Kamillianer
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Eine „neue Schule der Nächstenliebe”

 

Notizen aus der Geschichte des Kamillianerordens

Die Kirche hat den Dienst der Barmherzigkeit an den Kranken als den besonderen Auftrag des hl. Kamillus und des Ordens anerkannt, in ihm den Ursprung unseres Sendungsauftrages aufgezeigt und das Werk des Gründers als eine „neue Schule der Liebe” bezeichnet. Grundgesetz Art. 9

Als Kamillus von Lellis im Jahr 1614 starb, zählte der Orden 322 Mitglieder und 16 Niederlassungen in fünf verschiedenen Ordensprovinzen: in Rom, Neapel, Sizilien, Mailand sowie in der Toskana. Innerhalb von dreißig Jahren stieg die Zahl der Niederlassungen auf 27. Doch wegen der vielen Seuchen dezimierte sich die Mitgliederzahl immer wieder - trotz jährlicher Neuzugänge. Der Orden hatte Niederlassungen in großen Städten wie Rom, Neapel, Mailand, Genua, Bologna, Florenz, Ferrara, Messina, Palermo usw. sowie in einigen Provinzstädten. Das „Markenzeichen” der Kamillianer war die enge Verknüpfung von Krankenpflege und Krankenseelsorge. Gerade die verheerenden Pestepidemien, die im 17. Jahrhundert Italien immer wieder heimsuchten, bedeuteten für die Kamillianer in ihrer „neuen Schule” eine harte Bewährungsprobe.


Die erste gedruckte Ausgabe der Ordensregel von 1848.
 

Im Dienst an den Pestkranken ...

Bereits zu Lebzeiten des Kamillus hatten sich zahlreiche Ordensleute für die Opfer der Pest in Neapel (1589), der Hungersnot in Rom (1590 und 1596) und der furchtbaren Beulenpest in Nola (1600) eingesetzt. Dabei verloren fünf Ordensleute ihr Leben. In Palermo wurde 1624 die Pestkranken-Hilfe von Bruder Giulio Cesare Terzago, dem obersten Direktor des Lazaretts von S. Lucia, geleitet. Sechs der diensthabenden Ordensleute starben durch Ansteckung. 1630, während der „Manzonianischen” Pest in Nord- und Mittelitalien, arbeiteten über 120 Kamillianer in Mailand, Mantua, Bologna, Modena, Imola, Florenz, Lucca und anderen Provinzstädten. 56 von ihnen infizierten sich im Krankendienst und starben an der Pest.

Mitte des 17. Jahrhunderts geriet der Kamillianerorden in eine große Krise. Durch den Einsatz des Generaloberen P. Marcantonio Albiti fanden die Brüder erneut zusammen. Auch hier war es der Dienst an den Pestkranken in Neapel, Rom und Genua (1656-57), der die Selbstlosigkeit der Ordensbrüder erneut herausforderte. 80 von ihnen starben im Dienst an den Pestkranken, darunter auch der Generalobere P. Albiti - eine weitere Prüfung, die die junge Gemeinschaft nochmals dezimierte.

und auf den Schlachtfeldern

Neben den Seuchen wurde das 17. Jahrhundert von zahlreichen blutigen Kriegen heimgesucht. Kamillus hatte selbst als Söldner das Leid, das der Krieg mit sich bringt, kennen gelernt. In den Türkenkriegen hatte er seine Mitbrüder aufgefordert, dem päpstlichen Heer nach Ungarn zu folgen (1595), um Kranke und Verwundete zu pflegen. Erstmals tauchte das rote Kamillianer-Kreuz auf den Schlachtfeldern Ungarns auf. Als Zeichen menschlicher Solidarität und Hoffnung erscheint es dann im kroatischen Krieg (1601), im Dreißigjährigen Krieg (1627), bei der Plünderung Mantuas (1629) und in den Konflikten zwischen Spanien und Portugal.

