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Brasilien: Kamillianer schützen und fördern werdendes Leben


P. Serripierro beim Patientengespräch

Das südamerikanische Land Brasilien hat viele Gesichter und ist ein Land der Kontraste. Ein Traumreiseziel ist es für viele Touristen, für einen Großteil der Bevölkerung aber ist das Leben im Land alles andere als ein Traum. Vor allem in den Großstädten leben viele in Favelas (Slums). Das Land hat reichhaltige natürliche Ressourcen, aber es kann sein ökonomisches Potenzial bislang nicht voll ausschöpfen. Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Stadt und Land, Norden und Süden sind gewaltig, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Zwar hat sich die Situation der Armen in den vergangenen Jahren durch gezielte Regierungsprogramme verbessert, doch Armut und Reichtum liegen vor allem in den Städten immer noch dicht beieinander.


Im Patientengespräch

Eine Stadt als Spiegelbild des Landes

Ein Spiegelbild dieser Situation im Land ist Juazeiro do Norte. Die Stadt liegt im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Ceará, südlich von Fortaleza, mit zweieinhalb Millionen Einwohnern Hauptstadt des Bundesstaates. Juazeiro do Norte hat 256.000 Einwohner und lebt insbesondere von einem starken Handel. Industrie und Geschäfte sorgen dafür, dass die Stadt wirtschaftlich gut dasteht – und sie ist zudem ein Wallfahrtsort. Der charismatische Priester Cicero Romao Batista (1844-1934) hatte großes Ansehen und Einfluss auf die soziale, politische und religiöse Entwicklung von Ceará und den ganzen Nordosten Brasiliens. Die Stadt verdankt Padre Cicero ihre Eigenständigkeit. Im Nordosten Brasiliens, besonders in seinem Heimatstaat Ceará wird Padre Cicero wie ein Heiliger verehrt.


Der Frisiersalon

Trotz aller positiven sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung sind auch in Juazeiro do Norte die sozialen Mängel nicht zu übersehen. Es gibt unzählige Favelas (Slums)in der Gemeinde. Für viele Familien, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben vom Land in die Stadt ziehen, zerschlägt sich diese Hoffnung rasch. Arbeitsplätze sind knapp, die Wohnungsnot ist groß und für viele eine Unterkunft nicht leistbar. Jugendliche, die zuhause wenig Zuwendung und Aufmerksamkeit bekommen, ja oftmals Gewalt und Missbrauch erleben, landen auf der Straße, wo sie erst recht sehen müssen, nicht Opfer von Kriminellen und Drogenhändlern zu werden. Werden junge Frauen und Mädchen schwanger, erfahren sie oft Ablehnung von der eigenen Familie und vom Kindesvater. Eine Zeit der Angst, Unsicherheit und voller Zweifel für die jungen Frauen und Mädchen.


Frisiersalon (Ausschnitt)

Vertrauen aufbauen – helfen – begleiten

All den Hunderten von Jugendlichen, vor allem Frauen und Mädchen auf den Straßen von Juazeiro do Norte gilt die Aufmerksamkeit und Hilfe des Vereins „Maria, Mutter des Lebens“. In den 1980-er Jahren vom Arzt und Kamillianerpater Adolfo Serripierro in Fortaleza gegründet und seit 1993 juridisch anerkannt, will er mit Unterstützung vieler professioneller Helferinnen und Helfer, ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen und vieler Ehrenamtlicher Jugendliche zwischen 11 und 21 Jahren erreichen und begleiten und indirekt auch deren Familien ein besseres Leben ermöglichen.


Die Musikstunde

Die MitarbeiterInnen des Vereins „Maria, Mutter des Lebens“ besuchen die jungen Frauen und Mädchen auf den Straßen und Plätzen der Stadt, in den Favelas (Slums)und Prostituiertenlokalen. Sie machen auch Hausbesuche, suchen den Kontakt mit den Jugendlichen und deren Familien, bauen Vertrauen auf und gewinnen so einen Einblick in die Lebenssituation und die Bindung der Familien. Das trägt dazu bei, gezielter helfen zu können. Die schwangeren Mädchen sollen als erstes von der Straße wegkommen. Sie werden in die Zentren des Vereins „Maria, Mutter des Lebens“ eingeladen. Dort erhalten sie die notwendige medizinische Unterstützung, pränatale Untersuchungen, psychologische und pädiatrische Betreuung. Vor allem wendet man sich ihnen mit Respekt und Liebe zu und gibt Geborgenheit. Schulische und berufliche Aus- und Weiterbildungsangebote helfen, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen zu entwickeln, ihre Fähigkeiten zu fördern und ihnen Zuversicht zu schenken, einmal auf eigenen Beinen stehen zu können. Die gemeinsame Zeit als Freizeit mit Spielen und dem Austausch von Lebenserfahrungen stärken den Zusammenhalt in der Gemeinschaft.


Die Musikstunde (Ausschnitt)

Liebe Freunde!

„Wir wollen zu einer Gesellschaft beitragen, in der Respekt, Würde und Liebe herrschen: den Menschen lieben, werdendes Leben von Anfang an schützen und damit Gottes Nähe und Barmherzigkeit bezeugen.“ So beschreibt P. Adolfo Serripierro die Mission des Vereins „Maria, Mutter des Lebens“. Der Einsatz für die Würde von Kindern und Jugendlichen, von jungen Frauen und Müttern steht im Zentrum aller Bemühungen. P. Serripierro und seine MitarbeiterInnen bitten um Hilfe: durch Gebet und durch finanzielle Unterstützung. Die letzten Missionsnachrichten hatten das Engagement der Kamillianer im Asha Nagar Lepra-Rehabilitationszentrum im Bundesstaat Andhra Pradesh in Indien zum Thema. Sie haben die Bitte um Medikamente und Rehabilitation und die Schulausbildung der Kinder großzügig unterstützt. Dafür und für alles, was sie für die Gemeinschaft „Maria, Mutter des Lebens“ geben, sage ich Ihnen Vergelt’s Gott.

Herzlich grüßt Sie

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für die jungen Frauen und Mütter in Brasilien.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
BAWAG PSK
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: BAWAATWW

Verwendungszweck:
Spende für die jungen Frauen und Mütter in Brasilien







© Kamillianer 2017 - 29.08.2017 [Stand: 29.08.2017]zurück     nach oben