Kamillianer

Missionsprojekt 3/14 »
Camillian Home für »
behinderte Kinder in »
Lat Krabang, Thailand »

Missionswerk
Mission weltweit
bisherige
Missionsprojekte

[zum Seitenende]
[zurück]
Was ist neu?
Aktuelles
Kamillianer auf einen Blick
Gesamtauswahl
Spiritualität
geistliche Impulse
Gebete
Orden weltweit
Österr.Provinz
Mitarbeiter gesucht
Missionswerk
Gesundheitsdienst
Kamill. Schwestern
Die Kamill. Familie
Kamillus von Lellis
Ordensgeschichte
Textsammlung
Literatur
Links
Archiv
Seitenübersicht
Stichwortverzeichnis
Kontakt

Camillian Home – Heimat für behinderte Kinder in Lat Krabang, Thailand

Es gibt nur wenige Einrichtungen in Thailand, die sich um behinderte Kinder kümmern. Eine davon ist das „Camillian Home“, ein Zentrum für behinderte Kinder im Bezirk Lat Krabang, im Osten der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Bereits seit 1985 ist der italienische Kamillianerpater Giovanni Contarin in Thailand für die Armen tätig. 2008 gründete er das „Camillian Home“, ein einzigartiges Zentrum, das auf die Behandlung der Kinder mit ihren speziellen Bedürfnissen spezialisiert ist. Die Kinder erhalten dort individuelle Therapien und Betreuung, können ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten entfalten und bekommen vor allem Unterstützung und Zuwendung. Im „Camillian Home“ gibt es eine stationäre Einheit, in der zurzeit 25 Kinder leben, und eine Tagesbetreuung, die 52 Kindern zu Gute kommt.

Professionelle Hilfe und liebevolle Zuwendung

Von den 25 Kindern in der Wohneinheit sind einige Waisen, weil ihre Eltern an Aids gestorben sind. Andere wurden von ihren Familien verlassen, wieder andere wurden von der eigenen Familie ins Zentrum gebracht, weil sie mit der Pflege der Kinder überfordert waren. Viele dieser Kinder sind körperlich und geistig beeinträchtigt, ungefähr die Hälfte ist mit Aids infiziert, einige sind von Autismus, vom Down Syndrom, von Blindheit betroffen. Manche Kinder brauchen eine 24-Stunden-Hilfe, manche können nur mit der Sonde ernährt werden. Die Kinder finden professionelle fachliche Hilfe durch auf sie abgestimmte Therapien, das Zentrum bietet Aktivitäten, Lerneinheiten und Rehabilitation an, die Kinder erfahren liebevolle Zuwendung durch das Personal des „Camillian Home“. Die Tagesbetreuung bietet den Kindern, die in ihren Familien leben und täglich ins Zentrum kommen, die Möglichkeit, Unterricht, Arbeits- und Physiotherapie und vor allem gesunde Mahlzeiten zu bekommen – etwas was die meisten von ihnen bisher nicht genossen haben. Für sie wie für die Kinder in der Wohneinheit sind Reis, frisches Obst und Gemüse, reichlich Proteine (Fleisch, Tofu und Eier) und vor allem sauberes Trinkwasser wichtig – und Milchpulver mit hohem Proteinanteil für die Kinder, die mit der Sonde ernährt werden. Denn richtige Ernährung ist die Basis für eine gute physische, geistige und soziale Entwicklung. Das Zentrum holt die Kinder von ihren Familien ab und sorgt für all das, was sie benötigen – ohne Kosten für die Familien. Die Mahlzeiten nehmen die Kinder in der Tagesbetreuung und die im Zentrum wohnhaften Kinder gemeinsam ein. Dabei können sie miteinander essen, sprechen, Beziehungen knüpfen und einander helfen – und fühlen sich wie in einer Familie.

Lebensqualität verbessern, Verständnis fördern

Das Zentrum hilft aber nicht nur behinderten Kindern. Die Leiter, die Physiotherapeuten und andere MitarbeiterInnen besuchen regelmäßig die behinderten Menschen oder ihre Familien in den Gemeinden in der Nähe von Lat Krabang. Die Betroffenen bekommen Informationen, zum Beispiel über richtige Ernährung, und erhalten Unterstützung, damit sie ihre Situation besser meistern können. Das Zentrum versorgt sie mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Ziel ist es, die Lebensqualität der behinderten Menschen zu verbessern, ihre physische und geistige Entwicklung und ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern, vor allem aber auch, mehr Verständnis für die Bedürfnisse von behinderten Menschen zu wecken.

