[ zur Themenübersicht ] - 25 Jahre IBG - 'Kamillus Heute' März 2021
25 Jahre IBG – eine Erfolgsgeschichte
Mag.a Adelheid Bruckmüller, seit 1995 im Institut für Bildung im Gesundheitsdienst (IBG) tätig und dessen Geschäftsführerin, hält in Dankbarkeit Rückschau und berichtet von Herausforderungen in Zeiten der Pandemie. Die österreichische Kamillianer-Ordensprovinz ist Träger der IBG GmbH.
Seit 25 Jahren ist Mag.a Adelheid Bruckmüller Geschäftsführerin des IBG. 1995 veranstaltete das IBG in Losensteinleiten die Seminare ausschließlich für die Zielgruppe Verwaltungsführungskräfte in Ordenskrankenhäusern. In den folgenden Jahren wurde das IBG-Angebot um die Lerngänge Mitarbeiterführung, Controlling, HeimleiterInnen erweitert und der Wirkungsbereich wurde auf andere Berufsgruppen, nichtkonfessionelle Träger von Krankenhäusern und den Sozialbereich ausgedehnt.
Innovativ und professionell
1999 wurde begonnen, Weiterbildungen für Führungskräfte aus der Pflege anzubieten auf Basis des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes mit Bescheid des Landes Oberösterreich und mit gesetzlich verankerten Zeugnissen abzuschließen. Ein IBG-Spezifikum ist, den Lerngangsabschluss (z.B. HeimleiterInnen, Stationsleitungen, Case and Care Management, …) mit einer „Projektmesse“ und mit Publikum zu feiern. Seit 2007 bietet das IBG eine Ausbildung für Pflegedienstleitungen in Kooperation mit einer Universität an, seit 2013 in Kooperation mit der Donau-Universität Krems. Dieses strategisch relevante Angebot war ein wichtiger Schritt in Richtung Akademisierung und Positionierung des IBG im Pflegemanagement. Deklariertes Ziel aller IBG-Lerngänge ist es, dass die Führungskräfte ihre Leitungsaufgabe werteorientiert und professionell wahrnehmen. Mit dem vom IBG geleiteten EU-Projekt E-Qalin ist ein internationaler Meilenstein zur Weiterentwicklung der Lebensqualität in Alten- und Pflegeheimen gelungen. Das IBG profilierte sich mit dem Projekt österreichweit als Experte für Qualitätsmanagement und arbeitet seither mit politischen Entscheidungsträgern (Landesregierungen, Sozialministerium) als professioneller Partner zusammen. Die aus dem EU-Projekt weiterentwickelte Kooperation mit dem Sozialministerium führte zur Gründung des NQZ Vereins, bei dem das IBG Vorstandsmitglied ist. Aus der Projektpartnerschaft E-Qalin entstand eine europaweite GmbH, das IBG ist Gesellschafter und die E-Qalin Markenrechte sind beim Orden der Kamillianer. Die wirtschaftlichen Ergebnisse können sich sehen lassen und sind für eine Non-Profit-Organisation in der Erwachsenenbildung beachtenswert.
Pandemiebedingte Herausforderungen
Zu Beginn der Pandemie im März 2020 waren die IBG SeminarteilnehmerInnen, die als Führungskräfte in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen arbeiten, mit vielen Unsicherheiten und Problemen konfrontiert. Die Beschaffung von Masken und Schutzausrüstungen waren neben dem Aufbau eines Krisenmanagements und dem Einrichten von COVID-Stationen große Herausforderungen. Viele arbeiteten rund um die Uhr, kamen an die Belastungsgrenze und hatten keine Reserven für die berufsbegleitenden Weiterbildungen. In dieser Zeit informierte das IBG-Team die TeilnehmerInnen umfassend, sorgte für Entlastung, führte viele stärkende Gespräche und signalisierte großen Respekt für die herausragenden Leistungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Gleichzeitig sollten die Lernprozesse und die geplanten Abschlüsse der Weiterbildung aufrecht bleiben. Im 1. Halbjahr 2020 konnten zwar einige Seminare auf online umgestellt werden, aber viele Termine mussten in den Herbst 2020 verschoben werden. In den Sommermonaten entwickelte das IBG-Team ein umfassendes Präventionskonzept, das über die gesetzlichen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen hinausging. Auf dessen Basis und mit Investitionen in IT und Medienausstattung konnten die Seminare im September und Oktober in Präsenz mit einem sogenannten „Dualbetrieb“ abgewickelt werden. D.h. all jene TeilnehmerInnen, die aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen oder aufgrund von Quarantäne nicht anreisen konnten, schalteten sich online in den Seminarraum in Bad Schallerbach dazu.
Seit Herbst 2020 verfügen unsere TrainerInnen und TeilnehmerInnen über die nötige IT-Ausstattung samt digitaler Methodenkompetenz für Online-Seminare, im Fachbegriff „Distance learning“. Seit November 2020 bzw. dem zweiten Lockdown gestaltet das IBG die Online-Seminare „präsenzähnlich“ und bindet die TeilnehmerInnen interaktiv ein. Die Evaluierungen der Seminare werden online durchgeführt und weisen eine große Zufriedenheit mit dem Distance learning aus, aber auch Verbesserungspotentiale werden aufgezeigt. Rückblickend wurden die Herausforderungen mit Kreativität, viel Engagement im IBG-Team und Empathie für die Situationen der TeilnehmerInnen gemeistert. Trotzdem wünschen wir uns wieder Seminare in Präsenz und ein Leben mit realen Begegnungen, menschlicher Nähe und einem lebendigen Erfahrungsaustausch.
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© Kamillianer 2021 - Stand: 22.03.2021