Kamillianer

KAMILLUS HEUTE »
Juli 2016 Nr. 117

Flüchtlingshilfe
P. Kummer – 60 J. Priester
P. de Sousa
Erstkommunion
Das Ehepaar Caruso
IBG-Studienreise
Ostern
Karl Borromäus-Kirche
Kloster Hilariberg

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MITTEILUNGEN DER KAMILLIANER AUS ÖSTERREICH
Juli 2016 - Nr. 117


Flüchtlingshilfe der Kamillianer

Individuelle Betreuung und Begleitung

Im Mai 2016 startete offiziell das Projekt der Flüchtlingshilfe der Kamillianer. Als ersten Schritt wurde der lang ersehnte Deutsch- und Integrationskurs für Frauen organisiert. In kurzer Zeit haben sich 20 Frauen als Teilnehmerinnen für unseren Anfangerkurs gemeldet. Eine große Nachfrage gab es auch für einen Konversationskurs für leicht Fortgeschrittene. Die Interessentinnen mussten wir jedoch vorerst auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Der erste Anfängerkurs fand am 11. Mai im Geriatriezentrum Am Wienerwald (GZW) statt, gefolgt von sechs weiteren Terminen. Die Zielgruppe dieses Kurses sind Frauen, die noch keine Deutschkenntnisse hatten und noch keinen Deutschkurs besucht haben. Unsere Gruppe setzt sich aus Frauen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlicher Familiensituation zusammen. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak. Die Teilnehmerinnen können bereits recht gut lesen und schreiben, erzählen, woher sie kommen, sie können einfache Dialoge führen, sie haben Kenntnisse erworben über Österreich, sie sollen sich durch ihre Deutschkenntnisse gut im Alltag zurecht finden.

Um die Frauen unterstützen zu können, bieten wir ihnen Nachhilfestunden an. Wir helfen ihnen, wenn sie aus wichtigen Gründen (Termine in der Schule. Krankheit) nicht am Kurs teilnehmen können, das Versäumte nachzuholen und so ein Teil der Gruppe zu bleiben. Durch die Nachhilfestunden, die nach Wunsch im Wohnraum der Teilnehmerin stattfinden, gewinnen wir einen persönlichen Kontakt, lernen die Familie und die Situation der Frauen besser kennen. Um zukünftig die große Nachfrage an Deutschunterricht und persönlichem Kontakt erfüllen zu können, sind wir in Kontakt mit Personen aus dem GZW sowie aus der Pfarre Maria Hietzing. die als Freiwillige diese Arbeit unterstützen möchten. Des Weiteren haben wir eine Konversationsgruppe für Männer gestartet, mit bereits zwei erfolgreichen Terminen. P. Alberto leitet diese Kurse selbst.

Durch unsere regelmäßigen Deutschkurse und die Präsenz bei den Nachhilfestunden konnten wir unsere Kontakte zu den Flüchtlingen stark ausbauen. Wir besuchen und begleiten Menschen in ihrer schwierigen Situation. Alle Menschen haben eine belastende Situation, große Probleme in der Heimat, in der Familie und eine ungewisse Zukunft in Österreich. Die Flüchtlingshilfe der Kamillianer bietet den Flüchtlingen einen menschlichen Kontakt, wo sie angenommen, ernst genommen und nach Möglichkeit unterstützt werden. Wir merken, dass die Flüchtlinge diesen Kontakt genießen und er ihnen Hoffnung gibt.

Ein weiteres Anliegen ist die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern. Durch unseren Kontakt mit Sr. Johanna Kobale SDR wurde eine Malerin mit zahlreichen Materialien unterstützt.

P. Alberto Marques de Sousa MI


Aus unserer Gemeinschaft

P. Alois Kummer – 60 Jahre Priester

P. Kummer u. Gäste

Der 1932 geborene Alois Kummer kam schon als Ministrant mit den ihn faszinierenden Kamillianern P. Fritz Neuberger und P. Franz Schwartz in Kontakt. So war er der Erste, der 1946 in das neu gegründete Juvenat der österreichischen Kamillianer-Ordensprovinz im Kloster Hilariberg eintrat. 1953 legte er die ewige Profess ab und wurde 1956 zum Priester geweiht. Nach Stationen im Juvenat der Kamillianer in Losensteinleiten und als Krankenhausseelsorger in Innsbruck führte ihn der Weg 1960 nach Wien. Vom 1. September 1963 bis zu seiner Pensionierung 2006 war P. Kummer Krankenhausseelsorger im Krankenhaus Hietzing (vormals Lainz).

Den Jubiläumsgottesdienst feierte P. Alois am Ostermontag 2016 mit den Mitbrüdern und mit seinen Geschwistern, Verwandten und Freunden in der Klosterkapelle in Wien-Lainz. Die Festpredigt hielt P. Werner Puntigam, der schon bei der Primizmesse von P. Alois in St. Peter am Ottersbach (Oststeiermark) vor 60 Jahren als Ministrant assistiert hat.

