Kamillianer

Missionsprojekt
    3/2017 »
Flutopfern in Bihar »
und die alten Frauen in Kottayam »

Missionswerk Mission weltweit
bisherige
Missionsprojekte

[zum Seitenende]
[zurück]
Was ist neu?
Aktuelles
Kamillianer auf einen Blick
Gesamtauswahl
Spiritualität
geistliche Impulse
Gebete
Orden weltweit
Österr.Provinz
Mitarbeiter gesucht
Missionswerk
Gesundheitsdienst
Kamill. Schwestern
Die Kamill. Familie
Kamillus von Lellis
Ordensgeschichte
Textsammlung
Literatur
Links
Archiv
Seitenübersicht
Stichwortverzeichnis
Kontakt

Indien: Kamillianer helfen Opfern der Flut


Mitte August 2017 kam es, weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, in Nordindien zu einer humanitären Katastrophe. Im Bundesstaat Bihar an der Grenze zu Nepal brachen nach heftigen Monsun-Regenfällen die Dämme und setzten riesige Landflächen unter Wasser. Große Teile von Bihar sind überschwemmt, Millionen Menschen sind Opfer der Flut. Nach UNO-Schätzungen wurden mindestens eine Million Menschen durch die Hochwasserkatastrophe obdachlos. Sie mussten ihre Häuser verlassen oder aus den Fluten gerettet werden. Hunderte Dörfer sind überflutet und von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Menschen flüchteten sich auf Bäume und warteten auf Rettungsboote. Nach offiziellen Angaben starben in dem Bundesstaat mehr als 500 Menschen. Die Überschwemmungen haben Ernten und Nahrungsvorräte, Straßen und Brücken zerstört sowie Brunnen verunreinigt. Viele Menschen stehen vor dem Nichts.


Es trifft die Ärmsten

Die südasiatische Monsunzeit dauert von Juni bis September und fordert jedes Jahr viele Opfer. In Bihar, der als ärmster Bundesstaat Indiens gilt, flächenmäßig nur unwesentlich größer als Österreich, aber mit über 100 Millionen Einwohnern, sind es die schlimmsten Fluten seit Jahrzehnten – und die Flutkatastrophe trifft vor allem die ärmsten Menschen, die wirtschaftlich Armen und sozial Ausgegrenzten, Dalits und Muslime. Die Regierung hat zwar Notunterkünfte eingerichtet und Gemeinschaftsküchen bereitgestellt, aber vom Ausmaß der Katastrophe ist sie überfordert. Vor allem in ländlichen Gebieten kommt die Hilfe nicht oder nur sehr langsam an.


Erste rasche Hilfsmaßnahmen

Kurz nach Bekanntwerden der Katastrophe hat sich die Kamillianische Eingreiftruppe („Camillian Task Force“) mit der Caritas Indien zusammengeschlossen und bereit erklärt, den vier am meisten betroffenen Bezirken im Bundesstaat Bihar rasch medizinische Hilfe zu leisten. Sauberes Trinkwasser ist Mangelware, die Menschen trinken verunreinigtes Wasser. Infektionskrankheiten wie Durchfall oder Cholera sind die Folge. Teams der Kamillianischen Eingreiftruppe und der Caritas, bestehend aus Krankenschwestern, Ärzten und Freiwilligen, besuchen die Dörfer in den vier Bezirken, versorgen Verletzungen, bringen Medikamente, Impfstoffe und Chlortabletten zur Wasserreinigung mit, verteilen Lebensmittel und kümmern sich vor allem um arme Familien, Frauen, Kinder und Behinderte, die durch die Flut alles verloren haben.


Kamillianische Schwestern geben alten Frauen Heimat

Kottayam ist eine Stadt im Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens, ein wichtiger Handelsplatz und Verlagszentrum. Dort haben die Kamillianischen Schwestern (Töchter des hl. Kamillus) 1986 ein Haus übernommen, um darin alten, verlassenen und behinderten Frauen eine Bleibe zu geben. Es sind Frauen, die allein sind, keinerlei Unterstützung erfahren und in diesem Haus ihren Lebensabend verbringen. Viele der Frauen leiden an Diabetes, Herzerkrankungen und sind auch sonst auf vielerlei Weise auf die Hilfe der Schwestern angewiesen. Es gibt keinerlei Unterstützung für Medikamente, Hilfsmittel oder den täglichen Unterhalt. Sieben Schwestern leben in der Gemeinschaft in Kottayam. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen die Schwestern in ihrer Arbeit. Die Frauen spüren, mit welcher Hingabe und Liebe die Schwestern für sie da sind. Wenn eine Frau krank ist und ins Spital muss, bringen die Schwestern sie dort hin. Sie bezahlen die Ärzte, Medikamente, Untersuchungen, besuchen die Kranken im Spital. So sehr sich die Schwestern um die Frauen sorgen, das alte Haus bietet den Frauen keine würdigen Lebensbedingungen mehr. Die Zimmer sind äußerst klein und ohne Toilette und Dusche, es gibt keine Aufenthaltsräume, sodass die Frauen sich nur im beengten Zimmer aufhalten können. Im Erdgeschoß befindet sich eine Kapelle, aber sie ist nur schwer zu erreichen. Die Schwestern planen nun neue, größere Räume mit den erforderlichen sanitären Anlagen, eine Küche, Wäscherei etc. Da das Haus keine Einkünfte hat, wird der Lebensunterhalt nur durch Spenden finanziert. Die Schwestern brauchen dringend finanzielle Unterstützung, um die notwendigen Maßnahmen durchführen zu können.


Liebe Freunde!

„Wir haben alles verloren. Wie sollen wir überleben“, fragen sich viele Opfer der Flut in Indien. Die Kamillianer helfen leben und überleben - gemeinsam mit der Caritas und vielen engagierten Ehrenamtlichen. „Wir bitten alle unsere lieben Freunde und Wohltäter, unsere Arbeit mit ihren Gebeten und finanziellen Beiträgen nach Möglichkeit zu unterstützen. Wir werden dafür sorgen, dass Ihre Hilfe bei den Menschen ankommt, für die sie bestimmt ist“, heißt es im Schreiben des Oberen der indischen Kamillianerprovinz. Diese Bitte leite ich an Sie, liebe Freunde unserer Missionare weiter und ersuche Sie um Solidarität für die Menschen in Not. Und bitte unterstützen Sie mit Ihrem Gebet und Ihrer Spende auch das Wirken der Kamillianischen Schwestern in Kottayam in Kerala. Sie geben den alten und auf Hilfe angewiesenen Frauen in ihrem Haus Würde und das Gefühl, auch in ihrem Alter und in ihrer Gebrechlichkeit wertvoll und geliebt zu sein.

Herzlich grüßt Sie

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für die Opfer der Flut in Bihar und für die alten Frauen in Kottayam.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732
BIC: BAWAATWW

Verwendungszweck:
Spende für die Flutopfer in Bihar und die alten Frauen in Kottayam
Empfangsbestätigung erwünscht ? ja ? nein







© Kamillianer 2017 - Nov. 2017 [Stand: 05.11.2017]zurück     nach oben