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„Ausgesetzt. “
„Im Lepradorf Sri Vichian in Thailand“
Kamillianer helfen leben

      Projekt zum Weltlepratag am 31. Jänner 2016

In den 1970-er Jahren wurde im Norden Thailands, in der Provinz Chiangrai im berüchtigten „Goldenen Dreieck“ nah an der Grenze zu Burma und Laos, ein Lepradorf namens Kopavai gegründet. Damals gab es viele Fälle von Lepra in diesem Gebiet. Lepra galt als eine unheilbare Krankheit und wer davon angesteckt wurde, wurde oft tatsächlich ausgesetzt. Die Leprakranken wurden aus ihren Dorfgemeinschaften in Laos, Burma (heute Myanmar) und dem nördlichen Thailand ausgeschlossen und suchten in Kopavai Hilfe beim katholischen Gemeindepfarrer und Ordensschwestern. Diese halfen und versorgten die Leprosen, so gut sie konnten, aber bald wurde ihnen klar, dass ihnen die nötigen Kenntnisse und die Unterstützung fehlten, um die Kranken richtig zu behandeln. Sie machten auf den katholischen Krankenpflegeorden der Kamillianer aufmerksam, der in Thailand bereits ein Lepradorf in Khokwat eröffnet hatte. Am Anfang kamen die Kamillianer jeden Monat nach Kopavai, um die Leprakranken zu behandeln und gesundheitlich zu versorgen. Im Jahr 1990 wurde das Dorf von den lokalen Behörden anerkannt. Sie gaben ihm den offiziellen Namen Sri Vichian. 1992 kamen die Kamillianer ganz nach Sri Vichian, um sich um die Leprosen und deren Familien zu kümmern.

Kinder und alte Menschen im Fokus

Bestand das Dorf am Anfang aus 20 Familien, die verschiedensten Bergstämmen aus Thailand, Burma und Laos angehörten, so wuchs es in der Folge auf über 120 Familien mit knapp 500 Mitgliedern an. Sri Vichian wird vom Sozialzentrum Chiangrai der Kamillianer, einer Stiftung, geführt. Heute gilt es vor allem Neuinfektionen von Lepra bei den jungen Menschen zu verhindern. Dank moderner Medikamente und der Fürsorge der Kamillianer und ihrer MitarbeiterInnen ist Lepra heute heilbar und hat viel von seinem Schrecken verloren. Manche Leprakranke konnten im Lauf der Zeit sogar in ihre Dörfer zurückkehren. Die Hilfe der Kamillianer geht weit über die medizinische Versorgung hinaus und gilt auch den Dörfern in der Umgebung des Lepradorfes. Die Kamillianer besuchen zusammen mit ihren Seminaristen die Familien in den Dörfern und versuchen zu helfen, wo sie können.

Die Sorge der Kamillianer gilt heute vor allem den Kindern. Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, in die öffentliche Schule zu gehen. Die Kinder, die keine thailändische Staatsbürgerschaft besitzen, dürfen allerdings nicht die öffentliche Schule besuchen. In Sri Vichian gibt es deshalb eine eigene Schule, in der die Mädchen und Buben aus der armen Bergbevölkerung eine Grundausbildung erhalten, ungeachtet welcher religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. So bekommen sie Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Kommen die Kinder am Vormittag in die Schule, so sind es am Abend die Erwachsenen, die diese Basisausbildung in Anspruch nehmen. Der Staat unterstützt zwar diese Ausbildung der Kinder und zahlt für jedes Kind einen Beitrag pro Jahr. Doch die staatliche Hilfe wurde in letzter Zeit von 8000 Baht massiv gekürzt, auf 3000 Baht, knapp 100 Euro pro Jahr für Essen, Schuluniformen, Schulmaterialien etc. Unterstützung, die in keiner Weise ausreicht, um z.B. auch die Wochenendaktivitäten, die Seminaristen mit den Kindern durchführen, weiter anbieten und finanzieren zu können.

Das Hauptproblem für die Leprakranken ist die Arbeitslosigkeit. Für ihren Lebensunterhalt arbeiten sie je nach Saison oft tageweise, soweit sie können, in der unmittelbaren Umgebung auf den Reisfeldern und Obstplantagen. Frauen arbeiten mit Stoffen und Korbflechten. Haben sie Land für den Eigenbedarf, züchten sie Schweine, Hühner, Kühe und Ziegen. Im Wald finden die Dorfbewohner die meisten Pflanzen, die sie brauchen.

Die Lebensqualität verbessern

Ein großes Problem ist, dass für die Leprakranken nach der medizinischen Erstversorgung im öffentlichen Spital keine Nachsorge sichergestellt ist. Das bedeutet, dass Patienten mit Behinderungen oder Geschwüren ohne jegliche Unterstützung oder praktische Hilfe aus dem Kreiskrankenhaus entlassen werden. Damit verschlechtert sich durch verspätete oder unzureichenden Behandlung die Lebensqualität für diejenigen, die mit der Krankheit Lepra kämpfen.

Das diesjährige Lepraprojekt der Kamillianer hat besonders auch die von Lepra betroffenen alten Menschen im Fokus. Familien mit Kindern können nicht auf ihre Söhne und Töchter zählen, wenn sie arbeiten gehen. Die alten Menschen sind auf sich allein gestellt und ganz auf Hilfe angewiesen. Viele Familien haben noch kein Haus, das hygienischen Verhältnissen entspricht. Oft fehlen trinkbares Wasser und Strom, kein Luxus, sondern lebenswichtige Hilfen für kranke Menschen.

Fast jeden Tag kommen ehemalige Lepra-Patienten aus Sri Vichian in die Gesundheitseinrichtung des Zentrums und bitten um Behandlung und Medizin. Auch hier helfen die Kamillianer, kaufen Medikamente, auch Prothesen und Rollstühle.

Ziel allen Einsatzes der Kamillianer für die Leprakranken und aller Projekte ist es, die Stigmatisierung zu überwinden, ihre Situation zu verbessern, sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen die verlorene Würde wieder zu geben.

Deshalb bitten die Kamillianer um Spenden auch aus Österreich für

Am 31. Jänner 2016 ist Weltlepratag. Lepra ist heilbar. Bitte helfen Sie den Kindern und alten Menschen im thailändischen Lepradorf, geben Sie ihnen mit Ihrer Spende eine Chance und unterstützen Sie den Einsatz der Kamillianer. Jeder Euro, den Sie spenden, hilft und ist ein starkes Zeichen der Solidarität und Hoffnung.

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch MI

Katholischer Krankenpflegeorden der Kamillianer

Für die Gesundheitsaktion 2016 gelten folgende Rufnummern:
Telefon: 01/804 61 41-36, Telefax 01/804 61 41-30
E-Mail: missionswerk@kamillianer.at

Spendenkonten:
Gesundheitsdienst der Kamillianer Österreichs

BAWAG PSK
IBAN: AT37 6000 0000 0248 2200
BIC: OPSKATWW

RLB Noe-Wien, Nr. 2.317.352, BLZ 32000
IBAN: AT95 3200 0000 0231 7352
BIC: RLNWATWW

„Kennwort Lepra“


© Kamillianer 2016 - [Stand: 28.01.2016]     zurück     nach oben