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Einkehrtag Liebenau
Einkehrtag Liebenau

Einkehrtag der KFÖ Liebenau

Der Leiter der Kamillianischen Familie, Anton Schübl, lud am Samstag, 27. Oktober 2018, zu einem Einkehrtag im Pfarrheim Liebenau mit P. Alfréd György. Neben dem Ortspfarrer Josef Postlmayer kamen 13 Mitglieder der KF Liebenau und drei Vorstandsmitglieder der KFÖ zum Einkehrtag.

Mit einem Morgenlob, Gebet und Liedern begann der Einkehrtag. Danach hielt P. Alfréd sein Impulsreferat zum Thema: „Wege gehen – innehalten – Ruhe finden – Wallfahrt des Herzens …“. Wir gehen alle unsere Wege. Doch müssen wir auch innehalten, um zu erfahren, dass Gott mit uns auf dem Weg ist. Wir müssen zur Ruhe finden, damit wir nachher miteinander den Weg weitergehen können.

P. Alfréd las aus dem AT die Berufung des Jeremia (Jer 1,4f) und wies darauf hin, dass diese Berufung auch unsere Berufung ist. Gott redet zu mir. Ich bin angesprochen. Die Krankheiten der Gesellschaft sind heute Angst, Unsicherheit, Lebenskrisen, Orientierungslosigkeit, doch wir sind von Gott geliebt und ER hat einen Plan mit uns, aber nicht ohne uns. Wir können vertrauen, dass wir durch die Liebe Gottes ausgewählt sind.
Was in zwischenmenschlichen Beziehungen oder durch unschuldiges Leid zerstört wurde, dort dürfen wir aufbauen. Gott hat uns den Auftrag zum Aufbauen gegeben, indem wir anderen Liebe, Hoffnung, Trost geben.

Berufung ist Verantwortung. Wir müssen dankbar sein für die Berufung und die Erfahrungen auf dem Lebensweg wahrnehmen. Wir sind auch unbewusst Hilfe für alle, die durch unsere Berufung berührt worden sind. Mit Beispielen aus dem Leben des hl. Kamillus, seiner Berufungsgeschichte beendete P. Alfréd seinen Impulsvortrag, der in Kleingruppen vertieft wurde.

Im Vergleich mit der Lebensgeschichte des hl. Kamillus stellte P. Alfréd unsere Lebenssituationen heute dar. Kamillus lebte mit Herz, das war seine Kraftquelle. Alles was unser Leben ausmacht, ist unser Kraftfeld, besonders positive Erlebnisse. Allein nur Positives im Leben ist unmöglich. Die Gnade Gottes kann Schlechtes in eine Kraftquelle verwandeln.
Kamillus stand zu seinen Irrwegen im Leben. Seine Bekehrung war seine Kraftquelle. Auch wir dürfen unsere Verirrungen in das Herz Gottes legen, um Kraft zu schöpfen.
Gott war geduldig mit dem hl. Kamillus und hat ihm nach dem Bewusstwerden seiner Schwachheit immer wieder eine letzte Chance gegeben. Auch uns gibt Gott immer eine letzte Chance, wenn wir uns unserer Schwachheit bewusst werden. So können wir aus seiner Gnade neue Kräfte erhalten.

P. Alfréd erklärte die große Marienfrömmigkeit des hl. Kamillus. Viele bedeutende Ereignisse seines Lebens fielen auf Marienfeiertage. Seine Mutter stammte aus Loretto. Sie sah Kamillus in einem Traum mit einem roten Kreuz und sie begleitete Kamillus im Gebet. Kamillus fand mit 25 Jahren Gott im Leben. Im Kamillianerorden werden die Ordensgelübde jährlich am 8. Dezember (Maria Empfängnis) erneuert, sowie im Oktober die Lauretanische Litanei gebetet.
Wie ist meine Beziehung zu Maria? Mit den Patienten kann ich zu Maria beten. Wir dürfen unseren Willen in die Hände der Muttergottes legen. Mit unseren Gebeten für den Kamillianerorden und die Kamillianischen Familien weihen wir auch unser Herz der Gottesmutter.

Nach Anbetung und Beichtmöglichkeit in der Pfarrkirche Liebenau wurde der Einkehrtag mit der Feier einer Heiligen Messe abgeschlossen.

Gerhard Lenzenweger


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