Ausbreitung nach Spanien und nach Lateinamerika

Trotz all dieser Schwierigkeiten gelang es dem Orden 1643, über Italien hinauszuwachsen, und zwar durch eine Gründung in Spanien. 1693 wurde Spanien eine eigene Ordensprovinz und bereitete später Niederlassungen der Kamillianer in Lateinamerika und Portugal vor.

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Ordenshäuser von 40 auf 64, die der Kamillianer auf über 400. Überwiegend arbeiteten die Ordensbrüder bei den Kranken und den Sterbenden in den Privathäusern.

Die Vorbereitungen auf die Selig- (1742) und Heiligsprechung (1746) des Gründers Kamillus von Lellis gab dem Orden neuen Schwung und brachte Mut zu neuen Initiativen. Bereits im Jahre 1710 entstand die erste Niederlassung Lateinamerikas in Peru. Von hier aus gründeten die Kamillianer weitere Ordenshäuser in Bolivien, Ekuador, Kolumbien, Chile und Mexiko.

1754 wurde die Vizeprovinz Portugal gegründet. Die Neugründung sollte bei der schweren Seuche, die einige Jahre später in Lissabon ausbrach, Zeugnis für den Geist des Ordens geben: 37 Ordensleute starben bei der Pflege der Cholerakranken. 1761 wurde auch ein Haus in Raab (Györ) in Ungarn gegründet.

Beim 30. Generalkapitel (1782) verzeichnete man die bisher größte Ausbreitung des Ordens: 70 Gemeinschaften, unterteilt in sechs Ordensprovinzen und zwei Vizeprovinzen. Doch diese hoffnungsvolle Entwicklung traf auf immer stärkere innere und äußere Hindernisse.

Massive staatliche Eingriffe

1788 verbot die Regierung des Königreichs beider Sizilien den blühenden Kamillianer-Provinzen Neapel und Sizilien jeden Kontakt mit und jede Abhängigkeit von der Ordensleitung in Rom. So wurden die Provinzen Neapel und Sizilien gewaltsam vom Orden getrennt. Dasselbe geschah wenig später mit den Gründungen in Spanien, Portugal und Lateinamerika. Auch in Norditalien führten die absolutistischen Gesetze Kaiser Josephs II. zu Abspaltungen und brachten dem Orden größte Schwierigkeiten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schien der Orden am Ende zu sein. Die kirchenfeindlichen Maßnahmen unter Napoleon erstickten jede Arbeitsmöglichkeit. Der Ordensobere P. Michelangelo Toni wurde nach Paris deportiert und auf die Insel Capraia verbannt. Alle italienischen Provinzen außer der römischen wurden aufgehoben. Als der napoleonische Sturm vorüber war, wurden die vier italienischen Provinzen neu errichtet: die römische, die neapolitanische, die sizilianische und die piemontesische (von 1814 bis 1835). Zusammen zählten sie 27 Häuser.


Das rote Kamillianerkreuz war auf vielen Kriegsschauplätzen präsent.
 

Auch im 19. Jahrhundert fehlte es nicht am heroischen Einsatz der Kamillianer. Diesmal war es die Cholera, die unzählige Opfer forderte. Die erste Epidemie suchte Italien 1835 heim und dauerte mehrere Jahre. Bis 1885 kehrte die Cholera in fünf Wellen zurück. Immer wieder stellten sich die Kamillianer den Kranken mutig zur Seite - unter Einsatz des eigenen Lebens, wie es das vierte Gelübde des Ordens forderte.

