[ zur Themenübersicht ] - Ein weltweites Netz - 'Kamillus Heute' März 2021
Ein weltweites Netz des Gebetes und des kamillianischen Dienstes
„Wir schreiben Euch, um etwas von Euch zu erfahren in diesen schwierigen Zeiten, die wir auf der ganzen Welt erleben. … Einige Worte über Euer gegenwärtiges Leben mit der Kamillianischen Laien-Familie – Eure Schwierigkeiten und auch Hoffnungen – würden unser geschwisterliches Gebet für Euch anregen“, heißt es in einem Schreiben der Zentralkommission der Internationalen Kamillianischen Familie der Laien an die Präsidenten der Internationalen Kamillianischen Familie der Laien und an die Geistlichen Assistenten der FCL. Angela Mair, die Präsidentin der Kamillianischen Familien Österreichs, schickte folgenden Bericht an die Zentralkommission:
Die Hauptaufgabe der Kamillianischen Familien in Österreich ist der Besuchsdienst, sei es im Krankenhaus, in den Altenheimen oder zu Hause. Ein wesentlicher Aspekt unserer Gruppen sind auch die regelmäßigen Treffen (meist monatlich), wo gemeinsam für die Kranken gebetet wird und befruchtender Austausch untereinander erfolgt. Die Frage unserer kamillianischen Berufung stellt sich nicht nur zuletzt durch die Corona-Maßnahmen neu. Schon das neue Datenschutzgesetz hat einschneidende Änderungen gebracht, die unabhängig von Corona einen Besuch von Pfarrangehörigen in vielen Krankenhäusern verbietet. Durch die Corona-Maßnahmen sind auch unsere Besuche in den Altenheimen nicht mehr gestattet. Trotz aller Maßnahmen war es aber dennoch möglich, das Kamillusfest 2020 in einigen Pfarren zu feiern. Im Anschluss an das Kamillusfest in Pettenbach konnte sogar, unter Einhaltung der Hygieneregeln, die Generalversammlung der Kamillianischen Familien Österreichs abgehalten werden. Dies war seit Jänner 2020 das einzige Treffen der KFÖ im Jahr 2020. Die geplanten Einkehrtage und Jubiläumsfeiern konnten alle nicht stattfinden. Das Kamillusfest in Altenhof wurde auf Radio Maria übertragen, damit möglichst viele, zumindest virtuell, daran teilnehmen konnten.
Die Kamillianischen Familien sind kreativ geworden. Wenn ein Treffen in gewohnter Form nicht möglich ist, treffen sich manche in der Kirche zu einer Andacht. Leider geht aber manchmal auch das nicht. Dann wird versucht, per Telefon den Kontakt aufrecht zu erhalten. Einzelne Krankenbesuche sowie das Überbringen der Krankenkommunion in den Wohnungen sind aber nach Absprache mit den Angehörigen und Einhalten der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen möglich. Wo es möglich ist, wird mit den Menschen telefoniert. Viele Menschen sind ängstlich, neigen zu Depressionen oder sind verzweifelt. Da gilt es zuzuhören, zu ermutigen, zu trösten und Hoffnung zu vermitteln. Durch äußere Zeichen wie kleine Aufmerksamkeiten, Besorgungsdienste oder wie die Kamillianische Familie Liebenau zu Allerheiligen Kerzen zu den Angehörigen der Verstorbenen gebracht und vor der Tür übergeben hat, können wir unsere Zuwendung zu den notleidenden Menschen zum Ausdruck bringen. Jeder versucht auf seine Art seinen kamillianischen Dienst zu tun.
Obwohl diese Zeit eine sehr herausfordernde ist, dürfen wir gewiss sein, dass es kein Geschehen in unserer Geschichte gibt, das nicht auch Heilsgeschichte ist. Gott will uns durch diese Geschichte zum Heil, zur Erlösung führen. Durch die Einschränkungen haben wir mehr Zeit zum Gebet und zur Vertiefung unseres Glaubens. Wenn wir unsere Zeit nicht mehr den Kranken in gewohnter Weise widmen können, so dürfen wir die Kranken und Leidenden dieser großen LIEBE anvertrauen, sie IHM täglich überbringen und um den Segen für all die Leidenden bitten. Durch dieses Gebet sind wir als Kamillianische Familie in Österreich mit den Kranken und Leidenden der Kamillianischen Familien weltweit verbunden. Jeder, der für einen Kranken betet, knüpft an einem Netz, in das sich der Leidende fallen lassen kann. Dieses Gebetsnetz spannt sich über alle Kontinente und verbindet uns.
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© Kamillianer 2021 - Stand: 22.03.2021