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„Ausgesetzt!“    —    Lepra in Indien
Das Projekt der Kamillianer zum Weltlepratag

In der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien gibt es viele Arme, die vom zunehmenden Wohlstand nicht profitieren. Zum Beispiel die von Lepra betroffenen Menschen. Ihnen zu helfen, unabhängig von ihrer Kaste oder ihrem religiösen Bekenntnis, haben sich die Kamillianer und Kamillianischen Schwestern zum Ziel gesetzt. Seit 1998 sind sie mit einem professionellen Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Asha Nagar Lepra-Rehabilitationszentrum im Bundesstaat Andhra Pradesh tätig.


Schwestern mit Patientin

Noch immer ist Lepra mit sozialer Stigmatisierung verbunden. Den Kamillianern und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht es nicht nur um beste medizinische Betreuung und Pflege der Leprakranken. Sie wollen das Stigma des Aussatzes überwinden, den kranken Menschen ihre Wertschätzung zeigen, ihnen ihre Würde zurückgeben und sie möglichst wieder in die Gesellschaft integrieren. Und das Team der Kamillianer und Kamillianischen Schwestern ist vor allem auch um Aufklärung und Bewusstseinsbildung bemüht. Mit einem neuen Projekt wollen sie ihren Dienst an den Leprakranken ausweiten.

Trotz medizinischer Erfolge Furcht und Vorurteile

Die Infektionskrankheit Lepra gilt zwar offizell als besiegt, doch noch immer gibt es, vor allem in Indien, einer aufstrebenden Wirtschaftsmacht, Tausende Neuinfektionen. Jedes Jahr erkranken in dem südasiatischen Land 130.000 Menschen an Lepra – das ist mehr als die Hälfte der Neuerkrankungen weltweit. Wer von Lepra betroffen ist, muss nicht nur mit Verstümmelungen an Gliedmaßen, Verletzungen und Behinderungen zurecht kommen, sondern erlebt oft auch soziale Ausgrenzung. Auch die Familien der Leprakranken sind von Stigmatisierung betroffen. Furcht und Vorurteile sind deshalb weit verbreitet – und sie hindern Betroffene am normalen Leben. Mit einer Kombination von Medikamenten ist Lepra zwar heute heilbar, doch können sich die Leprakranken diese Medikamente nicht leisten. Die mit Lepra Infizierten in den Dörfern rechtzeitig zu entdecken und sie regelmäßig mit Medikamenten zu versorgen, ist für das Team im Asha Nagar Lepra-Rehabilitationszentrum also ganz entscheidend.

Die Mehrheit der Bewohner rund um das Rehabilitationszentrum ist arm, wohnt in schlechten hygienischen Verhältnissen und kann sich nicht ausreichend ernähren. Damit ist das Immunsystem der Menschen geschwächt und sie können sich leichter infizieren; und so steigt die Zahl der Betroffenen weiter.


Schwester mit Patient

Würde und Ansehen fördern

Mit einem neuen Projekt wollen die Kamillianer und ihr Team ihren Dienst an den Leprakranken ausweiten. Sie wollen die medizinische und physiotherapeutische Behandlung der Leprosen und die Rehabilitation für Personen mit Behinderungen und Missbildungen noch weiter verbessern und für Prävention durch schnellere Diagnose der Neuinfizierten sorgen. Bewusstseinsbildung und Aufklärung in den Schulen und Dorfgemeinschaften über die Krankheit, über die Bedeutung von Hygiene und gesunder Ernährung, Unterstützung bei der Ausbildung der Kinder von Leprakranken sind weitere Schwerpunkte dieses Projekts. Die Kinder sollen die Schule besuchen, für das Schulgeld und das notwendige Schulmaterial sorgen die Kamillianer. Nur Bildung hilft, der Armut zu entkommen und einmal ein eigenständiges Leben zu führen. Die Leprakranken dürfen nicht in Abhängigkeit geraten. Wer arbeiten kann, findet im Gemüsegarten und in der Geflügelfarm Möglichkeiten zur Beschäftigung.

Wöchentlich besucht ein Teil des Teams die Dörfer in der Umgebung, behandelt Krankheiten, verteilt Medikamente, Lebensmittel und Hygieneartikel, schärft das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Gesundheitsvorsorge. Das Team des Zentrums sorgt dafür, dass die Leprakranken in den Krankenhäusern die notwendigen Operationen, die bestmögliche Pflege und Behandlung bekommen. So fördert das Projekt nachhaltig die Würde und das Ansehen der kranken und verachteten Menschen.

Bitte, helfen Sie!

Die Gabe von Nahrung, Kleidung und Medikamenten, die Ausgaben für Bildung, die Adaptierung von Wohnungen der Leprakranken braucht viel Geld. Um dieses Projekt im Einsatz für die Leprakranken in Andhra Pradesh fortsetzen zu können, bitten die Kamillianer um Spenden für:
– Medikamente und Rehabilitation
– Schulausbildung der Kinder
– Adaptierung von Familienwohnungen.

Bitte, geben Sie mit Ihrer Spende leprakranken Menschen eine Chance!

Warum wir nicht auf der Liste stehen ...
                          —   Hinweis Spendenabsetzbarkeit

Wir möchten darauf hinweisen, dass Spenden an das Missionswerk der Kamillianer nicht absetzbar sind, da wir keinen Spendenbegünstigungsbescheid haben. Um diesen zu erhalten, muss der Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer bestätigt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Neu ist nun auch, dass Maßnahmen zur Erfüllung der Datenübermittlungsverpflichtung getroffen werden müssen für die vollautomatische Übermittlung an das Finanzamt im Wege von FinanzOnline. Dies wäre in unserem Fall mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden, da hier erst die nötigen Voraussetzungen (neues EDV-Programm) geschaffen werden müssten. Die finanziellen Aufwendungen dafür stehen in keinem Verhältnis zum Spendenaufkommen unseres relativ kleinen Missionswerks, das 1971 gegründet wurde und sich in seinen Aktivitäten ausschließlich auf Projekte des Kamillianerordens beschränkt.

Wir bitten Sie als die Freunde unserer Missionare um Verständnis und danken Ihnen für Ihre Treue.

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch MI
Leiter des Missionswerks


Medikamentenausgabe
Medikamentenausgabe

Wir danken für alle Hilfe und bitten für das Leprazentrum in Indien.

Missionswerk der Kamillianer, IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732, BIC: BAWAATWW


© Kamillianer 2017 - 29.01.2017 [Stand: 02.02.2017]zurück     nach oben