Das rote Kreuz

Auch auf zahlreichen Kriegsschauplätzen des 19. Jahrhunderts waren Kamillianer präsent. In Italien taten sie sich bei der Pflege der Verwundeten bei den verschiedenen Konflikten des Risorgimento, den oft kriegerischen Einigungsbestrebungen in Italien, hervor: in Pastrengo und Custoza, in Solferino und in S. Martino. Vermutlich fielen auch dem Schweizer Philanthropen Jean-Henri Dunant die auf den Schlachtfeldern anzutreffenden Ordensleute mit dem roten Kreuz auf – ein Anstoß zur Gründung des „Roten Kreuzes” im Jahr 1864. 1870 arbeiteten Kamillianer in Frankreich und in Rom bei Hilfsaktionen zum ersten Mal mit dem Roten Kreuz zusammen.

Neben der Aufhebung der Ordenshäuser hatten die andauernden Repressionen durch die staatliche Gewalt die Zerstreuung der Ordensleute und überhaupt einen allgemeinen Verfall des Ordenslebens zur Folge. Der Gemeinschaftsgeist, die Armut und der direkte Dienst am Kranken gerieten in Vergessenheit. Eine Reihe von Ordensleuten zog sich ins Privatleben zurück oder beschränkte sich aufs Predigen und auf den Dienst in der Pfarrseelsorge.

Pater Bresciani - der Reformator


P. Stanislaus Carcereri (1840 – 1899), Missionar und Afrikaforscher.
 

Eine grundlegende religiöse und spirituelle Erneuerung der Kamillianer erreichte ein Kamillianer aus Verona, P. Camillo Cesare Bresciani (1787-1871). Der geistvolle Mann und begnadete Prediger war so vom hl. Kamillus fasziniert, dass er die Kanzel verließ und sich ganz den Kranken und Alten des städtischen Altersheims in Verona widmete. 1842 wurde er selbst Kamillianer und sammelte Gleichgesinnte um sich. Damit leitete P. Bresciani eine grundlegende Erneuerung des Ordens ein, die an die alten Ideale des Gemeinschaftslebens und der geistlichen und leiblichen Betreuung der Kranken zu Hause und in den Krankenhäusern anknüpfte. Neben der Rolle des Priesters wertete er die Rolle des kamillianischen Laienbruders wieder auf. Priester und Brüder sollten sich in ihrem ganzheitlichen Dienst an den Kranken ergänzen. Die Gründung Brescianis dehnte sich auf verschiedene Städte in Lombardo-Venetien aus. 1862 wurde die Region zur eigenständigen Ordensprovinz erhoben. Die Folge war ein überraschender Aufschwung des Ordens, der auch noch die Vitalität und die Kraft fand, sich weiter zu entfalten.

Dennoch dauerten die staatlichen Repressionen an. 1866 hob das Königreich Italien alle Ordensgemeinschaften auf. Die Gefahr, dass die Ordensmitglieder sich zerstreuten, war groß. In Verona schloss sich eine Gruppe zusammen und bereitete sich an der Seite von Daniel Comboni auf die Mission in Afrika vor. P. Stanislaus Carcereri, ein energischer Kamillianer voll Idealismus, leitete die Expedition (1867). Er führte auch weitere Expeditionen nach Zentralafrika durch und gründete in Kordofan eine erste christliche Gemeinde. Aufgrund von Streitigkeiten um das ursprüngliche Ordensideal musste diese erste große Mission des Ordens nach zehn Jahren abgebrochen werden (1877). P. Carcereri kehrte zurück, half tatkräftig bei der Gründung der Ordensprovinzen in Frankreich und Spanien mit und wurde schließlich zum Generalvikar des Ordens gewählt.


