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„Mai Tam“ – Haus der Hoffnung

In Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, der zweitgrößten Stadt in Vietnam finden HIV/AIDS-positive Kinder und Mütter ein Zuhause, sie bekommen medizinische Versorgung und Bildung. Geleitet wird „Mai Tam“ – Haus der Hoffnung, von Kamillianerpater John Toai und seinem Team.

Leben verbessern

P. Toai gründete „Mai Tam“ 2005, um die Diskriminierung von HIV /AIDS-Kranken zu überwinden und ihr Leben zu verbessern. Häufig wurden und werden Aids-Kranke ausgegrenzt. Viele finden keine Arbeit und haben kein eigenes Einkommen. Kinder können oft nicht in die Schule gehen. Notwendige Medikamente sind teuer und für viele Kranke nicht leistbar. „Mai Tam“ ist die erste und nach wie vor einzige Einrichtung dieser Art in Ho-Chi-Minh-Stadt. 2009 zogen die Bewohner in ein neues Zuhause um. Zusätzliche Einrichtungen wurden geschaffen: ein Heim für verwitwete Mütter und ihre HIV/AIDS-Kinder, eine medizinische Klinik für Untersuchungen, eine Krankenstation, in der die Bewohner Medikamente erhalten, Klassenzimmer, eine Näherei …

Die erste Priorität sind die Kinder

Zurzeit leben in „Mai Tam“ 87 Kinder im Alter von 0-18 Jahren: 46 Buben, 41 Mädchen. Alle Kinder leben in drei Häusern in Binh Trieu. In Govap betreibt „Mai Tam“ eine Näherei für alleinerziehende Mütter und deren Kinder. Einige von ihnen sind Betreuerinnen, wieder andere sind Pflegemütter von den anderen Waisen. Sie unterstützen das Team in der Pflege und Betreuung aller Kinder. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen die Kinder mit Essen, bieten Freizeitaktivitäten an, um so ihre Lebensqualität zu verbessern. Während des Jahres 2019 haben 44 Volontäre in „Mai Tam“ das Team tatkräftig unterstützt und beim Lernen geholfen. Sie halfen besonders auch im Englischunterricht und unterstützten die Kinder vor allem in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. „Mai Tam“ hat 24 Angestellte: Krankenschwestern, Pflegekräfte, Lehrer, Sozialarbeiter, Köche, Verwaltungspersonal und Chauffeur. Acht ErzieherInnen sorgen sich besonders um die Kinder, auch im Kontakt mit der Schule.

Gesundheit und HIV-Behandlung

In „Mai Tam“ werden 71 Kinder mit lebensrettenden, antiretroviralen Medikamenten (ARV) behandelt. Unter ihnen sind 33 Kinder in Stufe-1-Therapie; 36 in Stufe-2-Therapie. Die meisten Kinder reagieren gut auf die Behandlung; ihre virale Infektion ist nicht feststellbar. Monatlich gehen die Kinder in die Ambulanz zur Kontrolle und weiteren Behandlung. Die Kinder sind in guter medizinischer Versorgung, sodass ihre Gesundheit nicht gefährdet ist.

Erziehung

In „Mai Tam“ besuchen alle Kinder die Schule. Ein Mädchen besucht das 2. Jahr die Universität. 7 Kinder besuchen den Kindergarten, 28 die Grundschule, 39 sind in der Mittelstufe bis hin zur High School. Den meisten Kindern geht es in der Schule gut; einige können den Anforderungen nicht folgen, sie können sich nicht konzentrieren, können sich nicht in die Klasse integrieren wegen psychischer Probleme wie ADHD, wenig Selbstwertgefühl, Angst … Die MitarbeiterInnen von „Mai Tam“ versuchen ihr Bestes, ermutigen sie, helfen ihnen, ihre Probleme zu meistern, was große Anstrengung und viel Geduld erfordert. Die Kinder und Jugendlichen erfahren vor allem Wertschätzung und Liebe, das stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Herausforderungen

Das Leben der größeren Schüler ist sehr herausfordernd, besonders wenn sie erkennen, dass sie wegen AIDS verlassen oder verwaist sind. Einige sind in ihrem Herzen verbittert und tun sich schwer, sich selbst zu vergeben. „Wir müssen mit ihnen sehr sensibel und verständnisvoll umgehen, ihnen unsere Liebe zeigen und ihnen helfen, sich mit sich selbst zu versöhnen und ihre Situation anzunehmen“, schreibt Pater Toai. Viele Kinder auf engem Raum ist ebenso herausfordernd, weil junge Erwachsene mehr Raum und Privatsphäre brauchen. „Daher möchten wir ein neues Haus errichten, um mehr Raum und Möglichkeiten zu bieten und um unsere Aktivitäten besser organisieren zu können.“

Zusätzliche Angebote

„Mai Tam“ sucht immer nach kreativen Wegen, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen und zu fördern. So hält zum Beispiel eine Yoga-Lehrerin freiwillig Yoga-Stunden. Sie helfen Kindern und deren Müttern, Stress abzubauen und sie physisch gesund zu erhalten. Weitere Angebote sind die Malklasse, eine Art „Kunsttherapie“, die den Kindern hilft, ihre Gefühle und Emotionen auszudrücken. Weitere 20 Kinder besuchen wöchentlich die Musikklasse. Mit den größeren Kindern – von 13 Jahren aufwärts – wurden „giving back“-Aktivitäten angeregt. Die Kinder sollen sensibel werden für die Not anderer. Die Kinder werden zur kambodschanischen Grenze gebracht, wo viele vietnamesische Migranten sind, die von Kambodscha deportiert wurden. Sie leben in Armut. Es fehlt ihnen das Notwendigste. Die Kinder teilen mit ihnen Reis, andere Nahrung und Waren, die sie während des Jahres gesammelt haben.

Liebe Freunde unserer Missionare!

„Mai Tam ist Liebe in Aktion“, sagte eine Volontärin aus Australien. Das Haus der Hoffnung bekommt keine Unterstützung vom vietnamesischen Staat. Die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen. Durch Ihre Solidarität und Hilfe kann Kamillianerpater John Toai mit seinem Team viel Gutes bewirken und das Leben von HIV/AIDS-positiven Kindern verändern. So kann es seinem Namen entsprechend Haus der Hoffnung sein. Bitte helfen Sie durch Ihr Gebet und Ihre Spende. Darum bittet Sie mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks


Wir danken für alle Hilfe und bitten für die Kinder in „Mai Tam“ – Haus der Hoffnung in Vietnam.

Missionswerk der Kamillianer,
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732,
BIC: BAWAATWW





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