Kamillianer

Missionsprojekt »
    1/2014 »
Philippinen und »
Zentralafrika »

Missionswerk
bisherige
Missionsprojekte

[zum Seitenende]
[zurück]
Was ist neu?
Aktuelles
Kamillianer auf einen Blick
Gesamtauswahl
Spiritualität
geistliche Impulse
Gebete
Orden weltweit
Österr.Provinz
Mitarbeiter gesucht
Missionswerk
Gesundheitsdienst
Kamill. Schwestern
Die Kamill. Familie
Kamillus von Lellis
Ordensgeschichte
Textsammlung
Literatur
Links
Archiv
Seitenübersicht
Stichwortverzeichnis
Kontakt

Erdbeben und Taifun
erschüttern die Philippinen
Kamillianer leisten Soforthilfe


Sr. Didith von den Kamillianischen Schwestern und das Team der Kamillianischen Eingreiftruppe leiten die Lebensmittelversorgung für Opfer der Taifunkatastrophe in Basey, West Samar

Innerhalb kurzer Zeit haben Ende des Jahres 2013 zwei Naturkatastrophen die Inselgruppe der Philippinen im Pazifik schwer getroffen und Spuren der Verwüstung hinterlassen. Am 15. Oktober 2013 frühmorgens bebte auf der Insel Bohol im Zentrum der Philippinen die Erde mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala. Nach staatlichen Angaben starben 222 Menschen, mehr als 73.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Drei Wochen später, am 8. November 2013, raste der Taifun „Yolanda“ (internationaler Name „Haiyan“) mit Spitzengeschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern über den Osten der Philippinen hinweg und entfesselte Tsunami-ähnliche Sturmfluten und Erdrutsche. Besonders betroffen waren die Provinzen Leyte und Samar. Offiziellen Angaben zufolge forderte Haiyan 6.109 Todesopfer, 1.779 Menschen werden vermisst, weit mehr als eine Million Häuser wurden zerstört, über 890.000 Familien verloren ihr Zuhause. Der Taifun verwüstete ein Gebiet, das größer ist als ganz Österreich. Die Schäden in der Landwirtschaft und an der Infrastruktur betragen Schätzungen nach über 600 Millionen Euro.


Lebensmittelversorgung für Opfer der Taifunkatastrophe in Basey, West Samar

Im Dauereinsatz

Die vor rund 15 Jahren gegründete Kamillianische Eingreiftruppe („Camillian Task Force“) hat sich auch bei dieser Naturkatastrophe bewährt. Kamillianer und Freunde der Kamillianer, Experten aus andern Ordensgemeinschaften, Hilfskräfte vor Ort und Freiwillige sind vielfach unter großen Strapazen, weil Brücken und Straßen zerstört waren, so rasch als möglich in die betroffenen Gebiete geeilt und haben den Menschen schnell und unbürokratisch geholfen. Sie haben Hilfsgüter, Lebensmittelpakete und Hygiene-Sets verteilt, Verletzungen medizinisch versorgt und die Trinkwasserversorgung sichergestellt. Kinder und Jugendliche wurden psychologisch betreut. Die Teams haben Unterrichtsmaterial mitgebracht, Baustoffe für Notunterkünfte zur Verfügung gestellt, bei der Sanierung von Häusern und Kapellen geholfen und mit den Menschen gebetet und Gottesdienst gefeiert. 25.000 Familien hat die Kamillianische Engreiftruppe in den letzten Monaten erreicht. Viele sind noch auf Hilfe angewiesen.


Der Chirurg Dr. Gilbert Cabigon vom St. Kamillus-Hospital verbindet die Wunde eines Kindes in Samar.

Ein Ort der Hoffnung

Bossemptelè ist ein Dorf mit 15.000 Einwohnern im Nordwesten der Zentralafrikanischen Republik, ca. 350 Kilometer von der Hauptstadt Bangui entfernt. 2010 sind Kamillianer und kamillianische Schwestern aus dem westafrikanischen Benin, wo der Orden der Diener der Kranken viel Nachwuchs hat, in das Land gekommen. Seither gibt es in Bossemptelè eine kleine kamillianische Gemeinschaft von drei Patres, die in der Pfarrseelsorge, als Krankenpfleger und in der Leitung des Krankenhauses, dem einzigen im Umkreis von 60 Kilometern, arbeiten. Die kamillianischen Schwestern führen eine angesehene Grundschule. Für die Bewohner von Bossemptelè und weit darüber hinaus sind die Patres und Schwestern ein Lichtblick in ihrem düsteren Alltag.