P. Luigi Tezza (1841 – 1923).
 

Eine neue Blüte am Horizont: Frankreich

1877 wurde die französische Ordensprovinz gegründet und zählte bereits nach zehn Jahren sieben Häuser und eine stattliche Anzahl von Ordensleuten. Einer der Gründerväter war der im Jahr 2001 seliggesprochene P. Luigi Tezza. In den 18 Jahren, die er in Frankreich verbrachte, diente er der jungen Ordensprovinz als Ausbildner, Superior und Vizeprovinzial. Zusammen mit Maria Giuseppina Vannini gründete er 1892 den Frauenorden der „Töchter des hl. Kamillus”. Doch auch aus Frankreich vertrieben die Repressionen seitens der Dritten Republik (1880 bis 1901) die Kamillianer. Sie wanderten nach Belgien und Holland aus und gründeten dort neue Niederlassungen. Als die Arbeit in Frankreich wieder möglich war, übernahmen sie die alten Häuser beziehungsweise gründeten neue Zentren. Die holländische Gründung, in der einheimische und wegen des Kulturkampfes aus Deutschland vertriebene Kamillianer arbeiteten, erweiterte sich durch eine Niederlassung in Dänemark.


Maria Giuseppina Vannini. Mit ihr gründete P. Tezza 1892 den Orden der ”Töchter des hl. Kamillus”.
 

1893 bat der Erzbischof von Sevilla den Oberen P. Mattis, dass die Kamillianer nach Spanien zurückkehren sollten. So entstand eine Ordensgemeinschaft in Valencia und dann in Madrid und in Barcelona sowie ein Noviziat in Vich (1896-1901).

Eine Idee erobert die Welt

Aufgrund der andauernden staatlichen Unterdrückungsmaßnahmen zählte der Orden zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch etwa dreißig Häuser, unterteilt in die drei italienischen Provinzen und die französische Provinz sowie in die spanische Delegation. 1900 wurde das Haus in Lima wieder angegliedert. Insgesamt blieb die Zahl der Ordensleute unter 200. Trotz dieser bescheidenen Bilanz gelang es dem Orden, sich in wenigen Jahrzehnten nicht nur in Europa, sondern auch in viele Länder anderer Erdteile auszubreiten. Die italienischen Provinzen eröffneten, wo es möglich war, die aufgehobenen Häuser wieder neu und gründeten neue Niederlassungen.

Im Jahr 1900 durften die deutschen Ordensleute wieder von Holland nach Deutschland zurückkehren, wo sie Gemeinden und Hilfswerke errichteten. 1903 wurde die deutsche Provinz gegründet, die auch Holland und Dänemark mit einschloss und bald um Österreich (1906) und Polen erweitert wurde (1907). 1909 konnte die spanische Gründung wieder zur Provinz erhoben werden.

1922 kam es durch eine Gruppe italienischer Ordensleute unter Führung von P. Innocente Radrizzani zu einer Gründung in Brasilien und 1923 durch P. Michael Müller und einige Brüder aus Deutschland in den Vereinigten Staaten. P. Gaspare Cañada eröffnete 1932 zusammen mit anderen Spaniern Häuser und Kommunitäten in Argentinien und Chile. 1935 gründete P. Terence Rourke zusammen mit irischen Brüdern, die in Belgien ausgebildet worden waren, in Killucan die erste Gemeinschaft in Irland.


In dem altehrwürdigen Kamillianerkloster in Lima/Peru ist heute u.a. eine Aids-Station für Mütter und ihre Kinder untergebracht.
 

Wenn die einzelnen Gründungen in der Zahl der Mitglieder, der Niederlassungen und der Aktivitäten eine gewisse Stabilität erreicht hatten, wurden sie zu Ordensprovinzen erhoben. 1936 wurde die sizilianisch-neapolitanische Provinz wieder errichtet, und 1946 errichtete der Generalrat nahezu gleichzeitig nicht weniger als sechs Provinzen: Polen, Holland, Österreich, Brasilien, Irland, England und Nordamerika. Später eröffnete die französische Provinz eine Delegation (= Niederlassung) in Kanada (1954), die irische Provinz in Australien (1963) und die lombardo-venetianische Provinz in Kolumbien (1964). Letzterer wurden 1975 auch die Häuser in Peru angegliedert.

