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Brief an die Mitglieder der Kamillianischen Familie der Laien und die Geistlichen Assistenten


Meine Lieben,

wir aus der „großen kamillianischen Familie“ leben in einer bedeutungsvollen Zeit. Es steht nämlich die Eröffnung der Vierhundertjahrfeier des Todes des hl. Kamillus bevor. In jedem Teil der Welt, wo Kamillianer sind, werden verschiedenen Initiativen vorbereitet oder sind bereits verwirklicht. Sie sind aus der Kreativität und dem Einsatz vieler entstanden, um auf intensive Art dieses Ereignis zu gestalten. Auch wir aus der Kamillianischen Familie wollen an diesem wichtigen Ereignis teilnehmen, vor allem auch aus Dankbarkeit für das Geschenk, das wir von diesem großen Heiligen empfangen haben. Er ist eine so wichtige Gestalt für unser Leben, wegen seines Beispiels, seines Werks und seines Lebens als Antwort auf die Berufung, die er vom Herrn empfangen hat.

Zusammen mit der Dankbarkeit für das Geschenk, das über den hl. Kamillus auch wir empfangen, haben wir in diesem Jahr auch einen Grund, die kamillianische Spiritualität besser kennen zu lernen und neu zu entdecken, indem wir die Aktualität seiner Botschaft und seines Vorbilds für die heutige Zeit wahrnehmen, für einen jeden von uns, in welcher Situation auch immer, und in jedem Teil der Welt, wo immer wir leben. Zur selben Zeit sollen wir beitragen, dass der hl. Kamillus immer besser bekannt und geliebt wird von den Kranken, von den Menschen, die an ihrer Seite leben, von den Fachkräften der Krankenbetreuung, von den Freiwilligen.

Wir feiern das Vierhundertjahr-Jubiläum des Todes des hl. Kamillus: Sein Erbe ist auch heute lebendig, dauert fort in der Zeit. Sein Charisma, das Geschenk, das er vom Heiligen Geist empfangen hat, trägt Früchte und lebt in denen, die dem Ruf Christi Folge leisten und die den hl. Kamillus kennen und seine Schule der Nächstenliebe und die sich den Brüdern und Schwestern mit ihrem Dienst zur Verfügung stellen, besonders im Dienst an den Leidenden, den Ausgeschlossenen, den Armen und denen, die aufgrund ihrer Armut leiden, und für die, deren Recht auf eine Behandlung nicht respektiert wird.

Die Einladung für das kommende Jahr besteht darin, dass wir mit größerer Hingabe, mit Aufmerksamkeit und Verfügbarkeit unsere kamillianische Berufung der Laien leben, uns im Dienst an den Kranken engagieren und fähig werden, unseren Glauben zu entwickeln und zu bewahren, ebenso unsere Zugehörigkeit zur Kamillianischen Familie. Damit wir teil haben an den Gnadengaben dieser großen Familie und uns jeden Tag bemühen, Zeugen der Liebe und der Zärtlichkeit des Herrn gegenüber jedem Menschen zu werden.

Ich habe vom Gefühl der Zugehörigkeit gesprochen. Ich hätte gern, dass es in einem jeden von uns wächst, nämlich das Sich-in-Verbindung-Wissen mit vielen Laien, mit den Ordensleuten der Kamillianer in der ganzen Welt – in der Welt von heute, in der es scheint, dass sie vom Individualismus beherrscht wird. In ihr soll uns immer bewusster werden, dass wir Teil einer Familie sind, die vom Herrn zusammengerufen wurde, berufen um gemeinsam das Reich Gottes aufzubauen und gemeinsam an der Spiritualität und an der kamillianischen Sendung teilzuhaben.

Vor kurzer Zeit, nämlich am 18. Mai 2013, ging auch das Generalkapitel der Diener der Kranken zu Ende. Jedes Kapitel ist eine Zeit der Erneuerung für eine Institution, also auch für die Kamillianer. Es ist eine Zeit des Miteinanderlebens in der Geschwisterlichkeit der gemeinsamen Berufung der Geweihten, der Priester und der Brüder. Es ist zugleich eine Zeit der Überprüfung des Fortschritts des Ordens, seiner Treue zum Charisma. Während dieses Kapitels fanden auch die Wahlen statt für die Erneuerung des Generalrats. Er wird in den nächsten sechs Jahren im Amt sein, nämlich bis zum nächsten Kapitel. P. General Renato Salvatore wurde für weitere sechs Jahre bestätigt; ebenso auch P. Paolo Guarise, der jetzt der Generalvikar ist. Als Generalrat für die Aus- und Weiterbildung wurde P. Hubert Goudjinou gewählt; Generalrat für die Missionen ist Bruder Dieudonné Sorgho; Generalrat für den Ordensdienst Pater Alberto Marques.

