Kamillianer

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Wunden in Perlen verwandeln
Generalversammlung der
Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern

Unter diesem Motto fand die 3. ordentliche Generalversammlung (GV) der Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern (Säkularinstitut Kamillianische Schwestern und Freunde der Kranken und Leidenden – Sankt Kamillus) vom 20. bis 27. Jänner 2007 im Bildungshaus Greisinghof in Oberösterreich statt.

Der erste Teil der Woche war den Berichten und Neuwahlen vorbehalten. Zur Generalleiterin wurde Rosilane Garcia Corrêa aus Brasilien gewählt. Regionalleiterin für Europa ist Erna Mair aus Oberösterreich. Sieben Mitglieder der Gemeinschaft aus Brasilien prägten die Woche durch ihre Herzlichkeit und Spontaneität. Sie wurden begleitet von P. Alberto Marques de Sousa.

Er hatte in Österreich das Theologiestudium absolviert und wurde im Dezember 2006 in Brasilien zum Priester geweiht. Derzeit ist er der geistliche Begleiter der Gemeinschaft in Brasilien. Bei seinem ersten Gottesdienst in der GV, den er gemeinsam mit P. Alfred Pucher zelebrierte, spendete P. Alberto den Primizsegen.

Ein Herzstück der Gemeinschaft ist das Charisma der inneren Heilung. Wie können die Wunden im Leben eines Menschen in Perlen verwandelt werden? Zu diesem Thema sprach Heidelinde Hinteregger, die die Gemeinschaft vor 25 Jahren zusammen mit vier anderen Frauen gegründet hatte, im Hauptreferat der Woche: „Das Leben der Menschen im Alltag führt dazu, dass sie innere Wunden erfahren. Zur Heilung gehört auch ein Beziehungsgeschehen, das längere Zeit braucht, so wie die Entstehung einer Perle in einer verletzten Muschel.”

Ihr zweites Referat eröffnete Visionen für die Gemeinschaft: „Besonders durch die Familien in der Lebensform der Freunde der Kranken und Leidenden – Sankt Kamillus können heilende Zellen in unserer Gesellschaft entstehen. In ihnen werden die Grundbedürfnisse gestillt: Heimat, Sosein-dürfen, wie ich bin, Würde und Anerkennung sowie Hoffnung.”

Altbischof Maximilian Aichern besuchte am Freitag die GV. In seiner Predigt ging er ebenfalls auf das Motto der Woche ein: „Wir haben in den Evangelien ein ganz großes Beispiel, wie Wunden verwandelt werden: den auferstandenen Jesus. Seine Wunden sind ein strahlendes Zeichen seiner Liebe.” Und auch uns machen unsere eigenen Belastungen verständnisvoller gegenüber unseren Mitmenschen, so der Bischof weiter. Am Ende des Gottesdienstes erbat er für jede Einzelne Segen und Heilung.

Durch die gemeinsame kamillianische Spiritualität war in dieser GV Einheit zwischen Menschen mit unterschiedlicher Sprache und Kultur erlebbar.

Auf rote Herzen haben die brasilianischen Geschwister geschrieben, was Jesus uns zusagt: „Eu preciso de você” (ich brauche dich), damit auch heute Wunden in Perlen verwandelt werden können.

Andrea Fröschl
Maria Manzenreiter

Generalleitung der Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern mit Pater Alberto
Neue Generalleitung der Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern,
v. l.: Erna Mair, Maria Manzenreiter, Rosilane Garcia Corręa, Maria Isabel de Paula und Eliana Pinto,
mit P. Alberto Marques de Sousa.
Foto: Erna Mair
 

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