Im Vergleich zu früher haben sich die Aufgaben des Ordens, das heißt der Dienst der Kamillianer am Krankenbett, wesentlich erweitert und verändert. In fast allen Provinzen und Delegationen unterhält der Orden eigene Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die teilweise hoch spezialisiert sind. Im Mittelpunkt steht der Mensch: Die Ordensleute dienen der Person des Kranken im ganzheitlichen Sinn: medizinisch-pflegerisch wie auch psychologisch und seelsorglich. In den nicht-ordenseigenen Krankenhäusern arbeiten die Kamillianer hauptsächlich in der Krankenhausseelsorge. Dazu gehören auch die Seelsorge für das Personal und die Mitarbeit in der Krankenpflegeausbildung. In den jeweiligen Ortskirchen arbeiten Kamillianer häufig in den Krankenreferaten und in der Betreuung freiwilliger Helferinnen und Helfer im Krankendienst.

Aufbruch ohne Ende: die Missionen

1946 wurde in der südchinesischen Provinz Yunnan eine erste kamillianische Mission errichtet. Nach und nach kamen Pfarreien, Ambulanz-Stationen, mobile Sanitätsdienste und eine Leprastation hinzu. Dieser hoffnungsvolle Aufbruch fand nach nur sechs Jahren durch die Truppen Mao Zedongs ein Ende. Alle europäischen Missionare wurden spätestens 1952 ausgewiesen.

Vor den Toren Chinas baute man neue Niederlassungen auf, in der Hoffnung, eines Tages nach Festlandchina zurückkehren zu können. So kamen die Kamillianer-Missionare nach Taiwan (Formosa), auf die Pescadores (Fischer-Inseln) und schließlich nach Thailand. Dort bauten sie blühende Institutionen auf: Krankenhäuser, Ambulanzen, Leprastationen, Ausbildungsstätten für Krankenpfleger, soziale Einrichtungen, Kirchen sowie Kleine und Große Seminare für den Ordensnachwuchs. Die Mission in Fernost, seit 1969 Vizeprovinz und seit dem Jahr 1997 selbstständige Provinz, wurde 1975 um die Philippinen erweitert.

In den letzten drei Jahrzehnten entstand eine Reihe von Missionen in Afrika: in Burkina Faso (1967), Benin (1971), Tansania (1975), Kenia (1976) und Madagaskar (1979). Im selben Jahr wurde in Südindien, in Bangalore, Bundesstaat Karnataka, eine Mission gegründet. Neue Gründungen in unmittelbarer Vergangenheit erfolgten in Ungarn (1996), Haiti (1996), Armenien (1992) und Georgien (1997), Ekuador (1995), Mexiko (1999), Uganda (2000) und Bolivien (2000). Gründungen in Indonesien, Laos und Vietnam zeichnen sich ab. Auch nach Festlandchina (Provinz Yunnan) dürfen die Kamillianer seit 1990 besuchsweise zurückkehren und ihre Arbeit für die Leprakranken wieder aufnehmen. Hinzu kommt der rasante weltweite Aufbruch der Kamillianischen Familie. Das beweist, wie gerade heute der spezifische Dienst der Kamillianer an den Armen und Kranken gefragt ist - und zeugt zugleich von der ungebrochenen Kraft des Ordens, der auf die „Zeichen der Zeit” eine Antwort geben will.

Die kamillianischen Missionare widmen sich der Evangelisierung, sozialen Problemen und der Ausbildung von Jugendlichen, aber vor allem den Kranken und dem Gesundheitswesen. Ein Beispiel ist das Krankenhaus von Macapá, das von Dr. Marcello Candia aufgebaut und den Kamillianern der brasilianischen Provinz übergeben wurde. Aber jede der genannten Gründungen hat ihre eigene Geschichte, die reich ist an faszinierenden Ereignissen und profilierten Persönlichkeiten. Die inzwischen über 400jährige Geschichte des Ordens bezeugt den ungebrochenen Willen des Ordens, im Geist des hl. Kamillus, wo immer es möglich ist zu bezeugen, „dass die Liebe Christi zu den Kranken dauernd gegenwärtig ist” (Grundgesetz der Kamillianer).


