Kamillianer

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Oktober 2016 Nr. 118

Papst Franziskus
bei den Kammillianern

P. Edmund Dorner -
50 Jahre Priester

Beim Weltjugendtag
in Krakau

Nachruf für
Herrn Josef Büchler

IBG-Projektmesse

Kamillianische Familien:
Generalversammlung
Einkehrtage

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MITTEILUNGEN DER KAMILLIANER AUS ÖSTERREICH
Oktober 2016 - Nr. 118


Papst Franziskus bei den Kamillianern in Georgien

Auf der Apostolischen Reise von Papst Franziskus nach Georgien und Aserbaidschan kam es am 1. Oktober, am Fest der heiligen Theresia von Lisieux, der Schutzpatronin der Missionen, zur Begegnung des Papstes mit den Kranken und Behinderten sowie dem Personal des kirchlichen Caritaswerkes, das von den Kamillianern geleitet wird. In Tiflis, der Hauptstadt der Republik Georgien, leiten unsere Missionare – in Zusammenarbeit mit den „Töchtern des heiligen Kamillus“ – das Poliambulatorium „Redemptor hominis“, das täglich 300 Kranke betreut und ungefähr 50 Angestellte hat.

Papst Franziskus im Georgien
Foto: L‘ Osservatore Romano

Wertschätzung für den Dienst an den Menschen in Not

In seinen Grußworten sagte Papst Franziskus: „Durch eure Fürsorge bringt ihr auf beredte Weise die Liebe zum Nächsten zum Ausdruck, die ein Merkmal der Jünger Christi ist. ... Ihr repräsentiert die verschiedenen karitativen Einrichtungen des Landes: männliche und weibliche Ordensgemeinschaften, Caritas, kirchliche Vereinigungen und andere Organisationen sowie ehrenamtliche Gruppen. Jedem und jeder Einzelnen gilt meine Wertschätzung für den großzügigen Einsatz im Dienst an den am meisten Bedürftigen. ... Einen besonderen Gruß richte ich an die Alten, die Kranken, die Leidenden und an die Menschen, die von den verschiedenen karitativen Einrichtungen betreut werden. Ich freue mich, ein wenig bei euch sein zu können und euch zu ermutigen: Gott verlässt euch nie, er ist euch immer nahe und bereit, euch zuzuhören und euch in den schwierigen Momenten Kraft zu geben. Ihr seid von Jesus besonders geliebt. Er hat sich in die leidenden Menschen hineinversetzt, als er selbst in seiner Passion gelitten hat.“

Die Kamillianer sind seit 1998 in Georgien, um Kranke zu betreuen und zu pflegen, ebenso alte Menschen und Behinderte, aus den ungeschützten sozialen Schichten der Bedürftigen und Armen. Man verteilt auch Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und leistet soziale Hilfe. Das Hauptgewicht der Tätigkeiten liegt in Georgien auf der sozialen Wiedereingliederung der Behinderten, insbesondere der Kinder, der Jugendlichen und der Frauen, ferner auf dem Kampf gegen die Armut und auf der beruflichen Weiterbildung der Ärzte und des Krankenpflegepersonals.


Aus unserer Gemeinschaft

P. Edmund Dorner – 50 Jahre Priester

P. Edmund Dorner – 50 Jahre Priester

Edmund Dorner, in Deutschkreutz 1939 geboren, trat 1958 in Losensteinleiten in den Orden ein. Nach der feierlichen Profess 1963 empfing er 1966 in Deutschkreutz die Priesterweihe.

Die erste Seelsorgestelle wurde ihm ab 1. August 1966 im Kinderkrankenhaus und Allgemeinen Krankenhaus Linz anvertraut. Mit P. Mollner wurde 1969 das Wilhelminenspital in Wien mit der Kamilluskirche wieder übernommen. P. Dorner an seiner Seite wirkte dort bis zur Übersiedlung 1991 in das Pflegeheim, später Geriatriezentrum/Wienerwald (GZW). Seit 1991 war er zeitweise Pfarrmoderator, Superior und ab 2001 Rektor. Für diese Tätigkeit wurde ihm der Titel „Geistlicher Rat“ verliehen. Mit der Schließung des GZW trat P. Dorner in den Ruhestand und übt nun ehrenamtlich das Amt des Kustos in der Karl Borromäus-Kirche aus.

Dort feierte er anlässlich des Kamillusfestes am 3. Juli 2016 den Jubiläumsgottesdienst. Mit ihm konzelebrierten Mitbrüder und dankten mit den Gläubigen Gott für sein kamillianisches Wirken. Angehörige und Freunde gratulierten bei der Agape im Klostergarten.

P. Leonhard Gregotsch MI


Krakau - Weltjugendtag

Beim Weltjugendtag in Krakau

Mit Jugendlichen aus Siebenbürgen (Rumänien) haben wir am Weltjugendtag in Krakau teilgenommen. Ich habe 30 Jugendliche aus meinem Heimatland begleitet, als Kamillianer und Geistlicher Begleiter. 400 andere Jugendliche aus Ungarn haben ebenfalls teilgenommen.

