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„Ausgesetzt!“    —    Lepra in Indien
Kamillianer helfen leben

      Projekt der Kamillianer zum Weltlepratag am 29. Jänner 2017

Im Osten des siebtgrößten indischen Bundesstaates Andhra Pradesh liegt der Bezirk West Godavari. In diesem Bezirk ist das Asha Nagar Lepra-Rehabilitationszentrum angesiedelt. Seit 1998 sind Kamillianer und Kamillianische Schwestern mit einem professionellen Team von MitarbeiterInnen in diesem Zentrum im Einsatz, um den von Lepra betroffenen Menschen zu helfen, unabhängig von ihrer Kaste oder ihrem religiösen Bekenntnis. Noch immer ist Lepra mit sozialer Stigmatisierung verbunden. Den Kamillianern und ihren MitarbeiterInnen geht es nicht nur um beste medizinische Betreuung und Pflege der Leprakranken, sondern sie wollen den kranken Menschen ihre Wertschätzung zeigen und ihnen ihre Würde zurückgeben. Besonders bemüht ist das Team der Kamillianer und Kamillianischen Schwestern auch um Aufklärung und Bewusstseinsbildung.


Trotz medizinischer Erfolge Furcht und Vorurteile

Die Infektionskrankheit Lepra gilt zwar offizell als besiegt, doch noch immer gibt es, vor allem in Indien, einer aufstrebenden Wirtschaftsmacht, Tausende Neuinfektionen. Jedes Jahr erkranken in dem südasiatischen Land 130.000 Menschen an Lepra – das ist mehr als die Hälfte der Neuerkrankungen weltweit. Wer von Lepra betroffen ist, muss nicht nur mit Verstümmelungen an Gliedmaßen, Verletzungen und Behinderungen zurecht kommen, sondern erlebt oft auch soziale Ausgrenzung. Auch die Familien der Leprakranken sind von Stigmatisierung betroffen. Furcht und Vorurteile sind deshalb weit verbreitet – und sie hindern Betroffene am normalen Leben. Mit einer Kombination von Medikamenten ist Lepra zwar heute heilbar, doch können sich die Leprakranken diese Medikamente nicht leisten. Die mit Lepra Infizierten in den Dörfern rechtzeitig zu entdecken und sie regelmäßig mit Medikamenten zu versorgen, ist für das Team im Asha Nagar Lepra-Rehabilitationszentrum also ganz entscheidend.


Die Mehrheit der Bewohner rund um das Rehabilitationszentrum ist arm, wohnt in schlechten hygienischen Verhältnissen und kann sich nicht ausreichend ernähren. Damit ist das Immunsystem der Menschen geschwächt und sie können sich leichter infizieren; und so steigt die Zahl der Betroffenen weiter.


Würde und Ansehen fördern

Mit einem neuen Projekt wollen die Kamillianer und ihr Team ihren Dienst an den Leprakranken ausweiten. Sie wollen die medizinische und physiotherapeutische Behandlung der Leprosen und die Rehabilitation für Personen mit Behinderungen und Missbildungen noch weiter verbessern und für Prävention durch schnellere Diagnose der Neuinfizierten sorgen. Weitere Schwerpunkte dieses Projekts sind Bewusstseinsbildung und Aufklärung in den Schulen und Dorfgemeinschaften über die Krankheit, über die Bedeutung von Hygiene und gesunder Ernährung sowie die Unterstützung bei der Ausbildung der Kinder von Leprakranken. Die Kinder sollen die Schule besuchen, für das Schulgeld und das notwendige Schulmaterial sorgen die Kamillianer. Nur Bildung hilft, der Armut zu entkommen und einmal ein eigenständiges Leben zu führen. Die Leprakranken dürfen nicht in Abhängigkeit geraten. Wer arbeiten kann, findet im Gemüsegarten und in der Geflügelfarm Möglichkeiten zur Beschäftigung.


Wöchentlich besucht ein Teil des Teams die Dörfer in der Umgebung, behandelt Krankheiten, verteilt Medikamente, Lebensmittel und Hygieneartikel, schärft das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Gesundheitsvorsorge. Das Team des Zentrums sorgt dafür, dass die Leprakranken in den Krankenhäusern die notwendigen Operationen, die bestmögliche Pflege und Behandlung bekommen. So fördert das Projekt nachhaltig die Würde und das Ansehen der kranken und verachteten Menschen. Um dieses Projekt im Einsatz für die Leprakranken in Andhra Pradesh fortsetzen zu können, bitten die Kamillianer um Spenden für:
– Medikamente und Rehabilitation
– Schulausbildung der Kinder
– Adaptierung von Familienwohnungen.
Am 29. Jänner 2017 ist Weltlepratag. Lepra ist heilbar. Bitte helfen Sie den von Lepra betroffenen Eltern und Kindern im Rehabilitationszentrum Asha Nagar und unterstützen Sie das Engagement der Kamillianer. Jeder Euro, den Sie spenden, hilft und ist ein starkes Zeichen der Solidarität und Hoffnung.

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch MI

Katholischer Krankenpflegeorden der Kamillianer

Für die Gesundheitsaktion 2016 gelten folgende Rufnummern:
Telefon: 01/804 61 41-36, Telefax 01/804 61 41-30
E-Mail: missionswerk@kamillianer.at

Spendenkonten:
Gesundheitsdienst der Kamillianer Österreichs

BAWAG PSK
IBAN: AT37 6000 0000 0248 2200
BIC: BAWAATWW

RLB Noe-Wien
IBAN: AT95 3200 0000 0231 7352
BIC: RLNWATWW

„Kennwort Lepra“

Asha Nagar links
Asha Nagar rechts

© Kamillianer 2017 - 29.01.2017 [Stand: 02.02.2017]zurück     nach oben