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Flutkatastrophe in Nordindien


Die Kamillianische Eingreiftruppe CTF rettete 3.000 Menschen vor den Folgen der Flutkatastrophe in Nordindien.

Kamillianer helfen tausenden Opfern

Heuer gab es im Sommer bei uns schwerste Regenfälle. Flüsse wie die Donau traten über die Ufer und richteten große Schäden an. Zur selben Zeit verwüsteten sintflutartige Regenfälle in Nordindien ganze Landstriche. Unsere Medien nahmen davon kaum Notiz.

Sintflutartige Regenfälle

Zwei Tage lang öffneten sich im Sommer 2013 über Indiens Himalaja-Region Uttarakhand die Schleusen des Himmels. Gletscherseen und Flüsse gingen über, Sturzfluten und Erdrutsche rissen Dörfer mit sich und verwüsteten ganze Städte in einem Gebiet so groß wie Ober-, Niederösterreich und das Burgenland zusammen. Mehr als 14.000 Menschen kamen ums Leben. 6.000 blieben spurlos verschwunden. Zerstört wurde die gesamte Infrastruktur: Wasser- und Stromleitungen, hunderte Straßen, über 40 Brücken – seit Menschengedenken die größte Katastrophe, die der Himalaja je gesehen hat.


Er trotzt allen Sturzfluten: ein alter Hirte mit seiner Herde.

Im Katastropheneinsatz

Um bei solchen Naturkatastrophen schnell und unbürokratisch helfen zu können, wurde vor rund zwölf Jahren die Kamillianische Eingreiftruppe („Camillian Task Force - CTF“) gegründet. Hier arbeiten Kamillianer mit Experten aus anderen Ordensgemeinschaften und Hilfskräften vor Ort zusammen. Erste große Bewährungsprobe war im Jahr 2004 der verheerende Tsunami in Ostasien. Seitdem war die Eingreiftruppe ständig im Einsatz, an Brennpunkten der Not, wo Kamillianer immer herausgefordert sind: die Bekämpfung von Krankheiten wie Aids, gesundheitliche Hilfe in Flüchtlingslagern und vor zwei Jahren dann die große Hilfsaktion für die Hungernden am Horn von Afrika. Der Entschluss der Kamillianer, den Dienst des Ordens an den Armen und Kranken, die von Naturkatastrophen heimgesucht werden, zu verstärken, kam im rechten Augenblick.

So konnte auch jetzt in Nordindien unter der Leitung von Pater Siby Kaitharan schnell eine Eingreiftruppe gebildet werden. Am 3. August stand sie bereit, um gemeinsam mit der „Katholischen Gesundheitsvereinigung Indiens“ und lokalen Behörden erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten.


Nordindien 2013: Sintflutartige Regenfälle rissen hunderte Häuser mit sich.
14.000 Menschen verloren ihr Leben. Hunderttausende wurden obdachlos.

Erste Überlebenshilfe

Vorrangig ging es darum, rund 3.000 Menschen mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser zu versorgen. Oft war auch schnelle medizinische Hilfe dringend notwendig, sei es bei den erlittenen Verletzungen, sei es bei drohenden Infektionskrankheiten. Angesichts mangelnder sanitärer Anlagen war auch immer wieder mit Seuchen zu rechnen. Deshalb zählten die Aufbereitung von Trinkwasser und die Instandsetzung von Brunnen zu den wichtigsten Aufgaben, ebenso wie die Einrichtung bzw. Reparatur der sanitären Anlagen. Rund 120.000 Euro wurden für diese ersten Hilfsmaßnahmen bereit gestellt; sie waren schnell aufgebraucht. Doch die Hilfe muss weitergehen. Jetzt sollen im Dorf Simlakala für fünfzig arme Familien, die in den Sturzfluten ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, einfache Häuser errichtet werden. Das kostet noch einmal rund 142.000 Euro, abgesehen von den fortlaufenden Kosten für die Lebensmittelhilfe, Medikamente, die medizinische Versorgung.

„Es wird noch lange dauern …“

Zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt die nordindische Diözese Bijnor, mit der die Kamillianer eng zusammenarbeiten. Verzweifelt bittet Pater Siby im Namen des völlig mittellosen Bischofs um Hilfe: „Tausende sind gestorben, Tausende haben ihre Häuser und ihre ganze Lebensgrundlage verloren; Tausende nicht identifizierte Leichen wurden gefunden, Tausende werden noch vermisst. Es wird noch lange dauern, bis wieder so etwas wie Normalität eingekehrt ist. Wir appellieren an alle, uns mit ihrem Gebet und finanzieller Hilfe zu unterstützen. Wir garantieren, dass jeder Euro und jeder Cent auch wirklich die Menschen erreicht, für die er bestimmt ist und die existenziell darauf angewiesen sind …“ Diese dringende Bitte möchte ich heute an Sie, liebe Freunde unserer Missionare, weitergeben. Bitte, helfen Sie in dieser akuten Not so großzügig wie immer.


Eine Kommission leitet mit den Kamillianern erste Hilfsmaßnahmen ein.

Liebe Freunde!

Mit großer Freude dürfen wir heute Rückschau halten. Wiederum haben Sie uns bei unseren wachsenden Aufgaben großzügig unterstützt. Dank dieser Hilfe konnten wir im Jahr 2012 insgesamt 713.712 Euro für Heil und Heilung in der Welt bereitstellen. Einen großen Teil davon haben die Leser und Leserinnen unserer Missionsnachrichten aufgebracht. Ihnen sei dafür von Herzen gedankt, vor allem im Namen der vielen Menschen auf der Schattenseite des Lebens, deren Wunden wir durch Ihre Hilfe heilen und die durch Ihre Solidarität ein Stück Hoffnung erfahren durften. Schwerpunkt war wieder der „Hoffnungskontinent“ Afrika, vor allem die westafrikanischen Länder Benin und Burkina Faso. Dort kann man geradezu von einer Blüte des Ordens sprechen, was die Zahl der Berufungen angeht. Mit insgesamt 372.840 Euro konnten wir bei gesundheitlichen Projekten helfen. 175.000 Euro gingen nach Asien, vor allem nach Indien, wo der Orden sich ebenfalls über volle Seminare freuen kann. Mit 36.500 Euro unterstützten wir Projekte in Lateinamerika, wo die Kamillianer schon seit Jahrzehnten auf vielen gesundheitlichen und sozialen Arbeitsgebieten tätig sind und über entsprechend starke Strukturen verfügen.

Ein besonderer Dank geht an die treuen Spenderinnen und Spender, die nach der letzten Aussendung dem in Not geratenen Behindertenheim in Indien geholfen haben. Wenn „Indien“ auch diesmal ein Schwerpunkt unserer Hilfe ist, dann ist das auch ein Zeichen der Dankbarkeit und der Anerkennung, dass einige indische Kamillianer schon seit dem Jahr 2005 bei uns in Österreich tatkräftig mitarbeiten und uns in unseren vielfältigen Aufgaben in Wien und Salzburg unterstützen.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck: Spende für die Flutopfer in Indien

Wir danken für alle Unterstützung und bitten heute
für die Opfer der Flutkatastrophe in Indien.


Das Zeugnis von der barmherzigen Liebe Christi zu den Armen vollständig zu leben - das Leitbild der Kamillianischen Eingreiftruppe.

© Kamillianer 2013 - 20.09.2013 [Stand: 20.09.2013]zurück     nach oben