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Benin: P. Stenou kämpft für Heilung und Würde der Kranken und Ausgegrenzten



Als die kamillianischen Patres Christian Stenou und Bernard Moegle im Jahr 1987 das Gesundheitszentrum Heiliger Kamillus in Davougon, 140 km entfernt von Cotonou, der wirtschaftlichen Hauptstadt von Benin in Westafrika, übernahmen, war es wesentlich ein Leprosarium. Damals waren die Leprakranken im wahrsten Sinn des Wortes Aussätzige, aus ihren Familien und den Dorfgemeinschaften ausgestoßen und ihrem Schicksal überlassen. Seither hat sich auch durch den Einsatz der Kamillianer viel verändert. Viele Leprakranke sind wieder in der Gesellschaft, in ihrem Heimatdorf und in ihrer Familie integriert. In Davougon erfahren sie Würde und Wertschätzung – und erhalten durch einen neuentwickelten Medikamenten-Mix wirksame Behandlung und Heilung. Heute gibt es nur mehr wenige Leprakranke in Davougon. In Häusern können sie menschenwürdig leben und wohnen.

Hilfe und Aufklärung

Trotz aller Erfolge im Kampf gegen die Lepra – die Krankheit ist noch nicht ausgerottet. Allein in Benin gibt es noch immer jedes Jahr hunderte neue Fälle von Lepra, weltweit sind es über 200.000. Die Bevölkerung muss weiterhin sensibilisiert und die Patienten behandelt werden, um die Lepra ganz zu beseitigen – eine große Herausforderung. Doch die Leprakranken sind in Davougon heute in der Minderheit – und das Lepradorf ist Teil eines großen Komplexes mit Klinik und Gesundheitszentrum. Davougon ist Anlaufstelle für viele Kranke und ein Ort der Hoffnung für weite Kreise der Bevölkerung. Die größte Anzahl der Patientinnen und Patienten in Davougon sind Menschen, die an Burulis-Ulkus erkrankt sind.

Burulis-Ulkus: neue Form der Lepra

Mycrobacterium ulcerans, das das Burulis-Ulkus verursacht, ist dem Lepra-Bakterium verwandt. Es setzt ein Gift frei, das sich durch Gewebe, Knochen und Haut frisst. Gleichzeitig unterdrückt es die Immunabwehr des Patienten. Wie die Lepra kann das Burulis-Ulkus den ganzen Körper schädigen, wenn der Patient / die Patientin nicht rechtzeitig behandelt wird. Die Behandlung kann Monate oder Jahre dauern. Kinder, die infiziert sind, müssen die Schule verlassen, Eltern ihren Beruf aufgeben, um sich um die Patientin oder den Patienten zu kümmern. Die Mehrheit der Patienten sind Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren. Bis jetzt gibt es keinen wirksamen Impfstoff. Trotz aller Bemühungen der Regierung sind die Gesundheitsversorgung und die Hygienebedingungen in Benin, einem der ärmsten Länder der Welt, unzureichend, um das Burulis-Ulkus auszurotten. Die Armut begünstigt die Ausbreitung der Krankheit. Im Jahr 2017 wurden 32 neue Fälle erkannt und behandelt. Pater Christian und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diagnostizieren und behandeln das Burulis-Ulkus bis zur kompletten Heilung. Aber da ihre Kapazitäten und Ressourcen beschränkt sind, ist das Gesundheitszentrum Heiliger Kamillus in Davougon in einer sehr engen Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum Gbèmontin (übersetzt: wo man das Leben findet) in Zagnanado, rund 60 Kilometer von Davougon entfernt. Jeden Dienstag werden 15 bis 20 Patientinnen und Patienten von Davougon nach Zagnanado transportiert, wo sie operiert werden. Danach kommen sie nach Davougon für die weitere Behandlung zurück. Beide Gesundheitszentren ergänzen sich mit ihren Kompetenzen, Spezialambulanzen und Fachkräften, um den Armen die bestmögliche Behandlung anbieten zu können. Ihr Ziel ist einerseits die Gesundheit der Armen, Schwachen und Ausgegrenzten und andererseits der Kampf für ihre Würde.


Einsatz für menschliche Würde

Oft sind Angehörige mit einer länger andauernden Pflege und Behandlung von kranken Familienmitgliedern physisch und seelisch überfordert. Und die Kosten dafür können sie sich nicht leisten. Unter diesen Krankheiten sind: Burulis-Ulkus, Aids, Verbrennungen, Tuberkulose, schwere Hautkrankheiten, chronische Knochenentzündungen, Sichelzellanämie, Querschnittslähmungen, psychische und psychiatrische Krankheiten …. Mit seinem medizinischen und sozialen Dienst steht das Gesundheitszentrum Heiliger Kamillus in Davougon diesen Patientinnen und Patienten bei, indem es ihnen eine Gesundheitsversorgung ermöglicht und sich nach der Heilung um ihre Rehabilitation und Eingliederung in die Familie und Gesellschaft kümmert. Zum Beispiel können die Kinder nach ihrer Heilung mit Hilfe eines Stipendiums wieder in die Schule gehen. Nach Bedarf bekommen sie orthopädische Schuhe oder Rollstühle, Krücken ... Die Waisenkinder finden auch in Davougon Aufnahme. Davougon ist zum Hoffnungsort für alle geworden.


Liebe Freunde unserer Missionare!

297.838,59 Euro insgesamt konnten wir im Jahr 2017 an unsere Missionare und deren Hilfsprojekte in aller Welt überweisen. Im Namen aller sage ich Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung ein herzliches Vergelt’s Gott. Durch Ihre Solidarität erfahren Menschen Hoffnung und Heilung. Sie tragen das Wirken unserer Missionare und deren MitarbeiterInnen durch Ihr Gebet und Ihre finanzielle Unterstützung mit. Herzlichen Dank dafür!

Mit Ihrer Hilfe konnten wir 2017 überweisen:

Benin - Ausbildung von Ordensstudenten € 40.000,00
Brasilien / Fortaleza, Juazeiro do Norte –
Hilfe für Jugendliche, junge Frauen und Mütter € 44.000,00
Bulgarien / Sofia – Hospiz Miloserdie € 18.000,00
Elfenbeinküste / Yamoussoukro -
Zuschuss für ein Auto für das Hôpital Saint Joseph Moscati € 10.350,00
Haiti - Katastrophenhilfe € 10.000,00
Indien / Andhra Pradesh - Unterstützung für das Lepradorf Asha Nagar € 30.000,00
Indien / Bihar - Flutkatastrophe € 30.000,00
Indien - Ausbildung von Ordensstudenten € 25.000,00
Indonesien / Flores - St. Camillus Social Center € 10.000,00
Kenia - Zuschuss für ein Auto für das Camillian Health Center € 12.500,00
Peru - Ausbildung von Ordensstudenten € 12.000,00
Philippinen - Zuschuss für ein Missionsauto € 13.200,00
Rumänien - Kinder-/Jugendlager € 2.000,00
Uganda / Jinja - Zuschuss für ein Ambulanzfahrzeug
für das St. Camillus Health Centre € 16.500,00
Ukraine – Zuschuss für Hilfstransporte € 1.170,00
Ungarn / Nyíregyháza - Behindertenheim St. Kamillus € 12.000,00
Flüchtlingshilfe € 11.118,59
Gesamtsumme € 297.838,59

Mit einem aufrichtigen Vergelt’s Gott grüßt Sie

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für das Gesundheitszentrum in Davougon.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: BAWAATWW

© Kamillianer 2018 - 06.04.2018 [Stand: 06.04.2018]zurück     nach oben