Kamillianer

Pastoralbesuch »
zurück
Was ist neu?
Aktuelles
Kamillianer auf einen Blick
Gesamtauswahl
Spiritualität
geistliche Impulse
Gebete
Orden weltweit
Österr.Provinz
Mitarbeiter gesucht
Missionswerk
Gesundheitsdienst
Kamill. Schwestern
Die Kamill. Familie
Kamillus von Lellis
Ordensgeschichte
Textsammlung
Literatur
Links
Archiv
Seitenübersicht
Stichwortverzeichnis
Kontakt

Wegweisung und Ermutigung

Zum Pastoralbesuch des Pater General in Österreich

Vom 21. bis 28. April 2009 kam der Generalobere des Kamillianerordens, Pater Dr. Renato Salvatore, zu seinem ersten Pastoralbesuch nach Österreich. Begleiter war der Generalvikar des Ordens, der Spanier Pater Jesús Maria Ruiz. Wegen des wachsenden Alters der Mitbrüder ist die Situation der Provinz schwieriger geworden. Von den 19 Mitgliedern, die auf zehn verschiedenen Stationen leben, sind elf über 70 Jahre alt. Ihre Herkunft aus verschiedenen Ländern (Österreich, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Indien) ist ein Reichtum, bedeutet für das Gemeinschaftsleben aber auch eine ständige Herausforderung. Hohe Anerkennung findet das Engagement der Provinz für die Mitarbeit in Kommissionen des Ordens in Rom, für die Sorge um die Kamillianischen Familien sowie die solidarische weltweite Hilfe unseres Missionswerks. Erste Früchte zeigt auch die Berufepastoral der Provinz.

Gottesdienst der Kamillianischen Familien in St. Lörinc in Budapest
Gottesdienst der Kamillianischen Familien in St. Lörinc in Budapest

Kommunitäten in Salzburg, Wien und Nyiregyháza

Der erste Besuchstag galt dem Kamillianerkloster Hilariberg bei Kramsach in Tirol. Hier hält P. Josef Angerer gemeinsam mit den Dominikanerinnen die Stellung. Dann ging es nach Salzburg, neben Wien die zweite Kommunität der Provinz. Verteilt sind hier die sieben Kamillianer auf das Landeskrankenhaus St. Johann, die Christian-Doppler-Klinik und das Kamilluskolleg – für das Gemeinschaftsleben nicht gerade eine Erleichterung. Von Salzburg aus ging die Reise über Wels, wo Pater Aleks Palavri? als Krankenhausseelsorger arbeitet, und Wien nach Nyiregyháza zu Pater Dr. Anton Gots, der dort mit Frater Béla Maczák in Seelsorge und Sozialarbeit umfangreich engagiert ist. Am 24. April stand die Teilnahme an der Generalversammlung der Kamillianischen Familien Ungarns auf dem Programm. An den letzten beiden Tagen besuchten Pater General und Pater Ruiz die Mitbrüder in den Krankenhäusern Wiens, trafen sich mit den Kamillianischen Schwestern und nahmen an der Sitzung des Provinzrats teil.

der Generalobere des Kamillianerordens zu Besuch bei Pater Policha
Letzter Besuch: Am 22. April 2009 war der Generalobere auch im Kloster Hilariberg
und traf dort mit dem am 23. Juni 2009 verstorbenen Pater Dr. Josef Policha zusammen.

Die brennenden Fragen der Provinz

Nach seiner Pastoralvisite richtete Pater General ein Schreiben an die Mitglieder der Österreichischen Provinz und dankte für die mitbrüderliche Aufnahme und das erwiesene Vertrauen in den Gesprächen. Das Schreiben widmet sich brennenden Fragen der Provinz: ihre künftige Gestalt, das Gemeinschaftsleben, die „interkulturelle“ Brüderlichkeit, die Frage der Berufungen und die Kamillianische Familie. Diese Themen werden alle in der Provinz die nächsten Jahre über beschäftigen und darüber hinaus in ganz Europa. Am 10. und 11. Juni 2009 kam es deshalb in Rom zu einem ersten Austausch der Ordensleitung mit den europäischen Provinzialen.

der Generalobere des Kamillianerordens Pater Dr. Renato Salvatore
Nach dem Pastoralbesuch richtete der Generalobere ein Schreiben an seine Mitbrüder in der Österreichischen Provinz.

An die Mitbrüder der Österreichischen Provinz!
Auszüge aus dem Brief des Generaloberen

„Ihr durchlebt in der Provinz eine grundlegende Veränderung ... Gefordert ist eine persönliche und eine gemeinschaftliche Offenheit, diese Veränderungen mit ihren Herausforderungen anzunehmen. Wir müssen die Gegenwart realistisch einschätzen, in der Überzeugung, dass die Geschichte in Gottes Hand ist. Gott ist kein Pessimist, er meint es gut mit uns Menschen!

Wir sind uns alle der Bedeutung des Gemeinschaftslebens bewusst: Ihr seid herausgefordert, der Zerstreuung entgegenzuwirken ... Für die nächste Zukunft, scheint uns, muss man auf drei Kommunitäten setzen: Salzburg, Wien und Nyiregyháza. Die anderen Orte müssen überdacht werden.

Die interkulturelle Realität unseres Ordens ist ein Thema, das im Orden noch nicht hinreichend bedacht wurde. Der rasche Wandel in der Gestalt des Ordens und die gesteigerte Mobilität der Mitbrüder führen zur Bildung multikultureller Kommunitäten und zum Zusammentreffen von Kulturen, Mentalitäten, Gewohnheiten ... Im Blick auf Institute mit langer Erfahrung mit internationalen Kommunitäten können wir besser die Bedeutung dieses Phänomens erkennen, sehen, dass das ‚interkulturelle Zusammenleben’ nicht zuletzt auch eine Frage der ständigen Fortbildung ist.

Die Kamillianische Familie ist für unseren Orden ein Geschenk Gottes. Das ist wirklich eine geeignete Form der Zusammenarbeit von Ordensleuten und Laien innerhalb unseres Charismas. Diese Wirklichkeit wird klar bestätigt in der Österreichischen Provinz, die derzeit an die hundert Gruppen zählt mit ca. 2.000 Mitgliedern. Die Provinz hat mit der Öffnung nach Osteuropa Mut bewiesen und mit Großzügigkeit viel in die Kamillianische Familie investiert ...

Der Umfang und das Ausmaß der karitativen Tätigkeit, die Ihr täglich wahrnehmt, besonders in den Gesundheitseinrichtungen, ist aufbauend und bewundernswert ... Euer Dienst sei auf die Verbindung mit Gott gegründet, die durch das Gebet, die Teilnahme an den Sakramenten gestärkt wird und sich in der Communio mit den Brüdern, besonders der eigenen Kommunität, verwirklicht und bewahrheitet.“

Pater Renato Salvatore
Rom, am 15. Mai 2009

Kommunität
Pater General zu Besuch im Kamillianerkloster Wien.
1. Reihe (v. links nach rechts): Pater Biju, Pater Salvatore, Pater Alfréd, Pater Joshy. 2. Reihe: Pater Dorner, Pater Alois Kummer, Generalvikar Pater Ruiz, Oblate Renato Dódi, Pater Martin Th. Kummer, Pater Provinzial Gregotsch.

© Kamillianer 2009 - [Stand: 05.07.2009]nach oben