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Die Mission der Kamillianer in Georgien
Kamillianer leisten Hilfe


Papst Franziskus in Tiflis, Georgien und bei den Kamillianern am 1.10.2016

Wenn es um das Gesundheitswesen und den Dienst an den Armen und Kranken geht, ist der Orden der Kamillianer einer der wichtigsten Ansprechpartner. Das galt auch für Papst Johannes Paul II. Als im Jahr 1988 ein verheerendes Erdbeben die Kaukasus-Republik Armenien erschütterte und Zehntausende Todesopfer forderte, lud der Papst die Kamillianer ein, sich um die Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung zu kümmern. Als Zeichen seiner Solidarität schenkte Papst Johannes Paul II. dem armenischen Volk ein Krankenhaus, das den Namen „Redemptoris Mater - Mutter des Erlösers” erhielt. Es liegt am Rande der kleinen Stadt Ashotsk, zwölf Kilometer von der Grenze zu Georgien entfernt, mitten im Kleinen Kaukasus-Gebirge im Norden des Landes auf 2040 Meter Seehöhe.

Das 100-Betten-Spital wurde von der italienischen Caritas errichtet und führt Abteilungen für Chirurgie, Medizin, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Angeschlossen ist eine ambulante Poliklinik. Dieses Spital wurde zu einem Schwerpunkt des Gesundheitswesens für die ganze Nation Armenien. Die Armut in dem 3,6 Millionen-Einwohner-Land ist groß. Armenien leidet noch immer unter den negativen Folgen des kommunistischen Regimes, von dem es sich erst 1991 durch Unabhängigkeit lösen konnte. Viele Bewohnerinnen und Bewohner können sich eine gute medizinische Versorgung nicht leisten. Die Lebenssitution vieler ist trist. Die kamillianische Provinz Nord-Italien unterstützt diese Mission der Kamillianer von Anfang an und tut alles, um die Weiterführung dieses Spitals zu ermöglichen. Nicht nur mit Medikamenten müssen die Kamillianer oft helfen, sondern sie versorgen die Patientinnen und Patienten auch mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln.


Im Vordergrund das Krankenhaus in Tiflis, Georgien

„Helft auch in Georgien!“

Aufgrund des guten Rufes und der ausgezeichneten medizinischen Leistungen des Spitals „Redemptoris Mater“ für das Gesundheitswesen in Armenien wurden die Kamillianer eingeladen, auch in die Nachbarrepublik Georgien zu gehen, um in Temka, der Peripherie von Tiflis, der Hauptstadt des Landes, ein gut eingerichtetes und leistungsfähiges Poliambulatorium zu errichten. Es wurde nach der ersten Enzyklika von Papst Johannes Paul II. „Redemptor hominis“ benannt und mit Hilfe der italienischen Bischofskonferenz finanziert. Die Errichtung des Zentrums für das Poliambulatorium begann im Juni 1995. Das Gebäude wurde am 15. April 1998 offiziell eröffnet und finanziert durch den Heiligen Stuhl und die italienische Caritas, um dann den Betrieb den Kamillianern zu übergeben. Geplant ist, einen Teil dieser Ambulatorien für palliative Behandlungen zu benützen, ferner für die Gesundheitsausbildung und für die Hauskrankenpflege - ebenso für andere Dienste, die derzeit noch nicht existieren, insbesondere für Kranke im Endstadium. Bei diesem Projekt der Krankenbetreuung und Ausbildung in Tiflis kam es zu einer wichtigen Zusammenarbeit mit den Töchtern des heiligen Kamillus, die fast von Beginn an mit drei Ordensfrauen anwesend waren.

Liebe verändert und stärkt

Georgien zählt gegenwärtig zirka 4 Millionen Einwohner. In der Hauptstadt Tiflis leben etwa 1,5 Millionen. Die überwiegende Religion ist das orthodoxe Christentum. Die Katholiken sind eine „kleine Herde“ von zirka 40.000 Personen, 1 % der Gesamtbevölkerung. Derzeit besteht die Kommunität der Kamillianer in Tiflis aus vier Ordensleuten der Polnischen Provinz.

