Kamillianer
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Gesundheit für alle!

Das Kamillianer-Spital in Armenien

„Gesundheit für alle!” Das wäre ein Traum für das 21. Jahrhundert! Die Kamillianer versuchen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Zum Beispiel in der Kaukasus-Republik Armenien. Hier sind die Menschen so arm, dass sie sich eine medizinische Versorgung nicht leisten können. In ihrem Krankenhaus in Ashotsk stellen die Kamillianer alles kostenlos zur Verfügung, was die Menschen dort brauchen - und noch viel mehr.


Kamillianerpater Ivan Martini, zuständig für das Poliambulatorium in Tiflis, Georgien, ist zugleich Krankenhausseelsorger in Ashotsk.
 

Armut und Misswirtschaft


Leiter des Krankenhauses in Armenien ist Pater Mario Cuccarollo.
 

Armenien leidet wie auch Georgien und das angrenzende Aserbaidschan unter den negativen Folgen des kommunistischen Regimes. Nicht umsonst lautet das internationale Kraftfahrzeug-Kennzeichen „ARM”. 1991 wurde Armenien als selbstständige Republik von der Weltgemeinschaft anerkannt. Doch Korruption, Misswirtschaft und Armut sind geblieben. Auf einer Fläche von 30.000 km² leben heute knapp drei Millionen Einwohner, die Hälfte von ihnen in der Hauptstadt Eriwan. Die Katholiken bilden eine winzige Minderheit. Das Christentum selbst ist in seiner orthodoxen Form tief verwurzelt. Die Armenier sind stolz darauf, dass ihr Land im Jahr 301 als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion erhoben hat.

Als die Erde bebte

Das Krankenhaus der Kamillianer mit dem schönen Namen „Redemptoris Mater - Mutter des Erlösers” liegt am Rande der kleinen Stadt Ashotsk, zwölf Kilometer von der Grenze zu Georgien entfernt. Wir befinden uns hier mitten im Kleinen Kaukasus-Gebirge im Norden des Landes auf genau 2040 Meter Seehöhe. Das verheerende Erdbeben, das Armenien im Jahr 1988 heimsuchte und 25.000 Menschen in den Tod riss, erschütterte den damaligen Papst Johannes Paul II. so sehr, dass er dem armenischen Volk als Zeichen seiner Solidarität dieses Krankenhaus zum Geschenk machte. Das 100-Betten-Spital wurde von der italienischen Caritas errichtet und führt Abteilungen für Chirurgie, Medizin, Kinderheilkunde und Gynäkologie. Angeschlossen ist eine ambulante Poliklinik. Die Patienten kommen aus den verschiedenen Gegenden Armeniens, aber auch aus dem benachbarten Georgien. Zudem unterhält das Spital in den umliegenden Dörfern 22 Ambulatorien sowie vier Schulen.

Wasserturm
Schwester Noëlle von der Gemeinschaft der Kleinen Schwestern des Charles de Foucauld ist die „starke Frau” im Hintergrund.
 

In Verantwortung der Kamillianer

Die Kamillianer, die auch in Georgiens Hauptstadt Tiflis ein Poliambulatorium mit 24 Fachärzten unterhalten, haben trotz personeller Schwierigkeiten 1992 die Leitung des Krankenhauses in Ashotsk samt Ambulatorien und Schulen übernommen. Verantwortlicher Motor ist der heute 66-jährige Pater Mario Cuccarollo.

Dank der unermüdlichen Initiative der Kamillianer ist das Krankenhaus dem Ansturm von jährlich rund 46.000 Patienten gewachsen. EKG, Röntgen-, Ultraschall- und endoskopische Geräte, alles konnte inzwischen mit Hilfe von Spenden aus Italien angeschafft werden. Rund 2.500 Menschen werden jährlich aufgenommen. Unter Leitung von Chefarzt Prof. Vartanian werden rund 2.000 Operationen durchgeführt. Mehr als 250 Kinder erblicken im Spital der Kamillianer das Licht der Welt. Was die Ärzte angeht, besteht ein reges Austauschprogramm zur Aus- und Fortbildung mit dem Kamillianerspital in Mailand. Große Sorgen bereitet Pater Cuccarollo der ständig steigende Bedarf an Medikamenten - und die grundsätzlich triste Lebenssituation seiner Patientinnen und Patienten. Mit Medikamenten allein ist da allzu oft nicht geholfen. Angesichts der großen Armut im Land müssen die Kamillianer mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln einspringen, besonders bei den vielen kinderreichen Familien. Dafür und für den Ankauf von Medikamenten bittet uns Pater Cuccarollo dringend um Hilfe. Und er hat noch einen besonderen „Weihnachtswunsch”. Die Arbeit im Operationssaal würde durch einen „Sterilisator” massiv erleichtert und die Operationen würden für die Patienten viel sicherer. Ein Sterilisator kostet umgerechnet Euro 14.500 - ein Wunsch, den unser Missionswerk mit Ihrer großzügigen Hilfe gern erfüllen will. Bitte, helfen Sie mit.


Ein Schwerpunkt des Krankenhauses ist die Geburten- und Kinderabteilung.
 

Liebe Freunde unserer Missionare!

Das Engagement der Kamillianer im Kaukasus war eine mutige Antwort auf den Zusammenbruch des Kommunismus und die zahlreichen Hilferufe, die den Orden aus den nun endlich frei gewordenen Satellitenstaaten Moskaus erreichte. Gerade die Kaukasus-Länder spüren freilich sehr stark, dass es „dem Westen” oft nur um Wirtschaftsbeziehungen geht. Dabei ist unsere Hilfe in diesen Ländern im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend. Nicht zuletzt dank der Initiative des österreichischen Kamillianers Dr. Anton Gots kann unser Orden diesen Dienst an den Armen und Kranken inzwischen in Ungarn, in der Slowakei, in Rumänien und in Bulgarien leisten - und nun auch am Rande Europas in Armenien und Georgien. All diese Länder leiden an einer enormen materiellen und einer ebenso großen geistig-geistlichen Not. Fünfzig Jahre Kommunismus haben eine Leere an Kultur und Lebenssinn hinterlassen, die auszufüllen die Arbeit mehrerer Generationen in Anspruch nehmen wird. Dass so viele Menschen daran Anteil nehmen und die Kamillianer unterstützen, ist für uns eine große Freude und eine noch größere Verpflichtung.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW


Verwendungszweck:
Spende für Medikamente und für den „Sterilisator” für das Kamillianer-Krankenhaus in Ashotsk

Wir danken für alle Hilfe und bitten
für das Kamillianer-Spital in Armenien.


„Gesundheit für alle.” Beginnen muss man bei den Kindern, wie es zum Beispiel hier im armenischen Ashotsk geschieht.
 

Links zum Land »Armenien«:
http://de.wikipedia.org/wiki/Armenien

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