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Das Missionswerk der Kamillianer hilft somalischen Flüchtlingen in Wajir (Kenia)

Die seit 2011 anhaltende Dürre am Horn von Afrika beraubte viele Menschen ihrer Lebensgrundlage. Besonders betroffen waren und sind Kenia und Somalia. Hunderttausende Somalis flohen mit ihren Familien auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Hilfe in das Nachbarland Kenia. Das Missionswerk der Kamillianer hat in Zusammenarbeit mit der Camillian Task Force („Kamillianische Eingreiftruppe“) im Nordosten von Kenia (Wajir Bezirk) in einer ersten Phase der Intervention von Oktober 2011 bis Mai 2012 reagiert. Nach sorgfältiger Prüfung begann im Juni 2012 Phase zwei: die Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, damit die Menschen nicht in den Teufelskreis von Unterernährung und Armut geraten. Die Situation der Nahrungsmittelunsicherheit betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Haustiere (Kühe und Ziegen), die die Hauptquelle des Lebensunterhalts sind. Es ist notwendig, die Fähigkeit der Bevölkerung weiterhin zu stärken, die Situation der Nahrungsmittelknappheit und Krankheiten zu bewältigen.

Bau von Gewächshäusern, Ausbildung der Landwirte

Die Somalis sind nomadische Hirten und ihre Einbindung in eine sesshafte Landwirtschaft ist eine große Herausforderung. Doch nachdem sie sich der Notwendigkeit bewusst sind, dass sie selber ihr eigenes Leben sichern müssen und so nicht mehr gezwungen sind, auf internationale Nahrungsmittelhilfe zu warten, beschlossen sie, die Ausbildung in den Bereichen Landwirtschaft mit neuer Technologie, auf ihre spezielle Situation angepasst, zu beginnen. Eine der entsprechenden Strategien ist der Bau von Gewächshäusern für den ökologischen Landbau in der Wüste. Wir haben acht Dörfer ausgewählt. Nach reiflicher Überlegung, Diskussion und Entscheidung wurde die zweite Phase der Intervention mit dem Hauptziel der Ernährungssicherheit mit folgenden Aktivitäten erreicht:

Die Ausbildung der Landwirte umfasste Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzungstechniken und Wartung des Gewächshauses.

Seit Juni 2013 wurde ein Pilotprojekt im Dorf Maumau im Bezirk Wajir gestartet. Maumau hat als Schwerpunktbereich die Gründung von Bauernverbänden und Genossenschaften. Die Gemeinde ist in zwei ländlichen Genossenschaften (FC = Farming Community) organisiert, die jeweils aus 15 Mitgliedern besteht. Jede FC hat ein Bankkonto eröffnet, auf dem sie den Nettoerlös aus dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten hinterlegt, im Hinblick auf eine größere Investition für neue Betriebe. So lernen die Menschen, das Ergebnis der Arbeit zu verwalten, erkennen den Wert des Sparens und den Sinn von Investitionen.

Das Projekt Gewächshaus von Maumau erweist sich als positiv. Innerhalb von drei Monaten waren die Bauern in der Lage, eine erste Ernte von Bohnen, Tomaten, Paprika zu haben. Die nächsten drei Monate wurden für experimentellen Anbau von anderen Pflanzen und für die Untersuchung von in-house Produktion, von Samen für künftige Pflanzungen, verwendet.

Im Dezember 2013 begann die Vorbereitung der bäuerlichen Gemeinschaften in sieben Dörfern im Distrikt Wajir für die Umsetzung des Projekts „Gewächshäuser“. Einige Gewächshäuser wurden auch durch die „Missionarie Camilliane“ durchgeführt. Dieses Projekt ist ein Hilfsprogramm für ältere Frauen. Es soll die Stellung der muslimischen Frauen verbessern und sie zu produktiven Mitgliedern ihrer Gemeinden machen in Gleichstellung mit muslimischen Männern.

Medizinische Grundversorgung verbessern

Parallel zur Lebensmittelsicherheit wurde das Programm zur medizinischen Grundversorgung in den Dörfern von Wajir fortgesetzt. Im Dezember 2013 wurden insgesamt 1.775 Patienten durch das Team der mobilen Klinik besucht. Die Patienten in jedem Dorf werden monatlich besucht. Patienten, die mehr Untersuchungen brauchen, werden in die Klinik der „Missionarie Camilliane“ gebracht.

Das Labor der Klinik wurde mit neuen Apparaten ausgerüstet und ein zusätzlicher Labortechniker wurde angestellt. Die Apotheke liefert die lebenswichtigen Medikamente.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Camillian Task Force unterstützt zehn Betriebe in der Gemeinde. Jeder Betrieb besteht aus ca. sieben bis zehn Familien. Einige der geförderten Betriebe sind bereits gut unterwegs auf dem Weg zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Die anderen jedoch brauchen logistische und technische Unterstützung: Sie haben neue Wasserpumpen erhalten, um die Produktion und ihr Einkommen zu erhöhen. Darüber hinaus erhalten alle Informationen zur Pflege und regelmäßigen Wartung der Pumpen, sowie einige Anleitungen für die Reparatur kleinerer Schäden.

Die Pumpen werden nicht nur für die Bewässerung eingesetzt, sondern werden auch für die Förderung von Trinkwasser eingesetzt. Das Programm zielt darauf ab, 21 Brunnen in diesen Dörfern zu ermöglichen.

Das Projekt der Nahrungsmittelsicherheit im Dorf Maumau in Wajir ist ein ambitionierter Versuch, die durch zyklische Dürreperioden betroffene Bevölkerung, sowohl aus ernährungsphysiologischer Sicht wie wirtschaftlich unabhängig zu machen. „Der Schlüssel zum Ausstieg aus einem Zustand von Krankheit und Armut liegt in der Befähigung der Menschen, Gestalter ihres eigenen Schicksals zu werden. Eine humanitäre Mission gelingt nicht mit Almosen, sondern mit der Sensibilisierung und Aufklärung der Menschen.“

Liebe Freunde!

In unserer letzten Aussendung haben wir um Hilfe für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen und für die Gemeinschaft der Kamillianer von Bossemptelè in Zentralafrika gebeten. Wieder haben Sie großzügig geholfen. Herzlichen Dank dafür. Diese Missionsnachrichten zeigen erneut, worum es den Kamillianern und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrem Engagement geht: um Hilfe zur Selbsthilfe. Das vermindert die Abhängigkeit, stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Ressourcen der Menschen. So werden sie auch durch Aus- und Weiterbildung sensibilisiert und zu eigenständigem Handeln ermutigt und schöpfen Zuversicht und Hoffnung. Unterstützen Sie bitte die somalischen Flüchtlinge in Wajir mit Ihrem Gebet und Ihren Spenden.

Mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir bitten heute um Ihre Hilfe für die Projekte des Missionswerks der Kamillianer zugunsten der somalischen Flüchtlinge im Bezirk Wajir in Kenia..

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:

۞ Spende für die Klinik der „Missionarie Camilliane“

۞ Spende für das Dorf Maumau – Projekt Nahrungsmittelsicherheit






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