Wir haben den Kreuzweg mit dem Heiligen Vater gebetet. Unser Leben, so Papst Franziskus, soll ein Leben im Dienst der Schwachen sein, sonst hat es keinen Sinn. Bei der Vigil im „Campus Misericordiae“ haben wir gemeinsam gebetet, die Lichter der Kerzen, die betenden Herzen der Jugendlichen pulsierten gemeinsam, mit der ganzen Menschheit und für sie. Während der Wallfahrt haben viele Jugendliche das Sakrament der Versöhnung empfangen. Nach dem Beispiel des Zachäus haben wir die eigenen Grenzen und Schwachheiten überwunden und Jesus aufgenommen, der zu uns kommen will, in unserem Haus und in unserem Alltag verweilen und unsere Herzen mit seiner Liebe verwandeln will.

P. Alfréd György MI


Nachruf für Herrn Josef Büchler

Josef Büchler (rechts)

Menschen, die man liebt, sind wie Sterne – sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen. Mit Zuversicht, dass der Tod nicht das Ende ist, ist er uns in die Ewigkeit vorausgegangen.

Josef Büchler wurde 1939 geboren, besuchte nach fünf Volksschulklassen in Heiligenkreuz das Gymnasium im Juvenat der Kamillianer in Pfaffing/OÖ. P. Fritz Neuberger hat ihn aufgenommen. In Losensteinleiten besuchte er noch zwei Jahre das Gymnasium.

Josef Büchler schrieb am Ende des Schuljahres 1958 in seinem Brief an den Ordensoberen: „Viele sind berufen, wenige auserwählt.“ Er blieb aber den Kamillianern Zeit seines Lebens eng verbunden und feierte jährlich im Kreis der „Kamillus-Freunde“ mit der Pfarre Maria, Heil der Kranken in Wien-Lainz das Kamillusfest.

Nach längerem Leiden ist er am 30. August 2016 verstorben und wurde im Familiengrab in Heiligenkreuz beigesetzt.

Josef war uns ein lieber Freund. So schließe ich diese Zeilen des Gedenkens mit dem Dank an Josef für die vielen geselligen Stunden des Beisammenseins. In unserer Erinnerung lebt er weiter.

P. Werner Puntigam MI


IBG-Projektmesse

„Wild auf Pflege“ – IBG-Projektmesse

Am 24. Juni 2016 fand im Tagungszentrum Atrium in Bad Schallerbach die Projektmesse der 28. Lerngangsgruppe „Basales und mittleres Pflegemanagement“ des IBG – Institut für Bildung im Gesundheitsdienst GmbH statt.

Unter dem Motto „Wild auf Pflege“ präsentierten die 21 AbsolventInnen aus Gesundheitseinrichtungen in ganz Österreich ihre im Rahmen der Weiterbildung absolvierten Abschlussprojekte. Die Absolventinnen und Absolventen haben diese innovativen und praxisorientierten Projekte nicht nur in mehreren, von ihnen moderierten Sitzungen in der eigenen Organisation zum erfolgreichen Abschluss gebracht, sondern den Projektverlauf in ihren Abschlussarbeiten auch detailliert dokumentiert und reflektiert.

Das interessierte Publikum der Projektmesse (Fachpublikum und Angehörige der AbsolventInnen) konnte in Kurzpräsentationen der ProjektleiterInnen an vier Ständen einen guten Einblick in ihre Projektthemen und Ergebnisse bekommen und Anregungen für die eigene Organisation mitnehmen. Im Festakt erläuterte Regina Kickingereder, fachliche Leiterin der Weiterbildung, aktuelle Herausforderungen in Gesundheitseinrichtungen und die Bedeutung professionell ausgebildeter Führungskräfte in der Pflege. Die Geschäftsführerin des IBG, Mag. Adelheid Bruckmüller, präsentierte wesentliche Leitgedanken des IBG in Hinblick auf den erfolgreichen Abschluss dieser Lerngangsgruppe. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Zeugnisverleihung, bei der sich auch P. Leonhard Gregotsch als Gründer und Präsident des IBG als Gratulant einstellte und den TeilnehmerInnen gute Wünsche für ihren weiteren Führungsweg mitgab. Einen stimmigen Ausklang fand die Veranstaltung bei einem köstlichen Heurigen-Buffet und hochsommerlichen Temperaturen.

Katharina Drack


Kamillianische Familien Österreichs
Generalversammlung der Kamillianischen Familien

Die Gemeinschaft der Kamillianischen Familien Österreichs hielt am Sonntag, den 3. Juli 2016 am Nachmittag in Pettenbach/OÖ ihre 21. ordentliche Generalversammlung ab.