Aufbruch ohne Ende. Junge Kamillianer-Missionare in Thailand.
 
Die Generaloberen des Kamillianerordens

Kamillus von Lellis, Ordensgründer (1591-1607)

Seine Nachfolger:
  1. Biagio Oppertis (1607-1613)
  2. Francesco Nigli (1613-1619)
  3. Sanzio Cicatelli (1619-1625)
  4. Frediano Pieri (1626-1634)
  5. Matteo Moruelli (1634-1640)
  6. Giovanni Battista Novati (1640-1646)
  7. Nicolò Grana (1646-1652)
  8. Marco Antonio Albiti (1652-1656)
  9. Sante Cacciamani (1657-1658)
  10. Giovanni Barberis (1658-1666)
  11. Giovanni Stefano Garibaldi (1666-1678)
  12. Francesco Monforte (1678-1684)
  13. Giovanni Battista Lasagna (1684-1686)
  14. Bartolomeo Del Giudice (1687-1693)
  15. Francesco Del Giudice (1693-1699)
  16. Nicolò Du Mortier (1699-1705)
  17. Antonio Tinghini (1705-1709)
  18. Pantaleone Dolera (1710-1713)
  19. Paolo Pietro Natalini (1713-1716)
  20. Domenico Gangi (1716-1722)
  21. Gaspare Riccioli (1722-1728)
  22. Francesco Perez Moreno (1728-1734)
  23. Giovanni Domenico Costantini (1734-1740)
  24. Sebastiano Lopez-Cuetto (1740-1743)
  25. Domenico Pizzi (1752-1758)
  26. Giovanni Gentili (1758-1764)
  27. Gabriele Marin De Moya (1764-1770)
  28. Nicolò Antonio Berzovini (1770-1774)
  29. Bartolomeo Marinez-Corella (1776-1782)
  30. Bonaventura Amici (1782-1788)
  31. Giuseppe Dell’Uva (1788-1799)
  32. Pietro Amici (1799-1807)
  33. Michelangelo Toni (1807-1821)
  34. Giovanni Camillo Orsoni (1821-1824)
  35. Giovanni Antonio Francone (1824-1826)
  36. Luigi Togni (1832-1838)
  37. Antonio Maria Scalabrini (1838-1844)
  38. Luigi Togni (1844-1849)
  39. Silvestro di Stefano (1850-1856)
  40. Francesco Italiani (1856-1862)
  41. Giuseppe Oliva (1862-1868)
  42. Camillo Guardi (1868-1884)
  43. Giacchino Ferrini (1884-1889)
  44. Giovanni Mattis (1889-1895)
  45. Pietro Desideri (1895)
  46. Stanislao Carcereri (1895-1898)
  47. Giuseppe Sommavilla (1898-1903)
  48. Francesco Vido (1904-1920)
  49. Alfonso Maria Andrioli (1920-1922)
  50. Pio Holzer (1923-1929)
  51. Germano Curti (1929-1935)
  52. Florindo Rubini (1935-1947)
  53. Karl Mansfeld (1947-1965)
  54. Forsenio Vezzani (1965-1971)
  55. Heinrich Dammig (1971-1977)
  56. Calisto Vendrame (1977-1989)
  57. Angelo Brusco (1989-2001)
  58. Frank Monks (2001-2007)
  59. Renato Salvatore (ab 2007)

Literaturhinweise

Piero Sannazzaro, Geschichte des Kamillianer-Ordens (1550-1699). Eigenverlag: Provinzialat der Kamillianer. Wien 1998.

Jerzy Kuk, I Camilliani sotto la guida di P. Camillo Guardi (1868-1884). Edizioni Camilliane. Turin 1996.

Dienen unser Beruf. Ein Panorama der kamillianischen Mission. Provinzialat der Kamillianer. Essen 2003.

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