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Strahlen der Liebe in Indien
Aids-Aufklärung in der Schule

Die Kamillianer im Kampf gegen Aids

Aids. Die Welt-Aidskonferenz im Juli 2010 in Wien hat erneut den Finger auf diese große Wunde der Menschheit gelegt. Zugleich wurde deutlich, dass im Kampf gegen Aids Fortschritte erzielt sind. Die katholische Kirche steht dabei an vorderster Front. Und auch die Kamillianer, die sich von Anfang an der Herausforderung durch Aids gestellt haben.

Weltweit betreiben die Kamillianer eine ansehnliche Reihe von Aidszentren und arbeiten in der Koordination der Aidshilfe und in der Aids-Forschung an hervorragender Stelle mit. Zum Beispiel in Indien, wo alle Gesundheitszentren der Kamillianer aidskranken Menschen und Sterbenden offen stehen und sie auch eine eigene Schule für Aids-Waisen eingerichtet haben.


Kamillianerpater Siby Kaitharan spricht einem aidskranken Mann Mut zu.

Erst Lepra, dann Aids

Snehakiran – Strahlen der Liebe”, so nennt sich die jüngste Einrichtung der Kamillianer in Indien. Im letzten Jahr konnte die junge und im Dienst an den Armen und Ausgestoßenen der Gesellschaft äußerst engagierte Gemeinschaft ihr 25. Jubiläum feiern. Vor 25 Jahren ging es vor allem um die Sorge für Leprakranke, damals die Ärmsten der Armen. Bis plötzlich die Aidsseuche ausbrach und auf eine völlig unvorbereitete und hilflose Gesellschaft traf. Nun waren die Ärmsten der Armen die Aidskranken. Für sie richteten die Kamillianer 1997 am Stadtrand von Bangalore im Bundesstaat Karnataka ein Haus ein. Später wurde dieses Haus in der Betreuung von Aidskranken bahnbrechend. Mit den hier gesammelten Erfahrungen entstand im Jahr 2001 in Mangalore ein weiteres Zentrum für Aidskranke. Heute unterhalten die Kamillianer im ganzen Land sieben derartige Gesundheitseinrichtungen.


„Snehakiran - Strahlen der Liebe”.
So nennt sich das neue Aidszentrum der indischen Kamillianer.

Jüngste Gründung ist das im Jahr 2008 eröffnete „Snehakiran-Zentrum” in Hyderabad. Das Haus bietet Platz für 30 bis 40 Patienten: Männer, Frauen, auch Ehepaare und Waisenkinder, alle sind willkommen. Zwei Kamillianer und sechs, sieben Krankenschwestern sorgen für sie. Für Notoperationen steht ein eigener OP-Raum mit einem Arzt zur Verfügung. Aus Angst vor Ansteckung werden Aidskranke in öffentlichen Spitälern nicht operiert. Im Gegenteil, man schickt sie zu den Kamillianern.

Die Kamillianer mit den Schwestern tun alles medizinisch Mögliche. Mit Hingabe pflegen sie die Patienten, verbinden ihre Wunden, sprechen Mut zu und bieten alle nur denkbare Hilfe an, angefangen von psychologischer und physiotherapeutischer Betreuung bis hin zu Reha-Maßnahmen. Und wenn es zu Ende geht, findet bei ihnen jeder einen Platz für ein menschenwürdiges Sterben. Da die Kranken fast immer mittellos oder von ihrer Familie verstoßen sind, fallen alle Kosten dem Orden zu: angefangen von der medizinischen Behandlung über die Medikamente bis hin zum Lebensunterhalt.

Operation
Der Kamillianer Antony Raj ist Krankenpfleger.
Hier assistiert er bei einer Operation.

