Kamillianer
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Samar - das Spital der Armen

„San Camillo“ auf den Philippinen

7.103 Inseln zählen die Philippinen. Doch der Reichtum des Landes sind nicht die Inseln, sondern die Jugend. 80 Prozent der Einwohner sind unter 25 Jahren. Auch die Kamillianer sind jung. Seit 2003 bilden sie eine eigene Ordensprovinz. Doch mit der Zahl der Berufe wachsen auch die Aufgaben.

das Spital „San Camillo“
Das Kamillianer-Spital in Calbayog auf der philippinischen Insel Samar.
 

Kein Tropen-Paradies

Vor zwölf Jahren, 1996, gründeten die Kamillianer in Calbayog auf der Insel Samar, 500 Kilometer südöstlich von Manila, ein Krankenhaus. Die Insel zählt zu den ärmsten Gebieten der Philippinen. Von der Größe und Einwohnerzahl her ist sie mit Oberösterreich vergleichbar: 12.000 Quadratkilometer und 1,2 Millionen Einwohner.

Die fruchtbare Insel könnte ein Paradies sein. Unübersehbar sind die großen Ananas- und Bananenplantagen. Mangrove, Tamarinde und natürlich Kokospalmen finden sich in Fülle. Doch das Leben auf Samar ist gefährdet. Immer wieder zerstören Taifune die Reisfelder und Kokosnussplantagen und vernichten die Fischerboote. Nur die asphaltierte Hauptstraße hält dem Regen stand, alle anderen werden zur Schlammwüste. Die aus Holz und Stroh gebauten Häuser bilden für die Taifune eine leichte Beute. Tausende Familien werden Jahr für Jahr obdachlos. Tatsächlich ist Samar kein Paradies, sondern massiv unterentwickelt.

Behinderte Kinder werden bevorzugt
Behinderte Kinder – sie werden im Kamillianer-Spital bevorzugt.
 

Auf gesundheitlichem Gebiet fehlte es vor der Ankunft der Kamillianer an allem. Es gab keine Ärzte, keine Medikamente, keine Säuglingsfürsorge. Sauberes Trinkwasser kannte man kaum, von den sanitären Anlagen ganz zu schweigen. Noch immer ist hier die Kindersterblichkeit so hoch wie in keinem anderen asiatischen Land. Die Menschen leiden an Krankheiten wie Tbc, Malaria und Darmkrankheiten. Gefährdet sind vor allem Kinder und Jugendliche. Fast alle sind unterernährt.

Das alles hatte sich mit dem Bau des 60-Betten-Spitals der Kamillianer zum Besseren gewendet. Zur Finanzierung hatten damals auch die Freunde der Kamillianer in Österreich großzügig beigetragen. Doch mit den Jahren ist das Krankenhaus nun selber krank geworden.

Das Armenspital

In den ersten Jahren konnte das Krankenhaus „San Camillo“ gut wirtschaften. Es war neu und die Patienten kamen von weither. Immerhin ist es umfassend ausgestattet: zwei Operationssäle, Kreißsaal, Labor, Röntgenstation, Apotheke, Erste-Hilfe-Station, Zahnarzt, Reha-Station, Not-Ambulanz und insgesamt 20 Krankenzimmer, alles Zwei- bzw. Vier-Bettzimmer. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Betreuung behinderter Kinder. 70 bis 80 Personen kommen täglich zur Behandlung.

Die größte Sorge bereiten die monatlichen Gehälter der 60 Angestellten: sechs Ärzte, Pflegekräfte, Verwaltungsangestellte. Für die Erhaltung oder gar außerordentliche Investitionen blieb kaum etwas übrig.

Eine Krankenversicherung ist auf den Philippinen erst im Aufbau begriffen und betrifft fast nur Angestellte. Selbstständige wie Bauern, Fischer oder eben die Armen von der Straße, und das ist die Mehrheit der Bevölkerung, müssen sich selbst versichern. Das kostet monatlich 100 Pesos = 1,5 Euro, 18 Euro im Jahr – für die Armen eine unerschwingliche Summe. So sind auch nur 40 Prozent der Einwohner krankenversichert – und das San Camillo-Spital geht vielfach leer aus. Nur 20 Prozent der Leistungen werden von der Krankenkasse gezahlt. Die Übrigen gelten als „Privatpatienten“ und können angesichts wachsender Armut beim besten Willen nicht zahlen ...


Die Kindersterblichkeit auf den Philippinen ist die höchste von ganz Asien. Die Kamillianer auf Samar kämpfen für das Leben.
 

Dringendste Bitten

Dabei ist so vieles nach zwölf Jahren dringend erneuerungsbedürftig. Die Wasserleitungen sind korrodiert, die Abwasserkanäle und Toiletten defekt, dem Metalldach hat das tropische Klima arg zugesetzt. Die Holzdecken in den Krankenzimmern sind dem Insektenfraß zum Opfer gefallen. Die Operationssäle brauchen neue Klimaanlagen. Nötig wären auch eine neue Waschmaschine und ein Kühlschrank für die Küche. „Das wäre dann der erste im Haus“, wie der Projektleiter, Kamillianerpater Luigi Galvani, schreibt. Sein „Wunschzettel“ ist schier endlos. Und dann kommen noch die laufenden Kosten für Verpflegung, Medikamente und die Pflegebehelfe für die Patienten hinzu ...

Alles in allem schätzt Pater Galvani die Kosten für die dringendsten Arbeiten auf 30.000 Euro. „Wenn wir das Geld haben, können wir wieder einen qualifizierten Dienst für die Kranken in unserer Umgebung anbieten.“ Darum bitten wir Sie als Freundinnen, Freunde und Wohltäter der Kamillianer heute von Herzen: Unterstützen wir alle zusammen Pater Galvani und sein Spital der Armen mit einer großherzigen Spende!

Liebe Freunde unserer Missionare!

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
Spende für das Missionsprojekt

Wir danken für alle Hilfe und bitten
für das Kamillianer-Spital auf Samar.


Die drei „Häupter“ des Kamillianer-Spitals auf Samar:
Pater Jaimes Roa, Kardiologe, Pater Luigi Galvani, Ökonom, und Bruder Angelino, Krankenpfleger (von rechts).
 

Im Krankenhaus „San Camillo“ auf den Philippinen arbeitet z. Zt. Alfons Oles, ein junger indonesischer Kamillianer in seinem pastoralen Jahr. Am 1.8.2008 brachte der „fidesdienst“ einen Abdruck seines Berufungsweges in den Kamillianerorden. mehr... mehr...

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© Kamillianer 2008 - [Stand: 31.08.2008]css