Am Vormittag hatte die Kamillianische Familie Pettenbach zu ihrem Kamillusfest in die Pfarrkirche Pettenbach eingeladen. P. Joshy Kanjirathamkunnel MI feierte in Konzelebration mit dem Ortspfarrer, P. Daniel Sihorsch OSB, die Heilige Messe zu Ehren des hl. Kamillus, des Schutzpatrons der Kranken. Nach dem Gottesdienst spendeten die Priester das Sakrament der Krankensalbung, das von vielen Messbesuchern empfangen wurde.

Am Nachmittag kamen der Vorstand und 33 Vertreterinnen von neun Kamillianischen Familien zur Generalversammlung ins Pfarrheim in Pettenbach.

Der Geistliche Assistent, P. Joshy, hielt sein Referat zur Bibelstelle Lk 12,49: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen.“ Der heilige Kamillus hatte das Charisma, dieses Feuer der Liebe zu sein. Jenes göttliche Feuer, das brennt und zu brennen hilft. Dieses göttliche Feuer wird auch uns Kraft und Wärme schenken bei den Begegnungen mit den Kranken und Leidenden.

Die Präsidentin, Christa Kahr, berichtete von der heurigen Klausurtagung des Vorstandes, die am 8. Jänner 2016 im Kolleg St. Kamillus in Salzburg stattfand. Bei dieser Tagung wurde die Möglichkeit regionaler Einkehrtage vorgeschlagen und bei der Generalversammlung (3. Juli 2016) beschlossen, statt der jährlichen Exerzitien regionale Einkehrtage zu organisieren. Diese Einkehrtage, die heuer im Jahr der Barmherzigkeit geplant sind, stehen unter dem Thema „Barmherzigkeit im Alltag leben“. Zu diesen Einkehrtagen mit Vorträgen und Hl. Messe sind alle Interessierten eingeladen. Mag. Angela Mair brachte den Arbeitsbericht des Vorstandes für das Jahr 2015 und den Kassabericht 2015. Die anwesenden Leiter berichteten über ihre Tätigkeiten und Aktivitäten in ihren Kamillianischen Familien.

Bei der Wahl des Vorstandes wurde Christa Kahr als bewährte Präsidentin wiedergewählt. Mag. Angela Mair (KF Pettenbach) wurde zur Vizepräsidentin gewählt. Zur neuen Kassierin wurde Margarete Schiller (KF Schwanenstadt) gewählt. Gerhard Lenzenweger (KF Kirchdorf) wurde als Sekretär wiedergewählt. Zu Mitgliedern des Vorstandes wurden gewählt: Felicitas Seidel (KF Altmünster), Josef Engleitner (KF Liebenau), Rosa Hörmann (KF Altenhof), Elfriede Maiss (KF Stadt Haag).

Einkehrtag in Pettenbach

Einkehrtag in Pettenbach

Zum ersten Einkehrtag hat die KF Pettenbach ins dortige Pfarrheim eingeladen. Am 27. Februar 2016 kamen 26 Mitglieder aus den Kamilianischen Familien Pettenbach, Kirchdorf, Sierning und Grünau zum Einkehrtag.

P. Joshy wählte zum Thema seines Referates ganz im Sinne des Jahres der Barmherzigkeit die Bibelstelle Lk. 6, 36 „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“

Mag. Angela Mair begann ihr Referat mit einem Wort von P. Anton Gots: „Sei barmherzig mit dir und tu dir etwas Gutes!“

Einkehrtag in Ternitz

Einkehrtag in Ternitz

Zum zweiten Einkehrtag hat der Leiter der Kamillianischen Familie Ternitz, Prof. Mag. Gottfried Leeb, am Samstag, 17. September 2016, ins Pfarrheim Ternitz eingeladen. Zum Einkehrtag sind 29 Mitglieder der Kamillianischen Familien von Ternitz und Gloggnitz gekommen.

P. Joshy sprach in seinem Vortrag „Barmherzigkeit leben im Alltag“ zum Thema des vom Papst ausgerufenen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit.

Mag. Angela Mair gab in ihrem Referat Überlegungen und Anleitungen, wie man die sieben Werke der Barmherzigkeit in die heutige Zeit übertragen kann und sie nach Bischof Joachim Wanke, Erfurt, an den körperlich und seelisch Notleidenden in unserer Zeit anwenden kann.

An beiden Einkehrtagen fanden anschließend an die Vorträge jeweils Gruppenarbeiten zum Thema „Barmherzigkeit mit mir“ statt. Danach gab es eine Zeit der Anbetung vor dem Allerheiligsten und Beichtgelegenheit. Mit einer Heiligen Messe wurden die Einkehrtage abgeschlossen.

Weitere Einkehrtage

fanden am 22. Oktober 2016 in Liebenau (für KF Liebenau, Bad Zell und Haag) und am 5. November 2016 in Schwanenstadt (für KF Schwanenstadt, Altmünster und Frankenburg) statt. Die Einkehrtage dauerten jeweils von 9 bis 17 Uhr und hatten ebenfalls das Thema „Barmherzigkeit“.

Gerhard Lenzenweger

© Kamillianer 2016 - 06.11.2016 [Stand: 07.11.2016]zurück     nach oben