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Indien: Kamillianer helfen HIV infizierten Kindern und Jugendlichen


1997 beschlossen die Kamillianer in Indien, sich verstärkt Menschen am Rande zuzuwenden, die stigmatisiert sind, denen in den Krankenhäusern oft eine Behandlung verweigert wird, die von Seiten der Gesellschaft abgelehnt werden: den HIV Infizierten. Der Dienst der Kamillianer, der sich in ihren Gesundheitseinrichtungen für HIV/Aids zunächst auf Bangalore konzentrierte, wurde auf andere Bundestaaten ausgeweitet. Das neueste Projekt des Ordens: Snehagram, ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche mit HIV in Tamil Nadu, dem südlichsten Bundesstaat Indiens.


Jugendliche ohne Perspektive

In Indien leben heute ca. 2,1 Millionen Menschen mit HIV. Allein im Jahr 2013 verstarben in Indien ca. 130.000 Menschen an Aids. Damit gehört Indien zu den am meisten von HIV betroffenen Ländern der Welt. Immer wieder geben Jugendliche mit der Diagnose HIV ihr Studium auf und brechen ihre Berufsausbildung ab. Die jungen Menschen geraten in die Drogenszene oder schließen sich kriminellen Banden an. Infizierte Mädchen werden von ihren Familien verstoßen, ausgebeutet oder als Bräute verkauft und oft ist für sie Prostitution der letzte Ausweg. Damit verbreitet sich das Virus ungehindert weiter. Nicht selten weigern sich Spitäler, die Infizierten zu behandeln, die Kosten einer Therapie können sich die meisten Jugendlichen aus der ärmeren Bevölkerungsschicht nicht leisten. Die Perspektiven für eine gute Zukunft sind minimal.


Stärkung der Fähigkeiten zur Selbsthilfe

2012 erfolgte der Spatenstich für das Rehabilitationszentrum Snehagram. Dort leben derzeit 65 Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Zwei Kamillianer und 12 Angestellte sind für sie da. Ihr Ziel ist es, diese Kinder und Jugendlichen in allen Bedürfnissen zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Das beginnt mit kompetenter Beratung, medizinischer Behandlung und Vorsorge, Information über gesunde Ernährung, psychosozialer Begleitung und Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten der jungen Menschen und Hilfe bei der Berufsfindung. Vor allem aber werden die Kinder und Jugendlichen in Snehagram wertgeschätzt und gefördert. Sie sind in zwei Gruppen eingeteilt: die akademische Gruppe und die Gruppe der Berufsausbildung. Die akademische Gruppe von StudentInnen wird ermutigt, ihr Studium fortzusetzen und abzuschließen und bekommt dabei professionelle Hilfe von ausgebildeten Lehrkräften. Die andere Gruppe bereitet sich auf verschiedene Berufe vor. Hier werden Kurse angeboten für Sprache und Kommunikationstraining, Informatik, Landwirtschaft und z.B. Schneiderei. Die Jugendlichen sollen selbstständig und befähigt werden, einen ihren Talenten entsprechenden Beruf zu ergreifen, von dem sie auch leben können. So sollen sie später in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden.


Programm zur Unternehmensgründung

In Zukunft wird das Angebot des Snehagram vor Ort erweitert. Den Jugendlichen wird ein Programm zur Unternehmensgründung angeboten. Dabei geht es nicht nur darum, theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch um praktische Arbeit. Auf dem Areal des Zentrums, auf den Feldern und im Gewächshaus sollen sie durch Experten und durch praktisches Arbeiten Einblick bekommen in Landwirtschaft und Geflügelzucht, den biologischen Pflanzenbau, Baumschulen für kleine Pflanzen und Recyclingbetriebe, etc. Und sie lernen, wie man ein Unternehmen gründet. Um dieses Programm umzusetzen braucht es unter anderem eine Infrastruktur für die Hühnerzucht, eine Bewässerungsanlage, Berater und Ausbildner.


Flüchtlingshilfe der Kamillianer in Wien

Im Mai 2016 startete offiziell das Projekt der Flüchtlingshilfe der Kamillianer. Als erster Schritt wurde der lang ersehnte Deutsch- und Integrationskurs für Frauen organisiert. In kurzer Zeit haben sich 20 Frauen als Teilnehmerinnen für den Anfängerkurs gemeldet. Eine große Nachfrage gab es auch für einen Konversationskurs für leicht Fortgeschrittene. Diese Interessentinnen mussten jedoch vorerst auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet werden. Der erste Anfängerkurs fand am 11. Mai im Geriatriezentrum Am Wienerwald (GZW) statt, gefolgt von sechs weiteren Terminen. Die Zielgruppe dieses Kurses sind Frauen, die noch keine Deutschkenntnisse hatten und noch keinen Deutschkurs besucht haben. Unsere Gruppe setzt sich aus Frauen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlicher Familiensituation zusammen. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak. Die Teilnehmerinnen sollen sich durch ihre Deutschkenntnisse gut im Alltag zurechtfinden.


Deutschunterricht im GZW

Individuelle Betreuung und Begleitung

Um die Frauen unterstützen zu können, bieten wir ihnen Nachhilfestunden an, die nach Wunsch im Wohnraum der Teilnehmerin stattfinden. So gewinnen wir einen persönlichen Kontakt, lernen die Familie und die Situation der Frauen besser kennen. Es melden sich Freiwillige aus dem GZW sowie aus der Pfarre Maria Hietzing, die unsere Arbeit unterstützen. Die Flüchtlingshilfe der Kamillianer bietet den Flüchtlingen einen menschlichen Kontakt, wo sie angenommen, ernst genommen und nach Möglichkeit unterstützt werden. Wir merken, dass die Flüchtlinge diesen Kontakt genießen und er ihnen Hoffnung gibt.

P. Alberto Marques de Sousa MI

Liebe Freunde unserer Missionare!

„Wir brauchen Ihre Unterstützung, um die von HIV betroffenen Jugendlichen zu fördern, damit sie sich eine bessere Zukunft schaffen können.“ Das schreibt P. Matthew Perumpil, der Direktor von Snehagram. Seine Bitte um Hilfe leite ich an Sie weiter. Sie zeigen immer wieder in großherziger Weise durch Ihr Gebet und Ihre finanzielle Gabe Ihre Verbundenheit mit unseren Missionaren und ihrem Dienst. Dafür sage ich Ihnen ein herzliches Vergelts Gott. Für P. Perumpil und seine MitarbeiterInnen ist jede Spende eine große Hilfe.
Auch die Flüchtlingshilfe der Kamillianer gibt Menschen Hoffnung und lässt sie Solidarität und konkrete Hilfe erleben. Danke, wenn Sie auch diese Hilfsaktion des Ordens hierzulande unterstützen.

Mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir bitten heute um Ihre Hilfe
für die Jugendlichen mit HIV in Indien.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
Spende für die Jugendlichen mit HIV in Indien



© Kamillianer 2016 - 20.08.2016 [Stand: 21.08.2016]zurück     nach oben