Ganzheitliche Hilfe

Der Kampf gegen Aids schließt aber noch viel mehr ein als die unmittelbare Sorge um den kranken Menschen. Da geht es um Prävention, Information über Hygiene und eine gesunde Lebensweise und einen Lernprozess der ganzen Gesellschaft. Aids darf kein gesellschaftliches Todesurteil sein. Die Kranken müssen lernen, mit ihrer Krankheit zu leben. Die Gesellschaft muss lernen, aidskranke Menschen zu akzeptieren und sie wieder in das Leben zurückzulassen – keine leichte Aufgabe, der sich die indischen Kamillianer stellen. Und doch ist es in einer in vieler Hinsicht gespaltenen und zerrissenen Gesellschaft wie in Indien ein starkes Zeichen der Humanität und christlicher Liebe, das die Kamillianer hier geben.

Aids-aufklärung
Die Kamillianer in Indien gehen in die Schule.
Pater Antony klärt hier hunderte Schüler über Aids auf.

Auf Dauer ist dieses große Engagement finanziell kaum durchzuhalten. Die beiden Kamillianer Pater Antony Raj und Pater Siby Kaitharan bitten um Unterstützung bei der Finanzierung der Arztkosten, der Medikamente und des Lebensunterhalts. Für 30 Patienten rechnen sie pro Jahr mit insgesamt € 42.000. € 10.000 machen allein die Lebensmittel aus, rund € 11.000 die Medikamente. Es ist ein dringender Hilferuf, der uns da aus Indien erreicht, und wir bitten Sie als die treuen Freunde der Kamillianer um einen großzügigen Beitrag. Denn die „Strahlen der Liebe”, die diese engagierten Kamillianer aussenden, sollen doch auch morgen noch viele arme und kranke Menschen erreichen!

Und noch eine Bitte

Sie erreicht uns aus Madagaskar. Hier waren Elisabeth und Enzo Caruso aus Wien viele Jahre lang in den Lepradörfern Isifotra und Ilena mit großem Einsatz tätig. Auch nach ihrer Rückkehr sind sie den Menschen dort noch stark verbunden, vor allem dem Lazaristenpater Giovanni Razzu, der seit 48 Jahren im Süden Madagaskars arbeitet. Jetzt hat dieser eine große Bitte: In Analavoka bei Ihosy gibt es eine von einheimischen Ordensfrauen geleitete Volksschule mit ungefähr 300 Schülerinnen und Schülern. 50 Kinder kommen von auswärts und für sie ist der Schulweg einfach zu weit und obendrein sehr gefährlich. Die Schwestern planen gemeinsam mit P. Razzu den Bau eines kleinen Schülerheims. Das kostet ca. € 15.000. Mancher Spender ist schon bereit, zu helfen, aber in Summe reicht es noch nicht. So fragt Pater Razzu in aller Bescheidenheit, ob nicht unser Missionswerk einen Baustein dazu beitragen kann ...


48 Jahre in Madagaskar: Missionar P. Giovanni Razzu (links)
arbeitete eng mit Enzo Caruso zusammen.

Liebe Freunde unserer Missionare!

Bitte, helfen Sie auch dieses Mal gewohnt großzügig, den Kindern im fernen Madagaskar ebenso wie auch den aidskranken Menschen in Indien. Danken möchten wir, dass unsere Bitte um Spenden für unsere Osteuropahilfe so viele offene und hilfsbereite Menschen erreicht hat. Die Verwirklichung des neuen Sozialzentrums für die Roma ist damit ein ganzes Stück näher gerückt. Zugleich erinnern wir daran, dass alle Hilfsgüter für notleidende Menschen in Ost-Ungarn nicht mehr von unserem Kloster, sondern nur über die Caritas Nyíregyháza verteilt werden.

Am Ende dieses Jahres danken wir Ihnen von Herzen für all ihre Hilfe, für Ihre Gebete und Zeichen der Solidarität mit unseren Missionaren, im gemeinsamen Dienst an Heil und Heilung der Welt. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Weihnachtszeit und Gesundheit, Frieden und Gottes Segen für das Jahr 2011.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
Aidszentrum in Indien.

Wir danken für alle Hilfe und bitten heute
für das neue Aidszentrum der Kamillianer in Indien.

feierlichen Verbrennungs-Zeremonie
Friede seiner Asche: Nach hinduistischer Tradition
wird jeder Verstorbene in einer feierlichen Zeremonie verbrannt.

© Kamillianer 2010 - [Stand: 06.12.2010]     zurück     nach oben