Das Poliambulatorium steht zirka 10.000 Patienten pro Jahr zur Verfügung. Im Jahre 2003 wurde in der Nähe dieser Strukturen ein neues Gebäude errichtet, das als Rehabilitationszentrum für physische, psychische und geistig behinderte Menschen als Tagesklinik geführt wird. Es wurde am Fest des heiligen Kamillus im Jahre 2004 eröffnet. Diese neuen Dienste haben den ersten Missionaren die Augen geöffnet für eine Realität des Elends und der Verwahrlosung. Das kommunistische Regime hatte auch stark die psychische Gesundheit der Bevölkerung verschlechtert. Die behinderten Personen zum Beispiel durften aus kulturellen Gründen nicht in Erscheinung treten. Sie blieben in ihren Häusern versteckt und viele von ihnen wurden beseitigt. In ihren Häusern hatten sie keine Möglichkeiten für notwendige Therapien und keinen Kontakt mit anderen Menschen. Sie waren aus der Gesellschaft Ausgestoßene.

Das Rehabilitationszentrum der Kamillianer bietet diesen Menschen Therapien der Rehabilitation an. Sie erleben Zuwendung und Verständnis für ihre Situation. Das Institut ist eines der besten Zentren der Sozialfürsorge des Landes mit einer Menge von fachlichen Aktivitäten: Musiktherapie, Keramikwerkstätten, Kunst-Therapie, Computerkurse, Kurse für Lesen und Schreiben, Physiotherapie, Logopädie, individuelle und gruppenmäßige psychologische Unterstützung. Die Qualität der Behandlungen durch qualifiziertes Personal und mit der kamillianischen Mitmenschlichkeit ist offensichtlich. Der Direktor des Zentrums, P. Pawel Dyl sagt: „Seitdem wir unser Zentrum als Tagesklinik eröffnet haben, nahm der Prozess der Wiedereingliederung der Behinderten in ihre Familien deutlich zu. Die Gesellschaft ändert sich nur langsam, die Behinderten hingegen, die unser Zentrum frequentieren, verändern sich schnell. Die Liebe, die ihnen unentgeltlich zuteil wird, stärkt ihr Selbstwertgefühl und ermutigt sie, alle geistigen und physischen Fähigkeiten, die sie besitzen, zu entwickeln“. Zusätzlich zu den Aktivitäten der beiden Zentren, dem Poliambulatorium und dem Rehabilitationszentrum für behinderte Personen sind die Kamillianer in Tiflis mit einem Team von Freiwilligen auch in der Hauskrankenpflege engagiert.


kamillianische Schwester

Viele großherzige Wohltäter, z. B. auch die MIVA (Österreich), die österreichische Kamillianerprovinz und viele andere helfen, die Mission der Kamillianer in Tiflis zu finanzieren. Und in Zukunft? „Wir hoffen sehr, durch die Großzügigkeit unserer Wohltäter diesen kamillianischen Dienst für die kranken und leidenden Mitmenschen weiter aufrecht erhalten zu können“, schreibt P. Leocir Pessini, der Generalobere der Kamillianer.

Liebe Freunde unserer Missionare!

Papst Johannes Paul II. hat die Kamillianer um Hilfe gerufen und nach Armenien eingeladen – und sie haben sich im Krankenhaus „Redemptoris Mater“ eingesetzt. Dieser engagierte Dienst an den Armen und Kranken hat sich nach Georgien ausgeweitet. Er kommt Menschen zugute, die arm sind, sich in einer tristen Lebenssituation befinden und nicht nur medizinische Hilfe, sondern oft auch in ihrer sozialen Not Unterstützung brauchen. Der Besuch von Papst Franziskus am 1. Oktober 2016 in der Einrichtung der kamillianischen Mission und das Treffen mit den Personen, die im karitativen und sozialen Bereich tätig sind, mit den Personen der örtlichen Caritas, mit den Behinderten, mit den Kranken, mit den alten Menschen, die in der kamillianischen Mission von Tiflis wohnen, war der Ausdruck einer großen Wertschätzung für die Tätigkeit der Missionare der Kamillianer und für ihr Zeugnis gegenüber den Armen und Kranken in Georgien. „Der Papst bestärkte uns mit seinem Charisma des Hirten im Glauben und machte uns Mut, mit dieser Sendung fortzusetzen“. Unterstützen wir die Sendung der Kamillianer in Tiflis weiterhin mit unserem Gebet und unserer Spende. Jeder Euro hilft.

Ein herzliches Vergelt’s Gott sagt

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten für das Poliambulatorium „Redemptor hominis“ in Tiflis.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
BAWAG PSK
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: BAWAATWW

Verwendungszweck:
Spende für das Poliambulatorium „Redemptor hominis“ in Tiflis
Empfangsbestätigung erwünscht ? ja / ? nein

© Kamillianer 2017 - 24.01.2017 [Stand: 24.01.2017]zurück     nach oben