und Weiterbildung in die Stadt. Sie wissen, dass nur Bildung ihre Zukunft verbessert. Für viele Studentinnen und Studenten ist es allerdings schwer, in der Stadt eine sichere und leistbare Unterkunft zu finden. Glücklich ist, wer bei Freunden unterkommt. Den meisten bleiben nur armselig ausgestattete Schlafsäle, in denen sie unter schlechten hygienischen Bedingungen „wohnen“.

Die Kamillianer-Missionare wurden von den Behörden und insbesondere von den Familien vieler Studenten gebeten, sich um den Bau eines Aufnahmezentrums zu kümmern, das den Studentinnen und Studenten mehr Schutz und Sicherheit bieten könnte. Die Kamillianer planten ein St. Kamillus Sozialzentrum in Maumere. Mit Hilfe großzügiger in- und ausländischer Wohltäter, darunter des österreichischen Missionswerks der Kamillianer, konnte das Projekt 2015 begonnen und verwirklicht werden. Am 25. Mai 2018 wurde es offiziell eingeweiht.

Bildungs- und Begegnungszentrum

Ziel des St. Kamillus Sozialzentrums ist es, den jungen Studentinnen und Studenten Gastfreundschaft und Ausbildung zu bieten. Es soll auch ein Begegnungszentrum für Seminare und Schulungsaktivitäten verschiedener Gruppen sein und das Charisma und die Spiritualität des hl. Kamillus im Dienst an den Armen und Kranken fördern.

Das Zentrum steht auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern des kamillianischen Grundstücks mit einem zweistöckigen Gebäude von etwa 1.600 Quadratmetern. Es beinhaltet einen Konferenzraum für 130 bis 150 Sitzplätze mit Klimaanlage und Akustik, drei Klassenzimmer mit 25 bis 30 Sitzplätzen für Computer- und Englischkurse, Esszimmer und Küche, physiotherapeutische Einrichtungen, drei Büros und eine Kapelle. Im zweiten Stock sind 27 Einzelzimmer mit Toiletten untergebracht, die im Notfall Platz für jeweils bis zu zwei Personen bieten; zwei Terrassen eignen sich für kleinere Meetings. Zum Zentrum gehören auch eine Waschküche und Garderobe, ein Garten und Parkplatz, drei Schlafsäle für das Personal, eine Brunnen- und Kleinmineralwasserreinigungsanlage „San Camillo“ und eine Eisdiele mit „Gelato San Camillo“.


P. Luigi Galvani, Gründer der Kamillianer-Mission auf Flores und Initiator des St. Kamillus Sozialzentrums bei einer Haussegnung (links) und mit einem Bewohner.

Brennpunkt sozialer Aktivitäten

Das St. Kamillus Sozialzentrum ist weit mehr als ein Gästehaus und Begegnungszentrum. Das zeigte sich sehr deutlich während der Covid 19-Pandemie. Hotels, Häfen, Flughäfen, Geschäfte waren geschlossen, kaum ein Tourist kam ins Land, viele ohnehin arme Familien gerieten noch mehr in Not und Armut. Eine herausfordernde Situation für die Kamillianer und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „In einer solch schwierigen sozialen Situation ist ein ‚großes Meer‘ der Hilfsbereitschaft entstanden“, schreibt Pater Luigi Galvani, Initiator des St. Kamillus Sozialzentrums. Familien wurden in ihren Häusern besucht, um zu erkunden, was sie an ersten Hilfsmaßnahmen und an psychischer und religiöser Unterstützung brauchen. Mehr als 200 bedürftige Familien erhielten monatlich umfangreiche Lebensmittelpakete. Auf dem Grundstück des Sozialzentrums wurden für psychisch Kranke, die oft gefesselt gehalten werden, spezielle kleine Häuser gebaut. Die Kranken werden von ihren Fesseln befreit, können menschenwürdig leben. Sie werden auch medizinisch betreut und mit Medikamenten versorgt. Ziel ist, sie wieder in das Familien- und Gemeinschaftsleben zu integrieren. Schülerinnen und Schüler aus armen Familien erhalten schulische Hilfe. Schulkosten werden übernommen, Lernhilfe wird angeboten und so die Familien entlastet. Im St. Kamillus Sozialzentrum werden alle Aktivitäten initiiert und koordiniert.


Fest des hl. Kamillus und Professerneuerung

Liebe Freunde unserer Missionare!

Die Kamillianer in Maumere schauen hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie sind glücklich über ihr St. Kamillus Sozialzentrum, das für so viele ein Ort der Hoffnung ist. Junge Menschen interessieren sich für ihre Ordensgemeinschaft. Im Juli 2022 konnten sie sich über die Aufnahme junger Männer ins Noviziat, über Gelübdefeiern und die Weihe eines Priesters und zweier Diakone freuen. Die Gemeinschaft der Kamillianer in Maumere kann auf viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort und auf viele Unterstützer in der Ferne zählen. „Gutes tun bereitet immer Freude und lädt die Begeisterung wieder auf. Alle zusammen können wir auch weiterhin, inspiriert von unserem Gründer, dem hl. Kamillus von Lellis, Brücken der Liebe bauen und Wunder des Guten tun“, schreibt P. Galvani. Bitte unterstützen Sie die Kamillianer und ihr Sozialzentrum St. Kamillus auf der Insel Flores. Darum bittet Sie mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für das St. Kamillus Sozialzentrum auf der Insel Flores in Indonesien.

Missionswerk der Kamillianer,
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732,
BIC: BAWAATWW










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