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Hungerhilfe in Armenien
und Burkina Faso



Pater Cuccarollo sucht die armen und bedürftigen Familien im armenischen Hochland auch zu Hause auf.

Von Armenien bis Burkina Faso
Im Kampf gegen Hunger und Krankheit

„Redemptoris Mater – Mutter des Erlösers“, so nennt sich ein Rundschreiben des unvergessenen Papstes Johannes Paul II. über die Gottesmutter Maria – und auch ein kleines Kamillianer-Krankenhaus in Armenien. Vor zwanzig Jahren, nach einem verheerenden Erdbeben im Kaukasus mit über 25.000 Todesopfern, hatte es der Papst als Zeichen seiner Solidarität dem armenischen Volk geschenkt und die Leitung dem Kamillianerorden anvertraut.

Auf 2.040 Meter Seehöhe

Das 100-Betten-Spital wurde von der italienischen Caritas im kargen Norden des Landes auf 2.040 Meter Seehöhe errichtet, genauer bei der Stadt Ashotsk. Es führt Abteilungen für Chirurgie, innere Medizin, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Rund 50.000 Männer und Frauen werden im Jahr medizinisch betreut; an die 300 Kinder erblicken hier das Licht der Welt. Die Patientinnen und Patienten kommen aus verschiedenen Gegenden Armeniens, aber auch aus dem nur zwölf Kilometer entfernten Nachbarland Georgien. Zur Gesundheitsversorgung der umliegenden Bevölkerung unterhält das Spital 22 Ambulatorien. Verantwortlich für alles ist Pater Mario Cuccarollo.


Pater Mario Cuccarollo leitet das Kamillianerspital in Armenien.

Das Spital als Sozialzentrum

Der Unterhalt des Krankenhauses mit den Gehaltszahlungen und den Kosten für die Medikamente und medizinische Geräte macht Pater Cuccarollo große Sorgen. Wegen des rauen Klimas ist nach zwanzig Jahren auch manches schon baufällig und müsste dringend saniert werden. Hinzu kommt, dass sich das Krankenhaus zu einer umfassenden Sozialstation für die bitterarme Bevölkerung entwickelt hat. Das von Armut, Hunger und Kälte geprägte harte Leben auf dem Hochland macht die Menschen krank. Vor allem trifft es die kinderreichen Familien. Immer wieder klopft es an der Klosterpforte und die Kamillianer helfen mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und Medikamenten. 29.000 Kilogramm Milchpulver, Reis und Nudeln waren es im vergangenen Jahr; 10.000 Kilo Kleidung und 20.000 Kilo Medikamente und medizinische Geräte - eine beachtliche Bilanz der Menschlichkeit. Das Meiste davon stammt aus Spenden aus Italien, die in Containern nach Armenien verschickt werden. Wir kennen das von den Hilfsgütern, die einst unser Pater Dr. Anton Gots in Ungarn für notleidende Menschen erhalten hat.

Die Armenier sind stolz darauf, dass ihr Land im Jahr 301 als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion erhoben hat. Heute ist die geistig-geistliche Not der 3,2 Millionen Einwohner so groß wie ihre materielle. Fünfzig Jahre Kommunismus haben eine Leere an Kultur und Lebenssinn hinterlassen. Die Katholiken bilden im orthodoxen Armenien nur eine winzige Minderheit. Umso wichtiger ist es, dass so viele Menschen, auch in Österreich, helfen und die harte Arbeit der Kamillianer für die Kranken und Hungernden in Armenien wie auch im benachbarten Georgien unterstützen.

Schauplatz Afrika


Pater François Kientega – Leiter der Gefangenenseelsorge in Burkina Faso.

