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„... ausgesetzt. Lepra und Ebola“
      Projekt zum Weltlepratag am 25. Jänner 2015


Freiwillige Helfer bringen einer Gemeinschaft in Quarantäne Nahrungsmittel. Rasant steigende Preise führen zu Lebensmittelknappheit. Im ohnehin armen Sierra Leone droht in Folge von Ebola eine Hungerkatastrophe.

Die Not der Zeit gilt es zu erkennen und zu helfen. Jahrzehntelang haben die Kamillianer in ihren Zentren in Afrika und Asien gegen die Ausgrenzung von Leprakranken gekämpft. Diese Zentren sind inzwischen zu Leprosen- und Aidszentren geworden. Jetzt ist es der Kampf gegen Ebola, in dem sich die Kamillianer in Sierra Leone engagieren. Dort gibt es bereits 15.000 Infizierte und 5.000 Tote. Das Virus breitet sich immer mehr aus, verursacht Panik, Armut und Hunger steigen, Spitäler und Schulen werden geschlossen. Seit Oktober 2014 ist die „Kamillianische Eingreiftruppe“ in Makeni, Sierra Leone, im Einsatz.

„Wir sind im Krieg gegen einen bösartigen Feind“, sagte jüngst der Präsident des westafrikanischen Staates Sierra Leone, Ernest Bai Koroma. Mit dem bösartigen Feind meinte er das tödliche Ebola-Virus. Dieser Krieg ist bis jetzt in Sierra Leone nicht zu gewinnen. Im Gegenteil: Die Krankheit breitet sich wie eine Epidemie aus, greift zunehmend vom Land auf die Städte über, tötet immer mehr Menschen, fordert ständig neue Opfer. Über 5.000 Tote sind in Westafrika bereits am Ebola-Virus gestorben, mehr als 15.000 haben sich infiziert. Das sind die offiziellen Zahlen. Inoffiziell ist die Zahl der Toten und Infizierten wesentlich höher anzusetzen. Aber diese Zahlen sagen nichts über die Tragödien aus, die sich dahinter verbergen. Am meisten betroffen sind Sierra Leone und Liberia. Während in Liberia der Kamillianer P. John Toai aus Vietnam mit einer „Kamillianischen Eingreiftruppe“ vor Ort ist, sind seit Oktober 2014 im Nachbarland Sierra Leone Kamillianerpater Aris Miranda aus den Philippinen und Krankenschwester Anita Ennis im Einsatz, und zwar im Norden des Landes, im Bistum Makeni. In den nächsten Wochen werden Mitglieder der „Kamillianischen Eingreiftruppe“ aus Indien und den Philippinen zu ihnen stoßen und die beiden in ihrer Arbeit unterstützen. Was P. Miranda und Anita Ennis aus Sierra Leone berichten, ist dramatisch. Denn von Woche zu Woche steigt in Sierra Leone die Zahl der Neuinfektionen an.


Familien, ganze Dörfer und Bezirke wurden isoliert, um die Epidemie einzudämmen. Helfer bringen Hygienesets und Lebensmittel, müssen aber jeden Kontakt mit den Menschen vermeiden, um sich nicht selber anzustecken.

Angst und Armut steigen

Dass sich das Virus so ausbreiten konnte, hat viele Ursachen. Die medizinische Versorgung ist schlecht, die Regierung völlig überfordert. Die Menschen haben Angst und viele inzwischen das Vertrauen verloren, dass ihnen in den noch wenigen noch offenen Behandlungszentren geholfen werden kann. Kranke werden oft von ihren Angehörigen versteckt und nicht gemeldet. Oft wird auch einfach geleugnet, dass es Ebola gibt. Viele Schulen sind geschlossen. In Krankenhäusern haben sich Ärzte und Pflegepersonen infiziert – sie sind besonders gefährdet, weil das Virus durch Kontakt mit Blut, Schweiß, Speichel oder einfach nur eine Berührung oder Umarmung übertragen wird – , was zur Schließung vieler Spitäler führte. Es gibt zu wenig Helfer, zu wenig Betten, zu wenig Labors, die Blutuntersuchungen durchführen, Verdachtsfälle ausschließen können und eine exakte Diagnose möglich machen. Ausgangssperren wurden verhängt, Familien landen in von der Regierung geschaffenen „Holding Centers“, Aufhaltezentren, die keine Möglichkeit zur Behandlung bieten.