Die Zentralafrikanische Republik, ein an Bodenschätzen reiches Land mit rund fünf Millionen Einwohnern, flächenmäßig fast zwei Mal so groß wie Deutschland, wurde immer wieder von Militärrevolten, Staatsstreichen und Bürgerkriegen gelähmt. Auch die Unabhängigkeit von Frankreich, die das Land 1960 erlangte, hat daran nichts geändert. Immer wieder versuchen zudem Nachbarstaaten wie der Sudan, der Tschad und die Demokratische Republik Kongo, sich Einfluss und Macht zu sichern. Leidtragende war und ist bis heute die Zivilbevölkerung. Die staatliche Ordnung ist zusammengebrochen, es gibt so gut wie keine Infrastruktur, Wasser und Stromversorgung sind äußerst prekär.


Kamillianerpater Johnjay und die kamillianische Schwester Naty verteilen Material zum Bau von Schutzhäusern an die Überlebenden des Erdbebens in Bohol.

Zuflucht in Kirchen und Spitälern

Gegenwärtig sind es muslimische Rebellen, die vor allem gegen Christen plündernd und mordend durchs Land ziehen, Häuser, Schulen und Spitäler zerstören. Gegen die muslimischen Rebellengruppen haben sich christliche Bürgerwehren gebildet, die mit brutaler Gewalt zurückschlagen. Zwischen die Fronten geraten sind wiederum die Zivilisten, die Gewaltakten von beiden Seiten ausgesetzt sind. Hunderttausende Menschen wurden bereits vertrieben. Erst kürzlich warnte die UNO vor einem Völkermord in der Zentralafrikanischen Republik. Täglich kommen neue Schreckensmeldungen über Massaker an Muslimen oder Christen. Schutz suchen die Menschen in Kirchen, Krankenhäusern oder Moscheen.

Es fehlt an allem

Ende Jänner 2014 wurde auch die Kamillianer-Gemeinschaft von Bossemptelè angegriffen. Den Patres ist Gott sei Dank nichts geschehen. Aber in ihr Haus wurde eingebrochen, die Türen wurden zertrümmert und alles wurde mitgenommen, was zu finden war — auch das Auto und der Motorroller der Missionare. Ein schlimmer Verlust, denn die Fahrzeuge werden dringend gebraucht, um ins Krankenhaus zu kommen, die Kranken, wenn möglich, zuhause zu besuchen und medizinisch zu versorgen und zum Gottesdienst in die umliegenden Stationen zu fahren. Das Krankenhaus neben der Schule der Schwestern ist zu einem Zufluchtsort für die leidende Bevölkerung geworden. 550 Menschen sind dort untergekommen, mit allen Problemen der Hygiene und der Lebensmittelversorgung, die wir uns vorstellen können.


Ein Arzt und eine kamillianische Schwester machen Visite im Spital von Bossemptelè. Im Krankenhaus gibt es keinen Strom, kein Telefon, keine Kanalisation und kein fließendes Wasser. Die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 48 Jahren.

Liebe Freunde!

Die Arbeit unserer Missionare im Dienst an den Armen und Kranken findet bei Ihnen immer großes Interesse. Dafür danke ich Ihnen. Ganz besonders danke ich Ihnen, dass Sie die kamillianischen Gesundheitseinrichtungen mit Ihrem Gebet und Ihren großzügigen Spenden unterstützen und uns damit ermöglichen, Menschen ein Stück Hoffnung zu schenken. Ihre Solidarität und Hilfe trägt dazu bei, dass die Stimme der Kranken und Leidenden gehört und dass ihnen geholfen wird. Ob Sie die Opfer des Taifuns auf den Philippinen unterstützen oder die Kamillianer-Gemeinschaft von Bossemptelè in der Zentralafrikanischen Republik: Sie können mit Ihrer Hilfe viel Gutes tun und Not lindern.

Mit dankbaren Grüßen

P. Leonhard Gregotsch

P. Leonhard Gregotsch
Leiter des Missionswerks

Wir bitten heute um Ihre Hilfe für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen und die Gemeinschaft der Kamillianer von Bossemptelè in Zentralafrika.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
Spende für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen
۞ Hilfsgüter und Verbandmaterial
۞ Hilfe für Häuserbau

Spende für die Gemeinschaft von Bossemptelè
۞ Anschaffung eines Autos für Seelsorge- und Krankendienst


Die kamillianische Schwester Giuseppina mit Kindern von Bossemptelè.




Eine Nachricht aus Benin:


Durch großzügige Spenden konnten das Missionswerk der Kamillianer und die MIVA für Sr. Felicia Inibide in Natitingou in Benin ein Auto finanzieren. Hier ihre Mitschwester Justine beim Besuch eines Dorfes einige Kilometer vom Schwesternkonvent entfernt.

© Kamillianer 2014 - 20.05.2014 [Stand: 20.05.2014]zurück     nach oben