Das „Camillian Home“ wird von der thailändischen Stiftung San Camillo verwaltet. Das Zentrum erhält nur wenig Unterstützung von Seiten der Regierung. Ohne die Spenden von einzelnen Personen und Organisationen könnte es seine Tätigkeit der Nächstenliebe nicht entfalten. Vielen Kindern und Familien konnte diese segensreiche Einrichtung schon helfen – viele warten noch auf Hilfe.


Ebola-Epidemie in Westafrika - Kamillianer vor Ort

„Liebe Mitbrüder! Wir alle verfolgen mit Bangen die schreckliche Epidemie des Ebola-Virus, die vor allem Liberia und Sierra Leone betrifft.“ So beginnt der Brief des Generalsuperiors der Kamillianer, P. Leocir Pessini, vom 18. September 2014 an seine Mitbrüder. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Virus bereits über 3.000 Todesopfer gefordert, mehr als 6.000 Personen sind infiziert. Die Dunkelziffer liegt vermutlich wesentlich höher. Alarmierende Zahlen, die täglich neu korrigiert werden müssen. Es gibt keine Impfung und keine Therapie gegen das Virus, bis zu 90 Prozent der Infizierten sterben. Sierra Leone hat inzwischen wegen der Ebola-Epidemie seine Grenzen zu Liberia und Guinea geschlossen. Forscher prophezeien, dass es noch viel schlimmer kommen könnte und sich wöchentlich in ganz Westafrika weitere tausende Menschen anstecken könnten. Die Gesundheitsbehörden sind überfordert, es gibt zu wenig Klinikpersonal und zu wenig Krankenhausbetten. Internationale Hilfe fließt nur langsam. „Wir wollen den Schrei der Armen hören“, schreibt der Generalsuperior an seine Mitbrüder und richtet einen Appell an sie, für die Entsendung eine Sondierungsteams der Camillian Task Force bereit zu sein, das an Ort und Stelle abschätzen soll, „wie wir präventiv und effektiv helfen können“.

Wie Kamillianer helfen können

Der Kamillianer P. John Toai aus Vietnam ist bereits in Liberia und berichtet, im St. Joseph Krankenhaus in der Hauptstadt Monrovia seien zwei Krankenhausmitarbeiter am Virus gestorben. Das Krankenhaus musste vorübergehend geschlossen und desinfiziert werden. Danach sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder zur Arbeit kommen, sind aber weggeblieben, aus Angst, sich auch anzustecken. Es fehlt an Personal, die Finanzierung des Spitals ist nur noch kurze Zeit möglich. Die endgültige Schließung des Spitals wäre eine Katastrophe für die Menschen, denn das katholische Krankenhaus hat einen guten Ruf und wird von vielen aufgesucht. Nicht einmal mehr die medizinische Grundversorgung wäre gesichert. Konkret können nach Meinung von P. Toai die Kamillianer helfen, wenn sie einen Teil der Lücke im Krankenhaus schließen, so dass die medizinische und seelsorgliche Hilfe für die Menschen aufrecht bleibt, wenn sie haupt- oder ehrenamtliche Mitglieder mobilisieren, um das medizinische Personal über die wichtigsten Vorsichts- und Schutzmaßnahmen zu informieren. Das Bewusstsein, sich gegen das Virus zu schützen, ist gering. Oft, so P. Toai, würden Menschen erkrankte Angehörige teils zuhause verstecken und sie nicht zu Ärzten und ins Spital bringen, weil „sie dort ohnehin nur der Tod erwartet“. „Gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus ist der professionelle und engagierte Einsatz der Camillian Task Force für die Armen und Kranken in Zusammenarbeit mit allen kirchlichen und staatlichen Stellen notwendig“, schreibt P. Toai.

Liebe Freunde!

Den Schrei der Armen hören. Darum ging es dem hl. Kamillus von Lellis in seiner Liebe zu den Kranken, darum geht es den Kamillianern und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch heute. Sie, liebe Freunde, ermutigen und helfen uns durch Ihr Gebet und Ihre Spenden, für die Not der Menschen sensibel zu sein und zu bleiben. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Unterstützen Sie bitte die behinderten Kinder von Lat Krabang und die vom Ebola-Virus heimgesuchten Menschen in Westafrika.

Mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir bitten heute um Ihre Hilfe für die behinderten Kinder in Lat Krabang/Thailand und für die Ebola-Opfer in Sierra Leone.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
۞ Spende für die behinderten Kinder in Lat Krabang/Thailand
۞ Spende für die Ebola-Opfer in Sierra Leone



© Kamillianer 2014 - .2014 [Stand: .2014]zurück     nach oben