Kamillianer
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Im Dienst der Armen und Kranken

Unsere Gesundheitsprojekte in Burkina Faso

Burkina Faso liegt in der Sahelzone Westafrikas. Hier bleibt die Erde mehr als 260 Tage im Jahr trocken. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 40 Euro im Jahr zählt Burkina Faso zu den fünf ärmsten Ländern der Welt. Auch die gesundheitlichen Strukturen sind mangelhaft: ein Arzt für 50.000 Menschen! Doch gibt es Oasen der Hoffnung: Am 8. September 2007 haben 14 junge Kamillianer versprochen, sich für ihr ganzes Leben in den Dienst der Armen und Kranken zu stellen.


Im Dienst der Armen und Kranken.
Pater Leonhard Gregotsch, Leiter des Missionswerks, besucht die Familie eines Leprakranken.
 

Vom Ambulatorium zum Medizininschen Zentrum


Die Sorge um Leprakranke ist eine der wichtigsten Aufgaben der Kamillianer.
 

Die Kamillianer in Burkina Faso haben solide gearbeitet. 1966, vor vierzig Jahren, haben sie in der Hauptstadt Ouagadougou unter einem Strohdach mit einem Ambulatorium angefangen. Ein Jahr später folgte der weibliche Zweig, die „Töchter des hl. Kamillus”. Was seitdem gewachsen ist, ist beeindruckend: ein Medizinisches Zentrum mit Ambulanzen, Entbindungsstation, einem Mutter-Kind-Zentrum und einer Apotheke, deren Bau maßgeblich aus Österreich gefördert wurde. 700 bis 800 Menschen kommen täglich zur Behandlung. Zum Zentrum der Kamillianer gehören ferner vier Gesundheitsposten in der Umgebung sowie eine Leprastation. Anlässlich des Weltlepratages 2006 haben wir über dieses Leprosarium mit dem engagierten Ordensbruder Vincenzo Luise berichtet, den „Engel der Leprakranken”.

Die große Bedrohung

Geht die Zahl der Leprakranken langsam zurück, steht man bei Aids noch am Anfang. In Afrika ist Aids zur größten Bedrohung geworden. 620.000 Aidskranke sind in Burkina Faso registriert. Bereits im Jahr 1990 haben die Kamillianer ein System zur Früherkennung und Behandlung von Aids eingerichtet. Das von Pater Sebastian Roumamba geleitete Zentrum verfügt über 84 Plätze. Darüber hinaus bietet es mehr als 500 weiteren Patienten und ihren Familien medizinische Hilfe an. Neben dem Aids-Zentrum haben die Kamillianer in ihrem Medizinischen Zentrum in Ouagadougou ein Forschungszentrum eingerichtet. Geleitet wird es von dem 48-jährigen Kamillianer und Molekulargenetiker Dr. Jacques Simporé, einem auch von der WHO und der UNESCO gefragten Aids-Experten. Für viele Aids-Kranke ist dieses im Jahr 2006 eingeweihte Labor der Kamillianer die letzte Hoffnung.

Wasserturm
Burkina Faso – Land der Dürre. Hier wird ein Wasserturm gebaut.
 

Dank der wachsenden Zahl der Ordensmitglieder können die Kamillianer wirklich viel für die Armen und Kranken in Burkina Faso tun. Doch müssen sie wirtschaftlich selbstständig werden - und haben zugleich die große Verantwortung, die vielen jungen Menschen, die sich ihnen anschließen, professionell bestens auszubilden. Und das kostet Geld.

Zwei wichtige Projekte

Jetzt ist den Kamillianern ein großer Zufall entgegengekommen. 50 Kilometer von Ouagadougou entfernt, in dem Ort Nagréongo, haben sie hundert Hektar Land geschenkt bekommen und wollen hier eine Landwirtschaft und Viehzucht aufbauen. So stehen sie angesichts der chronischen Unter- und Mangelernährung vor allem der armen und kranken Kinder nicht mit leeren Händen da und können helfen. Mangel- und Unterernährung ist die Hauptursache vieler Krankheiten. Die meisten Kinder müssen mit einer Mahlzeit am Tag auskommen. Angebaut werden Hirse, Mais, Hülsenfrüchte und Gemüse. Die jungen Ordenskandidaten werden hier neben ihrer geistigen und geistlichen Ausbildung auch körperlich arbeiten. Damit stellen sie auch die Ernährung ihrer Ausbildungsgemeinschaft sicher. Die Kosten für dieses Landwirtschaftsprojekt betragen, wie der verantwortliche Provinzvikar Pater Francesco Sedgo schreibt, umgerechnet 108.321 Euro. Die Summe dient zur Anschaffung landwirtschaftlicher Geräte, zum Kauf von Saatgut und schließt auch die Kosten für die Wasserversorgung und den Kauf einer kleinen Rinderherde ein. Es wäre schön, wenn wir einen Teil dieser Summe aufbringen könnten und den Kamillianern in Burkina Faso als Zeichen unserer Solidarität eine kräftige Starthilfe geben!


Ein Spezial-Labor für Aids gibt es bereits. Jetzt soll ein Augen-Ambulatorium folgen.
 

Das zweite Projekt, das für die junge Kamillianergemeinschaft ganz wichtig ist, gilt den vielen augenkranken Menschen in Burkina Faso. Die ständigen Sandstürme, verbunden mit starker Sonneneinstrahlung, setzen den Augen sehr zu. Hinzu kommt der Qualm und Ruß, der aus den offenen Feuerstellen in die Augen dringt. Wegen dieser Not, an der so viele Menschen leiden, möchten die Kamillianer in Ouagadougou ein Augen-Ambulatorium einrichten. Die notwendigen technischen Geräte dafür sind nicht billig. Insgesamt kostet das Projekt 150.000 Euro. Auch hier bittet uns der verantwortliche Pater Sedgo, übrigens der erste Kamillianer aus Afrika (1952 geboren, 1983 zum Priester geweiht), um einen großzügigen Beitrag – um der blinden und sehgeschädigten Menschen in seinem Land willen.

Liebe Freunde unserer Missionare!

Alle 30 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria. Insgesamt sterben weltweit jeden Tag mehr als 24.000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten, zu denen auch Durchfall, Masern und Keuchhusten zählen. Sie sterben, weil ihre Eltern arm sind und weil es keine erreichbare und bezahlbare Gesundheitsversorgung gibt. Hunderte kleine Schritte sind notwendig, um wirklich helfen zu können. Bewundernswert, wie sich die Kamillianer in diesem afrikanischen „Land der Dürre” für ihre Mitmenschen einsetzen und Wege aus Krankheit und Armut zeigen. Hier wird das Evangelium mit der Tat verkündet, eine Sprache, die alle Menschen verstehen. Helfen wir dabei! Dann wird das Wüstenland Burkina Faso zu einer Oase der Nächstenliebe.

Liebe Freunde unserer Missionare!

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
PSK Wien Nr. 92087732, BLZ 60000
IBAN: AT35 6000 0000 9208 7732. BIC: OPSKATWW

Verwendungszweck:
Spende für Medikamente, für das Landwirtschaftsprojekt oder für das Augen-Ambulatorium.

Wir danken für alle Hilfe und bitten
für die Gesundheitsprojekte in Burkina Faso.


In Burkina Faso und im benachbarten Benin wollen viele junge Männer Kamillianer werden.
 

Links zum Land »Burkina Faso«:
www.inwent.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/Burkina_Faso

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© Kamillianer 2007 - [Stand: 05.10.2007]css