Dem neuen Generalrat haben wir unsere Glückwünsche übermittelt – zusammen mit den Wünschen für eine gute Arbeit. Wir haben ihm versichert, dass wir ihrer im Gebet ständig gedenken, damit der Dienst für den Orden und für die Kamillianische Familie reiche Früchte trage.

Wir erfuhren, dass zum Geistlichen Assistenten der Kamillianischen Familie der Laien P. Paolo Guarise ernannt wurde. Wir begrüßen ihn mit großer Freude und sind uns sicher, dass wir gemeinsam einen Dienst leisten werden für die Kamillianischen Familien in der Welt.

Wir spüren einen tief empfundenen Dank gegenüber den Mitgliedern des vorhergehenden Generalrats – in besonderer Weise für P. Jesus Maria Ruiz, unseren Geistlichen Assistenten während der vergangenen sechs Jahre. Vielen Dank für den geleisteten Einsatz im Dienst an der Kamillianischen Familie der Laien – immer mit Respekt und Verständnis, in der Begleitung unseres Weges. Wir sagen ihm nicht nur Dank, sondern wir werden mit ihm in Kontakt bleiben und begleiten ihn in seiner neuen und anstrengenden Aufgabe eines Provinzoberen der Spanischen Provinz.

Während der ersten Tage des Generalkapitels war eine repräsentative Gruppe von Laien der Kamillianischen Familie aus verschiedenen Ländern anwesend. Gemeinsam haben wir diese Zeit verbracht und die Eucharistie zu Beginn des Kapitels in der Kirche der Maddalena in Rom gefeiert. Wir besuchten einige Räumlichkeiten, wie den Kapitelsaal und das Museum. Wir konnten die sterblichen Überreste des hl. Kamillus sehen, im Angesicht seines Herzens meditieren, das sich im Zentrum des Cubiculum befindet, dem Ort wo der Heilige gestorben ist.

Die Kamillianische Familie der Laien hat auch eine Aufgabe, die auf uns wartet: die Vorbereitung der Generalversammlung der Vereinigung, die wir im nächsten Jahr im Mai feiern werden. Für den jetzigen Augenblick begnügen wir uns damit, dieses Ereignis anzukündigen. In Kürze, wenn wir uns, die Mitglieder der Zentralkommission der Kamillianischen Familie der Laien, mit dem neuen Geistlichen Assistenten P. Paolo getroffen haben, werden wir alle übrigen und notwendigen Informationen geben, damit wir uns gut auf dieses wichtige Ereignis vorbereiten können.

Diesen kurzen Brief, der uns begleiten wird, um den Anfang des Jubeljahres und das Kamillusfest zu feiern, möchte ich mit einem kurzen Text aus der Schlussbotschaft der Kapitelteilnehmer abschließen. Die Kapitelteilnehmer sagen gegen Ende der Versammlung: „Jedes Generalkapitel ist immer ein Ankunftspunkt, aber vor allem auch ein neuer Ausgangspunkt, nämlich für das bevorstehende Jubeljahr anlässlich des Todes des hl. Kamillus. Dieses drängt uns dazu, keine Furcht zu haben und mit Mut eine erneuerte jugendliche Geisteshaltung zu erwerben, um neue Wege zu finden und diesen zu folgen, um unserem Charisma Ausdruck zu geben, indem wir verschiedene und kreative Entscheidungen in den diversen Ländern der Welt treffen. Wir alle müssen den Mut haben, über unseren Horizont hinauszublicken – in der Gewissheit, dass der Sauerteig des Evangeliums still damit fortfährt, den Teig zu durchsäuern. Wir sollen keine Furcht haben, neue, unbekannte Wege zu gehen … Wir werden dazu ermutigt ohne Ängstlichkeiten neue ‚Areopage‘ zu besteigen, indem wir nicht mit Worten das Evangelium verkündigen, sondern mit Zärtlichkeit und Nächstenliebe.“

Das Evangelium zu verkündigen mit Gesten der Zärtlichkeit und Nächstenliebe: Wie wichtig ist diese Einstellung, wie oft hören wir diese Worte durch das Lehramt von Papst Franziskus in unseren Gemeinschaften widerhallen! Wir sind uns bewusst, dass das kamillianische Charisma auf der Liebe, auf der Barmherzigkeit beruht, auf der Zärtlichkeit, die wir leben und von der wir Zeugnis geben als gläubige Menschen, jeden Tag, im Besonderen gegenüber den Leidenden. Wir bitten aber den Herrn und den hl. Kamillus, dass sie uns helfen und uns jeden Tag begleiten, damit wir imstande sind, unser Herz zu öffnen und uns über die Brüder und Schwestern beugen zu können, denen wir begegnen, und Zeugnis abzulegen von der Güte Gottes gegenüber einem jeden seiner Söhne und Töchter!

Rosabianca Carpene
Präsidentin der Kamillianischen Familie der Laien
und Amalia, Elvira und Giosuè

Verona, am 6. Juni 2013

© Kamillianer 2013 - [Stand: 29.06.2013]     zurück     nach oben