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„... ausgesetzt. Lepra in Benin“
Kamillianer helfen leben

      Projekt zum Weltlepratag am 28. Jänner 2018

Es beginnt mit kleinen dunklen Flecken am Körper. Wenn sie trotz traditioneller Medizin nicht verschwinden, sondern mehr werden, wenn sich nach und nach auch ein Taubheitsgefühl an Fingern oder Füßen einstellt, dann sind das erste Anzeichen von Lepra. Im westafrikanischen Staat Benin suchen Menschen mit solchen Symptomen die Klinik von Davougon mit angeschlossenem Lepradorf St. Joseph, 130 km von Cotonou, der wirtschaftlichen Hauptstadt von Benin, auf und suchen dort Hilfe. Sie ist eines von acht Zentren für Aussätzige in diesem kleinen Land in Westafrika, das von 8,7 Millionen Menschen bewohnt wird. Es liegt nicht weit von der berühmten Stadt Abomey, der ehemaligen historischen Hauptstadt des Königreichs Dahomey, entfernt. Es gibt in Davougon ungefähr 150 Patienten: HIV-Opfer, Tuberkulose-Patienten, Buruli-Ulkus-Patienten und etwa 40 Leprakranke. In einem der ärmsten Länder der Welt, in dem Basisdienste wie Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung unterentwickelt sind, ist die Lepra, die so genannte Hansen-Krankheit, nicht ausgerottet. Zwar können die vom Mycrobacterium leprae befallenen Menschen bei rascher Diagnose durch einen Medikamenten-Mix, der den Bazillus tötet, wirksam behandelt und vollständig geheilt werden. Wenn die Krankheit aber bereits so fortgeschritten ist, dass sie Verletzungen in den Augen, an Händen und Füßen oder sogar Verstümmelungen und Zerstörungen des Nervensystems verursacht hat, sind diese irreversibel. In Benin gibt es noch immer jedes Jahr hunderte neue Fälle von Lepra.

Erfolge im Kampf gegen die Lepra

Der Kampf gegen die Lepra ist wegen der langen Inkubationszeit – zehn Jahre – nie vollständig gewonnen. Leprakranke werden heute nicht mehr in eigenen Dörfern isoliert und ausgesetzt. Die Bevölkerung muss sensibilisiert und die Patienten behandelt werden, um die Lepra ganz zu beseitigen – eine große Herausforderung. Wenn es in den letzten Jahrzehnten Erfolge im Kampf gegen die Lepra gegeben hat, dann haben die Kamillianer daran entscheidenden Anteil. Das Leprosarium St. Joseph in Davougon wurde in den 1950er Jahren von Missionschwestern geschaffen. Vor mehr als 40 Jahren übernahmen die Kamillianer das Lepradorf. Seither hat sich viel verändert. Von Anfang an war es das Ziel des Initiators P. Christian Stenou und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Leprakranken wieder in die Gesellschaft, in ihrem Heimatdorf und in ihrer Familie einzugliedern. Sie sollten auf keinen Fall isoliert werden und es sollten keine Ghettos von Leprosen entstehen, die vom Betteln leben. P. Stenou: „Wir helfen einigen, ein Stück Land anzubauen, anderen, um ein kleines Geschäft zu entwickeln oder einen Beruf zu erlernen.“ In der Ambulanz von Davougon, wo die Pflege kostenlos ist, kann man die Leprakranken in den Gassen spazieren gehen sehen oder auf Matten im Schatten der Bäume ruhen. P. Stenou hat den Leprosen Gebäude eingerichtet, in denen sie menschenwürdig leben und wohnen können.

FĂĽr die Menschen am Rande

Die Leprakranken sind nicht die einzigen, um die sich die Kamillianer in medizinischen Zentrum in Davougon kümmern. Hauptsächlich werden dort Buruli-Erkrankungen (durch ein Mykobakterium verursachte Hautgeschwüre, die den Menschen nicht weniger verstümmeln und entstellen als die Lepra, schwerste Schmerzen verursachen und ihn schon wegen des nahezu unerträglichen Körpergeruchs in die Isolation treibt.), Verbrennungen, Hauttuberkulose und Hautkrebs behandelt. Kinder, die von ihren Familien verlassen wurden, Querschnittsgelähmte, ausgegrenzte Menschen mit HIV/Aids (30 neue Fälle pro Monat), psychiatrische Patienten suchen St. Joseph auf und erhoffen sich Hilfe. Das öffentliche Gesundheitssystem ist schwach – und das geht auf Kosten der Ärmsten und Schwächsten. Um die Menschen am Rande, die Lepra-, Buruli- oder Aidskranken kümmern sich die Kamillianer in Davougon – und leben so wie ihr Gründer, der hl. Kamillus von Lellis, die Barmherzigkeit Gottes.

Bitte, helfen Sie mit!

Lepra ist für viele heute kein Todesurteil mehr, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Medikamente sind wirksam und können heilen. Doch noch immer infizieren sich hunderte Menschen in Benin mit Lepra (über 200.000 sind es laut Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr weltweit). Die Kamillianer in Davougon setzen sich solidarisch für diese Menschen ein und kämpfen für sie und für andere Menschen, die ausgegrenzt werden: Aids- und Burulikranke. Als Freunde der Armen und Kranken. Für ihre Würde. Für das Leben. Wir bitten Sie um Hilfe für:

28. Jänner 2018: Weltlepratag. Medikamente heilen. Wir können helfen. Bitte, geben Sie mit Ihrer Spende ausgegrenzten Menschen eine Chance!

P. Leonhard Gregotsch MI

Katholischer Krankenpflegeorden der Kamillianer
Für die Gesundheitsaktion 2018 gelten folgende Rufnummern:
Telefon: 01/804 61 41-36, Telefax 01/804 61 41-30
E-Mail: missionswerk@kamillianer.at

Spendenkonten:

BAWAG PSK
IBAN: AT37 6000 0000 0248 2200
BIC: BAWAATWW

RLB Noe-Wien
IBAN: AT95 3200 0000 0231 7352
BIC: RLNWATWW

„Kennwort Lepra“


© Kamillianer 2018 - [Stand: 22.01.2018]     zurück     nach oben