P. Leonhard Gregotsch MI

P. Alberto Marques de Sousa ist Mitglied des Priesterrats

deSousa
Kardinal Christoph Schönborn hat P. Alberto Marques de Sousa, Kirchenrektor, Krankenhausseelsorger und Teamleiter im AKH, als Vertreter der kategorialen Seelsorge zum Mitglied des Priesterrats der Erzdiözese Wien ernannt.


Erstkommunion in der Pfarre Purkersdorf

20 Mädchen und Buben feierten am Muttertag, 8. Mai 2016, in der Pfarre St. Jakob in Purkersdorf die Erstkommunion. Kaplan P. Jean Bosco Gnombeli von den Kamillianern begrüßte dazu die Eltern, Verwandten und Freunde der Kinder sowie Bürgermeister und Vizebürgermeister und die Direktorin der Volksschule. Die sowohl von den Kindern wie von den Tischmüttern und deren Helferinnen textlich und musikalisch eindrucksvoll gestaltete Messfeier begeisterte alle.

P. Jean Bosco Gnombeli MI

Das Ehepaar Caruso 30 Jahre im Dienst der Kamillianer und der Krankenseelsorge

Jahrzehntelang war das Ehepaar Elisabeth und Enzo Caruso in der Mission tätig, wirkte in einem Lepradorf in Benin, führte eine Ambulanz in Madagaskar, baute eine Gesundheitsstation sowie eine Schule auf, bildete eine pastorale Leitung heran und baute eine Kirche, die sie später örtlichen Schwestern übergaben. Dabei wurden sie tatkräftig von den Pfarren Altmannsdorf und Altsimmering unterstützt. Heute betreuen sie gemeinsam das Seniorenschlössel, Pensionistenwohnheim im 11. Bezirk, und sind seit kurzem auch im Pensionistenwohnheim Simmering tätig. Weiterhin fördern sie beispielhafte kirchliche Initiativen in Madagaskar. Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen!


IBG-Studienreise nach Madrid

Das IBG – Institut für Bildung im Gesundheitsdienst GmbH – in Bad Schallerbach, 1992 zur Fortbildung der Krankenpflegekräfte und des medizinischen Personals vom Orden der Kamillianer gegründet, blickt gerne über „den eigenen Tellerrand“ – etwa im Rahmen europaweiter Projekte, Studienreisen und grenzüberschreitender Lerngangsgruppen. Beim heurigen Studienausflug führte Präsident Provinzial P. Leonhard Gregotsch das IBG-Team unter der Leitung von Frau Mag. Adelheid Bruckmüller in den Südwesten Europas, nach Spanien – in die Hauptstadt Madrid. Das Reiseziel wurde mit der Motivation gewählt, eine kamillianische Gemeinschaft außerhalb Österreichs kennenzulernen und die internationale Dimension des Ordens ganz konkret zu spüren. Unter der erfahrenen und humorvollen Reisebegleitung von P. Leonhard Gregotsch wurde die Reise vom 25. bis 29. Mai 2016 abermals zu einem besonderen Erlebnis.

Ausgehend von der Unterkunft, einem Hotel mit wunderschöner Außenfassade im Herzen Madrids, konnte die sehr lebendige Innenstadt von Madrid bestens erkundet werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem alten Kern der Stadt gewidmet, dessen Weitläufigkeit durch Hop-on- Hop-off-Touren, sowohl in das alte Madrid als auch in das neue Madrid, uns noch mehr bewusst wurde. Auch der Königspalast und die Kathedrale beeindruckten durch ihre Eleganz und die vielen, prachtvollen Verzierungen und Details. Auch der eine oder andere Besuch einer spanischen Taparia durfte natürlich nicht fehlen. Den Höhepunkt der gemeinsamen Reise stellte aber ohne Zweifel der Besuch im „Centro de Humanizar“ in Tres Cantos, nahe Madrid, dar. Dieses Zentrum verwaltet sowohl eine Ausbildungsstätte für angehende PflegerInnen als auch ein Altenheim und eine Palliativstation. Br. Jose Carlos Bermejo, der Generaldirektor des Hauses, kam extra für diesen einen Tag mit dem Zug von Barcelona nach Madrid, um uns „sein“ Haus vorzustellen. Nach einem kurzen Überblick, sowohl in Fakten als auch in Zahlen, die uns Br. Jose Carlos präsentierte, vermittelte er uns diese Informationen in Form eines Rundganges durch das ganze Haus. Schon eingangs erwähnte er, dass das Haus „Don Camilos“ die „schönste“ Palliativstation der Welt habe. Und ja, genau so war es. Auch das Altenheim beeindruckt mit Individualität und Kreativität. Die unterschiedlich eingerichteten Zimmer sowie die Außen- und Gartenanlagen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Überall erkennt man die Handschrift des überaus kreativen Leiters und seiner MitarbeiterInnen. Ein gemeinsames Mittagessen zeugte ebenfalls von der besonderen Gastfreundschaft und Herzlichkeit der spanischen Kamillianer.

Das gesamte IBG-Team wird diese Einrichtung in ganz besonderer Erinnerung behalten.

IBG-Team

Ostern - Leben in Licht und Farbe

Nach dem Motto „Ostern – Leben in Licht und Farbe“ wurde die Kirche im LKH Salzburg heuer gestaltet. Frau Anna Petz, eine ehrenamtliche Seelsorgerin, hat dieses Thema mit Stoff sichtbar gemacht.

