Kamillianer

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P. General Monks besucht das Hospiz in Bulgarien
Besuch im Hospiz "Miloserdie". Rechts der Generalobere der Kamillianer, Pater Frank Monks, links Pater Leonhard Gregotsch

Ein Herz und Hände, die helfen

Das Hospiz von Oma Donka in Sofia

Bulgarien – ein Land im Umbruch. Alle Hoffnung richtet sich auf den Beitritt zur Europäischen Union im kommenden Jahr 2007. Doch bleibt noch so vieles zu tun, nicht zuletzt auf sozialem Gebiet. Not und Armut sind oft unvorstellbar groß. Wie überall sind die Verlierer des zusammengebrochenen Sozialismus die alten, kranken und armen Menschen. Und doch gibt es Lichtblicke. Zum Beispiel das Hospiz „Miloserdie“ von Donka Paprikowa in Sofia, in dem 21 schwerkranke und sterbende Menschen Aufnahme finden.

Miloserdie heißt Barmherzigkeit

Das Hospiz „Miloserdie – Haus der Barmherzigkeit“ ist ein Vorzeigeprojekt. 1994, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, wurde es als erstes Hospiz in Bulgarien überhaupt von Frau Paprikowa gegründet. Ihre Inspiration dazu hatte sich die damals bereits 75-Jährige auf einer Deutschlandreise bei den Kamillianern und der Hospizbewegung geholt: „Wenn man die Welt verändern will, muss man selbst damit anfangen.“ Ihr großes Vorbild ist Mutter Theresa von Kalkutta. Ihre Schulbildung hatte Frau Paprikowa noch in vorkommunistischer Zeit bei den Barmherzigen Schwestern erhalten und dort auch die Grundlagen eines praktischen Christentums gelernt: „Ein Herz, das liebt, und Hände, die helfen“, wurde ihr Lebensmotto. Diese Freude am Helfen teilt sie mit ihren 70 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus der Kamillianischen Familie Sofia.


Festlicher Empfang im Hospiz für den hohen Gast aus Rom.

Eine ganz besondere Auszeichnung für Donka Paprikowa und ihre Helferschar war es, dass im Mai 2006 der Generalobere der Kamillianer, P. Frank Monks, zusammen mit P. Leonhard Gregotsch dem Hospiz in Sofia einen Besuch abstattete. Dabei zeigte sich P. Monks tief beeindruckt von der familiären Atmosphäre dieser kamillianischen „Initiative von unten“ und sagte prompt eine Spende zu.

Heute unterhält die Stiftung „Miloserdie“ in zwei gegenüberliegenden Häusern bzw. Privatwohnungen zwei Hospize mit insgesamt 21 Plätzen. Die dort Aufnahme finden dürfen sich glücklich schätzen.

Rat, Hilfe, Trost für alle

Die Patienten im Hospiz „Miloserdie“ werden rund um die Uhr von medizinisch geschultem Personal bestens versorgt. Das Hospiz wendet sich aber nicht nur an ältere Menschen. Einmal im Monat sind hier auch Straßenkinder zu Gast, dann Kinder, die an Mukoviscidose, einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, leiden, behinderte Studenten und schließlich alleinstehende Mütter mit ihren Kindern.

So ist das Hospiz zu einer regelrechten Caritas-Station geworden. Immer mehr Menschen kommen täglich und suchen Rat, Hilfe und Trost. Was die engagierten Helferinnen und Helfer leisten, grenzt schon an Wunder. Oma Donka, mit ihren 92 Jahren inzwischen selbst bettlägerig, ist überzeugt: „Ohne die Möglichkeit, sich im Gebet an Gott wenden zu können, bleibt alle Hilfe vergebens.“ Ihr großer Wunsch: eine kleine Kapelle für das Hospiz.


Ein bewegender Augenblick: P. General Monks segnet Frau Donka Paprikowa.
 

Bitte, eine neue Küche!

Die Leitung des Hospizes hat Oma Donka an ihre Tochter Zoya übergeben. Vor allem die Finanzierung macht ihr große Sorgen, etwa die Personalkosten. Zwei Ärzte arbeiten ehrenamtlich mit und auch vier Krankenschwestern. Vier weitere Krankenschwestern sind angestellt, ebenso auch die Köchin. Jede kostet im Monat 100 Euro. Hinzu kommen der Lebensunterhalt für die Patienten, die Rechnungen für Heizung, Strom und Wasser und für Medikamente und Pflegebehelfe. Insgesamt sind das fast 2.000 Euro im Monat. Die Bewohner können dazu kaum etwas beitragen. Die Renten sind niedrig, das früher staatliche Gesundheitssystem wird erst langsam den neuen Verhältnissen angepasst. Ohne Hilfe aus Österreich und Deutschland wäre das so segensreiche Hospiz kaum zu finanzieren. Und für Investitionen ist überhaupt kein Geld da. Dabei müsste die einfache Küche dringend ausgebaut und erneuert werden. Sie dient nicht nur zur Versorgung der Hospiz-Bewohner, sondern liefert „Essen auf Rädern“ an weitere 40 bis 50 arme und bedürftige Menschen daheim in ihren Wohnungen. Und der Kreis der Armen, die sich täglich vor dem Hospiz um eine Mahlzeit anstellen, wächst in die Hunderte.


Die Leitung des Hospizes hat Frau Paprikowa ihrer Tochter Zoya übergeben.
 

Deshalb bitten wir Sie heute als die Freunde der Kamillianer um Hilfe für das Hospiz von Oma Donka in Sofia, sei es ein Beitrag für die neue Küche, sei es für die hohen Kosten für Medikamente und vor allem Pflegebehelfe wie Windeln oder auch ein Beitrag für die neue Kapelle. Die armen und alten Menschen dort werden sich über diese Hilfe glücklich schätzen und es Ihnen von Herzen danken.

P. Leonhard Gregotsch, Leiter des Missionswerks

Wir danken für alle Hilfe und bitten
für das Hospiz Miloserdie in Sofia.

Bankverbindung:
Missionswerk der Kamillianer
Österreichische Postsparkasse,
Nr. 92.087.732, BLZ 60000

Verwendungszweck:
Spende für das Hospiz in Sofia/Bulgarien

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