Kamilluskreuz Die Kamillianische Familie

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Die Kamillianische Familie

Gemeinschaft der Freunde
für Kranke und Leidende

Eine große Herausforderung

Krankheit und Leid sind eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Die moderne Medizin allein reicht nicht aus. In seiner existentiellen Not braucht jeder Kranke persönliche Zuwendung, Anteilnahme und Hilfe.

„Ich habe keinen Menschen!" So der erschütternde Schrei des Gelähmten am Teich Betesda, als ihm Jesus begegnet und ihn heilt (Joh 5). Unter dem Zeichen des roten Kamilluskreuzes möchte die Kamillianische Familie bezeugen, „daß die Liebe Christi zu den Kranken dauernd gegenwärtig bleibt" (Grundgesetz der Kamillianer).

Kamillianische Familie - was ist das?

Die Kamillianische Familie ist eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, Gesunden, Behinderten und Kranken. Sie nimmt sich der Kranken und Leidenden in den Pfarrgemeinden an und lebt nach Art einer Basisgemeinschaft. Aufgabe der Kamillianischen Familie ist es,

- im Geist und nach dem Beispiel des hl. Kamillus von Lellis zu wirken,

- Herz, Gebet und Zeit mit Kranken, Leidenden und Hilfesuchenden zu teilen,

- kranke, alte und behinderte Menschen in Krankenhäusern, Heimen und Wohnungen zu besuchen.

Diesen Dienst an den Kranken erfüllt die Kamillianische Familie nach den Leitsätzen und der Arbeitsweise der Kamillianer. So nimmt sie am Auftrag der ganzen Pfarrgemeinde zur Sorge um die Kranken teil.

Aufnahme und Einführung

Alle Mitglieder der Kamillianischen Familie werden in einem Ausbildungskurs auf ihren Dienst vorbereitet. Diese Kurse finden gewöhnlich an sechs Abenden statt. Dabei geht es um die biblische Grundlegung, eine Einführung in das Leben und die Spiritualität des hl. Kamillus sowie um praktische Fragen wie Gesprächsführung, Krankenbesuche, Sterbebeistand usw. Zum Abschluß legen die Teilnehmer das Kamillianische Versprechen ab und erhalten als Zeichen ihrer Mitgliedschaft das rote Kamilluskreuz.

In den Pfarrgemeinden trifft sich die Kamillianische Familie regelmäßig zu Bibellesung, Gebet, Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Bestärkung. Keiner soll in seiner Sorge um alte, kranke oder behinderte Menschen allein stehen. Ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit untereinander ist das fürbittende Gebet beim täglichen Angelus-Läuten.

1983 sind in Österreich die ersten Kamillianischen Familien entstanden. Von Österreich aus gegründet, gibt es sie inzwischen auch in Südtirol, Kroatien, Ungarn und Rumänien. Das zeigt die Aktualität des kamillianischen Dienstes heute. Die Kamillianischen Familien Österreichs arbeiten seit 1995 im Dachverband der Gemeinschaft der Kamillianischen Familien zusammen. Neben Fortbildungsveranstaltungen werden Heilungsgottesdienste, geistliche Besinnungstage und Exerzitienkurse angeboten.

Unser Vorbild: der hl. Kamillus

Kamillus von Lellis (1550-1614) ist einer der großen Caritas-Heiligen der Kirche. Nach einer abenteuerlichen Soldatenlaufbahn kam er wegen einer Fußwunde ins „Spital der Unheilbaren" und erlebte dort schlimme Mißstände. Nach einer intensiven Gotteserfahrung bekehrte sich Kamillus und fand bei den Kranken seine Lebensaufgabe. Er wurde Pfleger und als Spitalsmeister verantwortlich für die Organisation des Pflegedienstes und der Verwaltung. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte er in Pflege, Hygiene und Diät Reformen durchzuführen. Bald schlossen sich ihm Gleichgesinnte an. Kamillus erkannte auch die religiöse Not der Kranken. Als Spätberufener ließ er sich zum Priester weihen und gründete 1591 den Orden der Diener der Kranken (Kamillianer). Nach 40jährigem Krankendienst starb Kamillus 1614 in Rom. 1746 wurde er heiliggesprochen und später zum Patron der Kranken, der Krankenhäuser und aller im Krankendienst Tätigen erklärt. Der ganzheitliche Dienst der Kamillianer umfaßt die Krankenpflege und die Krankenseelsorge. „Legt euer Herz in eure Hände!" Dieses Wort gab Kamillus seinen Gefährten mit auf den Weg. Heute ist die von ihm gegründete Ordensgemeinschaft weltweit verbreitet. Außerdem arbeiten fünf Frauenorden, zwei Säkularinstitute und die Laienvereinigung der Kamillianischen Familie im Geist des hl. Kamillus. Gemeinsam ist allen die Sorge um kranke, behinderte, alte und sterbende Menschen.

Bitte, helfen Sie mit!

Wenn Sie kranken Menschen in Ihrer Umgebung helfen wollen, können Sie in einer Kamillianischen Familie mitarbeiten. Wir laden Sie ein, Kontakt mit uns aufzunehmen, und freuen uns auf Ihre Mitarbeit.

Kamillianische Familien finden Sie in den oberösterreichischen Pfarrgemeinden von: Altenhof am Hausruck, Altmünster, Bad Zell, Frankenburg, Grünau, Kirchdorf/Krems, Liebenau, Pettenbach, Schwanenstadt und Sierning. In den niederösterreichischen Pfarren Gloggnitz, Haag und Ternitz. Sowie in Vorarlberg in Gaissau.

Weitere Informationen:

Christa Kahr
Präsidentin der Gemeinschaft der
Kamillianischen Familien Österreichs
Vorchdorfer Straße 64, 4643 Pettenbach
Tel.: 0699/10 74 65 31
E-Mail: christa@baumeister-kahr.at
Christa Kahr

 

P. Leonhard Gregotsch MI
Kamillianerkloster Wien
Versorgungsheimstraße 72, 1130 Wien
Tel. 01-804 61 41, Fax 01-804 61 41-30
E-Mail: Provinzialat@kamillianer.at

Weitere Informationen zu Ereignissen in den Kamillianischen Familien finden Sie auch im Archiv.

© Kamillianer 2014 - [Stand: 23.02.2014]     zurück     nach oben