Im letzten Projekt haben wir die Aids-Kampagne der Kamillianer in Burkina Faso vorgestellt. In diesem armen westafrikanischen Land sind die Kamillianer stark auf gesundheitlichem Gebiet engagiert, zum Beispiel in ihrem großen Krankenhaus in der Hauptstadt Ouagadougou. Eine weitere Aufgabe ist die Gefangenenseelsorge im Gefängnis von Ouagadougou. Dieses Gefängnis dürfte – wie wohl sonst auch in Afrika – eine Vorstufe zur Hölle sein. Gebaut wurde es für 500 Häftlinge. Tatsächlich sind hier 1.600 Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht. Die Zustände kann man sich leicht vorstellen, allein was das Essen, Körperpflege und Hygiene angeht. Gewalt, Kriminalität und Korruption prägen den Gefängnisalltag. Immer wieder kommt es zu Revolten, zuletzt im Februar 2011. Immerhin ist den Kamillianern ein Mindestmaß an Hilfe möglich. Angesichts der von Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Hunger gequälten Menschen versuchen sie Trost zu spenden und die Lebenskräfte zu stärken. Leiter der Seelsorge ist Pater François Kientega. Für ihn schließt Gefängnisseelsorge selbstverständlich auch die Sorge um den Leib ein. So bietet ein Kamillianer-Arzt regelmäßig medizinische Betreuung an. Um die Kranken mit den notwendigen Medikamenten zu versorgen, wurde eine eigene Apotheke eingerichtet. Damit die Häftlinge nicht auf dem Boden schlafen müssen, werden Strohmatten ausgegeben. Und damit sie sich selber bzw. ihre Angehörigen etwas kochen können, bekommen sie einmal pro Woche einige Grundnahrungsmittel wie Reis, Brot und Zucker.


Ouagadougou: Eine Gruppe von Gefängnisinsassen beim Waschen im Gefängnishof.

Das neuste Projekt der Kamillianer ist eine Bäckerei, die die Häftlinge regelmäßig mit Brot versorgen soll. Die Ärmsten bekommen es gratis, die anderen für einen minimalen Betrag. Auch auf zahlungskräftige Kunden von auswärts hofft man. Außerdem können Strafgefangene hier auch eine Bäckerei-Lehre beginnen. Die genauen Pläne und Kostenvoranschläge liegen seit dem letzten November vor. Ebenso ein begeistertes Empfehlungsschreiben des Erzbischofs von Ouagadougou. Auch ein Bäckermeister als Leiter der Backstube steht schon bereit. Umgerechnet 9.000 € soll das Projekt kosten. Hinzu kommen die Aufwendungen für den regulären Betrieb – in jedem Fall eine Summe, die die Kamillianer in Burkina Faso allein nicht aufbringen können. „Bitte helfen Sie uns“, schreibt uns Pater Kientega, und erinnert an die Geschichte der biblischen Brotvermehrung, die Bitte Jesu an seine Jünger: Gebt Ihr ihnen zu essen … Eine Bitte, die auch in unserer Zeit nichts an Aktualität verloren hat.

Liebe Freunde unserer Missionare!

Von Armenien bis ins afrikanische Burkina Faso: ein Zeugnis der weltweiten Arbeit des Kamillianerordens und zugleich ein bedrückendes Zeichen, wie weit elementare Not noch immer verbreitet ist. Bitte, unterstützen Sie uns in unserem Kampf gegen Hunger und Krankheit. Sei es Pater Cuccarollo in Armenien mit seinem Spital und seinen Hilfsaktionen für arme kinderreiche Familien, seien es die Kamillianer in Burkina Faso, die den Gefangenen das tägliche Brot geben wollen. Bitte, helfen Sie großzügig, wie sie zuletzt auch die Aids-Kampagne der Kamillianer in Burkina Faso unterstützt haben. Für Ihre Gebete und Gaben herzlichen Dank!

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck: Hungerhilfe der Kamillianer

Wir danken für alle Hilfe und bitten heute
für die Hungerhilfe der Kamillianer.


Viele junge Menschen in Burkina Faso wollen sich als Kamillianer
in den Dienst armer und kranker Menschen stellen.

© Kamillianer 2012 - 05.10.2012 [Stand: 05.10.2012]zurück     nach oben