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Arequipa/Peru:
Kamillianer helfen
von HIV/Aids betroffenen Familien

Geschätzte 70.000 Menschen sind im südamerikanischen Andenstaat Peru mit HIV/Aids infiziert. Die meisten sind arm, sie haben keine Krankenversicherung und können sich teure Medikamente nicht leisten, die ihnen helfen könnten. Dazu kommt noch, dass sie oft Ausgrenzung erleben und in den Spitälern schlecht behandelt werden. 2006 haben die Kamillianer in Arequipa im Süden Perus das „L’Hogar San Camilo“ (Heim Sankt Kamillus) eröffnet. In diesem Gesundheitszentrum werden HIV/Aids betroffene Familien bestmöglich betreut. Ein interdisziplinäres Team von Ärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Krankenschwestern, Ernährungswissenschaftlern, Pädagogen etc. steht den Familien in ihren medizinischen, sozialen, emotionalen und spirituellen Belangen bei.

Zuhören und wertschätzend begegnen

Dem Charisma des hl. Kamillus folgend, unterstützen die Kamillianer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Familien in individueller und ganzheitlicher Weise. Sie haben dafür spezielle Programme entwickelt. Das beginnt damit, dass sie den Menschen mit HIV und deren Familien aufmerksam zuhören, Vertrauen schenken, Verständnis haben für ihre Ängste, Sorgen und Bedürfnisse. Diese Menschen brauchen Anerkennung und Respekt, nur so können sie ihre eigenen Ressourcen entdecken und Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickeln.

Viele Kinder und Erwachsene mit HIV/Aids leben in ihren Häusern. Sie trauen sich nicht aus dem Haus vor Angst, in Krankenhäusern schlecht behandelt zu werden oder von ihrem Umfeld diskriminiert zu werden, wenn bekannt wird, dass sie HIV/Aids haben. Die MitarbeiterInnen des L’Hogar San Camilo machen Hausbesuche, sie besuchen täglich bis zu 30 Menschen an ihrem Wohnort, betreuen sie nicht nur gesundheitlich, sondern helfen auch, wo es soziale Probleme gibt, bringen Nahrungsmittel und begleiten die Kranken in die Spitäler zur Kontrolle und Behandlung.

Unterstützung für Mütter

Ein weiteres Programm ist für junge Mütter. Frauen mit HIV/Aids, die ein Kind erwarten, haben mit vielen Ängsten und Schuldgefühlen zu kämpfen. Die finanziellen Mittel sind begrenzt. Von Seiten der Familien oft unverstanden, vom Kindesvater im Stich gelassen, sind diese Mütter in einer verzweifelten Situation. L’Hogar San Camilo bietet diesen Müttern eine psychologische, spirituelle, ernährungsbezogene und medizinische Unterstützung an. Konkrete Hilfe in der Schwangerschaft trägt zum Abbau von Ängsten bei und stärkt das Selbstvertrauen, damit die Mütter mit HIV/Aids einem gesunden Kind das Leben schenken können.

Geborgenheit für Kinder

Die besondere Sorge der MitarbeiterInnen des L’Hogar San Camilo gilt den Kindern. Im „Hogar de niños“ (Kinderheim) werden sowohl gesunde Kinder als auch solche betreut, die von HIV/Aids betroffen sind. Sie sollen keine Diskriminierung erleben, soziale Kontakte zu anderen Kindern und Freunde finden, die mit ihnen Freude und Leid teilen. Bildungs-, Kultur- und Freizeitaktivitäten wie Kunst-Workshops, Zeichnen und Malen fördern die Kreativität und die Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Einzelnen. Eine Volksschullehrerin, unterstützt von einer Psychologin, unterrichtet die Kinder, sorgt dafür, dass sie ihre Schulaufgaben verstehen und machen. Im Haus helfen sie mit, wo es möglich ist. Auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung wird bei den Mahlzeiten geachtet. An Wochenenden können sich die Kinder im Zentrum aufhalten, damit die Eltern mit größerer Ruhe die Kontrolluntersuchungen und die Behandlungen absolvieren können. 70 Kinder werden derzeit im „L’Hogar de niños“ betreut.

MIVA-Auto für die Kamillianer in Georgien

Papst Franziskus wird vom 30. September bis 2. Oktober 2016 Georgien und Aserbaidschan besuchen. Dabei wird sich der Heilige Vater am 1. Oktober - Fest der heiligen Therese von Lisieux, der Patronin der Missionen – mit den betreuten und den betreuenden Personen des Poliambulatoriums „Redemptor hominis“ vor dem Institut der Kamillianer treffen.

In Tiflis, der Hauptstadt der Republik Georgien, leiten unsere Missionare – in Zusammenarbeit mit den „Töchtern des heiligen Kamillus“ – das Poliambulatorium „Redemptor hominis“, das täglich 300 Kranke betreut und ungefähr 50 Angestellte hat.

Das Poliambulatorium „Redemptor hominis“ ist in kurzer Zeit ein bedeutsamer Faktor in der Gesundheitslandschaft der georgischen Hauptstadt geworden und gilt als beispielhaft für die Zuwendung zu den Kranken und die gute medizinische Betreuung.

Mit Unterstützung der MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) hat das Missionswerk der Kamillianer ein Auto für den Transport von Behinderten finanziert.

Liebe Freunde unserer Missionare!

HIV/Aids kann mit modernen Medikamenten behandelt werden. Sie verbessern das Immunsystem des Körpers und helfen, mit der Krankheit zu leben. Doch die meisten mit HIV/Aids betroffenen Menschen in Peru sind arm und haben keinen Zugang zu diesen Medikamenten, die ihre Lebensqualität verbessern. Das L’Hogar San Camilo tut alles, um die Perspektiven der von HIV/Aids Betroffenen zu steigern und ihnen vor allem Achtung und Würde zu geben. „Ich habe hier so viel Liebe erfahren. Die MitarbeiterInnen sind mir zur zweiten Familie geworden“, schreibt eine Frau. Um die Kamillianer und ihre MitarbeiterInnen in Arequipa zu unterstützen, bitten wir um Ihre Hilfe. Das fachlich geschulte Personal, die Lehrerin, die Psychologin, die Ausgaben für die Mahlzeiten und die Wochenendaktivitäten der Kinder müssen finanziert werden. Bitte helfen Sie. Ihre finanzielle Gabe und Ihr Gebet sind für unsere Missionare eine Ermutigung für Ihr Wirken und ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit.
Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott dafür.

Mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir bitten um Ihre Hilfe für die Kinder und Familien mit HIV/Aids in Peru.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
BAWAG P.S.K.,
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: BAWAATWW

Verwendungszweck:
Spende für das Gesundheitszentrum
„L’Hogar San Camilo“ / „Hogar de niños“ in Arequipa/Peru

© Kamillianer 2016 - Okt. 2016 [Stand: 7.10.2016]zurück     nach oben