Der Sieg unseres Erlösers über den Tod soll den Besuchern, die oft aus sehr belasteter Situation zum Verweilen und Beten kommen, in einer großen, hellen Ostersonne und in bunten Stoffbahnen aufleuchten. Das Fest der Auferstehung bringt gerade in die dunklen Tage ein strahlendes Licht. Frau Petz beschreibt die Farben, wie folgt: Das ROT erzählt, dass Gott nichts als Liebe und Erbarmen ist. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ (Joh 3,16). Er befähigt uns, einander Liebe zu schenken. Das GELB verweist als wärmende Farbe auf das Leben und das Licht eines neuen Tages – und als goldgelb auf Gottes heilsame Gegenwart. Das WEISS erinnert in seiner Helligkeit und Reinheit an das größte Geheimnis, das wir Gott nennen. Er ist „Alles in Allem“, wie das Sonnenlicht, das aus vielen Farben im Wunder des Miteinanders zum Weiß wird. Es war der Wunsch, nach den Tagen der Karwoche die Osterbotschaft in Licht und Farbe aufleuchten zu lassen und jeden Menschen, der eintritt, zu beleben und im Glauben zu stärken.

P. Joshy Kanjirathamkunnel MI, Pfarrer, LKH Salzburg

Karl Borromäus-Kirche

111 Jahre lang war diese Kirche Mittelpunkt und Blickfang des einstigen Geriatriezentrums Am Wienerwald.

Durch die Schließung des Hauses 2015 ist es still geworden um dieses Gotteshaus. Momentan ist es nur mehr an Sonntagen und kirchlichen Festen ab 14.00 Uhr geöffnet. Um 15.30 Uhr wird die hl. Messe gefeiert mit Gläubigen und Besuchern, die schon seit langer Zeit regelmäßig zum Gottesdienst kommen oder rein zufällig anwesend sind. Leider ohne die Patienten von früher. Erfreuliche Ausnahmen sind noch die Hochfestgottesdienste zu Christi Geburt (Christmette) und die Feier der Osternacht. Dazu kommen die Kirchenführungen (Univ.-Doz. Dr. H. Svoboda) sowie die Adventkonzerte mit dem Michaels Kammerchor. Das Kamillusfest ist ebenfalls ein Highlight vor dem allgemeinen Urlaubsbeginn. Heuer wurde es am 3. Juli 2016 um 15.30 Uhr gefeiert. Für den Orden der Kamillianer, seit 1906 in der Krankenhausseelsorge tätig und momentan durch P. Dorner vertreten, war diese Kirche das Zentrum der Tätigkeit. Die Ordensgemeinschaft fühlt sich innerlich verpflichtet, sich für die Instandhaltung und die geistliche Nutzung dieses Juwels einzusetzen. Der Dienst am Wort und am Altar ist hochgeschätzt. Nach unzähligen Gottesdienstfeiern mit PatientInnen, Festlichkeiten mit Kardinälen und Bischöfen, Äbten und Ordensleuten, Priester- und Diakonatsweihen bleibt die erlebnisreiche Erinnerung. Die Karl Borromäus-Kirche ist und bleibt ein Gotteshaus und sollte kein Museum werden.

Die Mitte des einstigen Areals im Versorgungsheim Lainz, die Karl Borromäus- Kirche, wird auch noch nach Jahrzehnten in die Stadt Wien hineinschauen und ein Zeichen der Erinnerung sein für intensive medizinische und pflegerische Tätigkeit und den Dienst der Kamillianer. So wollte es Karl Lueger, der Erbauer, als er in die Apsis der Kirche schreiben ließ: „Was ihr dem geringsten Mitmenschen getan, das ist Christus getan.“

P. Edmund Dorner MI

Brüder Samariter übernehmen das Kloster Hilariberg

Mit 1. September 2016 ziehen die „Brüder Samariter der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens“ (FLUHM) ins Kloster Hilariberg. Vorerst werden drei Brüder in das Ordenshaus einziehen. Schon im Sommer wird es vereinzelte Aktivitäten rund um das Kloster und die dazugehörende Wallfahrtskirche geben, kündigte der Hausobere P. Florian Heel an. Das Programm des Hauses setze einen Schwerpunkt auf spirituelle Weiterbildung. Einkehrtage, Exerzitien und Bibelrunden sollen „am Bergl“, wie das Kloster genannt wird, angeboten werden.

Lange wurde über die Zukunft des Klosters Hilariberg gerätselt. Das Kloster in Kramsach ist ein beliebter Wallfahrtsort und war über 100 Jahre in der Hand des Kamillianerordens. Im April 2015 kaufte die Erzdiözese Salzburg die 18.000 Quadratmeter große Liegenschaft mit Kirche, Kloster, Sportplatz und Garten. Die Brüder Samariter FLUHM wurden in den 1980er Jahren von dem aus Polen stammenden P. Andrzej Michalek gegründet.

© Kamillianer 2016 - 12.07.2016 [Stand: 26.07.2016]zurück     nach oben