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Titelfoto

Wajir in Kenia: Mit Hilfe der Kamillianer können Familien überleben

Im Norden und Osten Kenias hat es seit zwei Jahren kaum geregnet. Die Böden sind viel zu trocken, um etwas anzubauen, die Weiden sind verdorrt, die Brunnen ausgetrocknet. Vieh verdurstet. Missernten sind die Folge. Mehr als zwei Millionen Menschen sind von den Auswirkungen der Dürre betroffen, vor allem Familien und Kinder sind von Unterernährung und Hunger bedroht. Die Regierung hat die Dürre zur nationalen Katastrophe erklärt. Kamillianerpater Francis Maina berichtet vom Landkreis Wajir im Norden Kenias: „In den letzten zwei Jahren hat es in Wajir nicht geregnet. Das hat verheerende Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Bevölkerung: Landwirtschaft, Viehzucht und Gesundheit. Kombiniert man all dies mit den aktuellen Auswirkungen von Covid-19 im Land, wird das Leben gerade in dieser Region katastrophal.“ Die meisten Menschen in Wajir sind arm, sie sind Nomaden und leben von Viehhaltung und Landwirtschaft. In letzter Zeit ist die Not noch größer geworden, erzählt P. Maina. Denn für die Nomaden, die von ihren Herden leben, ist diese Dürre lebensbedrohlich. Wenn Tiere verhungern und verdursten, verlieren die Menschen ihre Lebensgrundlage, sie können sich nicht mehr von der Milch und dem Fleisch der Tiere ernähren, es gibt keine Weidegründe mehr und auch kein Futter für das Vieh. Zur nächsten Wasserstelle ist es oft kilometerweit. Das bringt große Not. Die Menschen können nichts mehr verkaufen und sich nichts kaufen, Nahrungsmittel werden knapp, die Preise steigen, es fehlt an Geld für alles. Es verschlechtert sich die Ernährungssituation für Mensch und Tier aufgrund des Mangels an Wasser. Das hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Sie sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Viele sind körperlich geschwächt, unterernährt und psychisch angeschlagen aus Angst und Sorge um ihre Familien.

abgemagertes Tier

Ersthilfe: Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser

P. Maina ist der Koordinator von CADIS (Camillian Disaster Service) Kenia, einer Hilfsorganisation der Kamillianischen Delegation in Kenia. Um rasch zu helfen, hat sich CADIS Kenia kurzfristig zum Ziel gesetzt, die Ernährung zu sichern für Mensch und Tier. 4.000 Familien in Wajir sollen mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Es sind somalische Familien, die vor dem Bürgerkrieg aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie ließen sich dauerhaft in Wajir nieder, nahe an der Grenze zu Somalia. CADIS verteilt Nahrungsmittel und nahrhafte, vitamin- und proteinreiche Zusatznahrung an Familien mit Kindern unter fünf Jahren, an schwangere und stillende Frauen und alte und kranke Menschen über 60 Jahren. Damit soll die Häufigkeit von Mangelernährung um 50 % gesenkt werden. Um die Lebensgrundlage der Familien zu verbessern, wird auch Viehfutter an 4.000 Familien verteilt. Außerdem wird sauberes Wasser für Familien und Haushalte bereitgestellt. Die kamillianischen Mitbrüder, die in Wajir stationierten kamillianischen Schwestern und die Mitglieder der Kamillianischen Familie der Laien helfen mit, die Programme und Aktivitäten von CADIS Kenia umzusetzen.

Wasserverteilung

Langfristige Hilfe

In einem zweiten langfristigen Projekt von CADIS Kenia, das in einem der weit entfernten Dörfer von Wajir namens Griftu umgesetzt wird, geht es um eine nachhaltige Hilfe und Vorbeugung, um für zukünftige Dürreperioden und Ernteausfälle besser gerüstet zu sein. Es werden Strategien entwickelt, wie sich die Menschen an die verändernden klimatischen Bedingungen anpassen können. Armut soll bekämpft und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaft gestärkt werden. Das Projekt hat sich drei Ziele gesetzt:
1. Die Bauern sollen mehr Informationen und Trainings über nachhaltige Weidewirtschaft, Herdenhaltung und Ressourcennutzung bekommen, um die Erträge zu steigern. Es geht darum, die Gesundheit und Widerstandskraft der Nutztiere zu verbessern und die Tierbestände zu sichern. Die Menschen vor Ort will man unterstützen, wieder gesunde Böden zu erhalten, die Wasser besser speichern können.
2. Verbesserung der Lebensgrundlage der Menschen durch Ernährungssicherung und verbesserten Zugang zur Wasserversorgung. Die Menschen in abgelegenen Regionen gilt es mit Trinkwasser zu versorgen, Wasserstellen für die Tiere einzurichten. Die Bewohner sollen keine weiten Strecken mehr zurücklegen, um Wasser zu finden. Wassergewinnung, Wasserspeicherung und der Bau von Öko-Toiletten sind hier Thema.
3. Eine mobile Klinik soll den Zugang der Bevölkerung zu medizinischer Versorgung erleichtern. Von diesem Projekt sollen 300 Bauernfamilien profitieren.

Kinder und alte Menschen

Liebe Freunde unserer Missionare!

Viele Menschen in Wajir sind verzweifelt. Ihre Tiere sind verhungert oder verdurstet. Sie haben kaum Essen und keine Einkünfte mehr. Familien sind mit voller Wucht von der Dürre betroffen. Sie können sich und ihre Kinder nicht mehr ausreichend ernähren. Die Kamillianer helfen Familien zu überleben. Mit ihren Projekten bekämpfen sie die Armut und Mangelernährung und tun alles, um die Situation der Bevölkerung zu verbessern. So stärken sie in den Menschen den Lebenswillen und die Zuversicht, für Zeiten der Dürre besser gerüstet zu sein. Bitte unterstützen Sie die Projekte der Kamillianer und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei CADIS Kenia für die Familien in Wajir. Darum bittet Sie mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für die von Dürre und Hunger betroffenen Familien in Wajir in Kenia.

Missionswerk der Kamillianer,
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732,
BIC: BAWAATWW










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