Isoliert und stigmatisiert

Jeder, der im Verdacht steht, sich mit Ebola infiziert zu haben, wird in Sierra Leone isoliert und darf die Wohnung nicht verlassen. Wenn sich der Verdacht auf Ebola nicht erhärtet oder auch geheilte Ebola Patienten wieder aus den Behandlungszentren wieder in ihre Dörfer zurückkehren, werden sie oft stigmatisiert. Zu groß ist die Panik vor Ansteckung. Um die Seuche einzudämmen werden ganze Bezirke, Millionen von Menschen gleichsam unter Quarantäne gestellt. Sie mit Lebensmitteln zu versorgen, ist eine große Herausforderung und wird immer schwieriger. Denn die Nahrung ist knapp, die Lebensmittelpreise explodieren. Arbeitsmarkt und Handel brechen ein, Ebola schwächt auch die Wirtschaft des Landes. Nicht nur viele Ebola-Verdächtige und ganze Dörfer sind isoliert, sondern zunehmend der Staat Sierra Leone, weil Ländergrenzen geschlossen werden.


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Kinder brauchen besondere Hilfe

Die Kamillianer arbeiten in Sierra Leone eng mit den örtlichen, diözesanen Gesundheitsteams und mit dem Gesundheitsministerium zusammen, versuchen Angst zu nehmen, Informationen zu geben und über Vorsichts- und Schutzmaßnahmen und Hygienestandards aufzuklären. Besonders bemühen sie sich um die Wiedereröffnung des Holy-Spirit-Diözesankrankenhauses in Makeni. Das Spital mit 70 Betten kann wenigstens die medizinische Grundversorgung sicherstellen. Im Haus soll ein Diagnose-Zentrum für Ebola eingerichtet werden. Den Ebola-Erkrankten und ihren Angehörigen gilt es, psychosoziale Hilfe zu leisten. Das erachten die Kamillianer als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Besondere Aufmerksamkeit und Hilfe brauchen jene Kinder, die ihre Eltern durch die Ebola-Epidemie verloren haben und sie oft mit eigenen Augen haben sterben sehen. Es kommt immer wieder vor, dass sich ihre Großfamilien aus Angst vor Ansteckung weigern, sie wieder aufzunehmen. Diese Waisenkinder sind teilweise schwer traumatisiert und brauchen Unterkunft, Essen, medizinische Versorgung, aber vor allem Schutz, Geborgenheit und auch therapeutische Begleitung. Helfen wir ihnen!

Anläßlich des Weltlepratags am 25. Jänner bitten die Kamillianer die österreichische Bevölkerung um Unterstützung mit Spenden für:

Mit jedem Euro, den Sie spenden, helfen Sie zum Überleben und geben Sie ein starkes Zeichen der Hoffnung.

25. Jänner 2015: Weltlepratag. Lepra ist heilbar. Jetzt brauchen Ebola-Kranke unsere Hilfe. Bitte, geben Sie mit Ihrer Spende diesen Menschen eine Chance und unterstützen Sie den Einsatz der Kamillianer in Sierra Leone.

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch MI

Katholischer Krankenpflegeorden der Kamillianer
Für die Gesundheitsaktion 2015 gelten folgende Rufnummern:
Telefon: 01/804 61 41-36, Telefax 01/804 61 41-30
E-Mail: missionswerk@kamillianer.at

Kontoverbindung:
Gesundheitsdienst der Kamillianer Österreichs

PSK Wien 2482.200, BLZ 60000
IBAN: AT37 6000 0000 0248 2200
BIC: OPSKATWW

Raiba Wien, Nr. 2.317.352, BLZ 32000
IBAN: AT95 3200 0000 0231 7352
BIC: RLNWATWW

„Kennwort Lepra/Ebola“


Zuflucht und Hilfe suchen die isolierten Menschen im Gebet –
und hoffen auf effektive Unterstützung, Solidarität und großzügige Hilfe der internationalen Gemeinschaft.

© Kamillianer 2015 - [Stand: 19.01.2015]     zurück     nach oben