Kamillianer
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Die Kamillianische Familie Österreichs
Ein umfangreiches und engagiertes Jahresprogramm präsentiert


Frau Seidel
 

Unter Leitung der Präsidentin Felicitas Seidel fand vom 11. bis 12. Jänner 2008 im Bildungshaus Greisinghof in Tragwein, Oberösterreich, die Klausurtagung der Gemeinschaft der Kamillianischen Familien statt. Dabei ging es um das Jahresprogramm 2008, den wichtigen Informationsaustausch sowie um eine Bestärkung im kamillianischen Dienst an kranken und leidenden Menschen.


P. Gregotsch
 

„Unsere Hauptsorge muss den sozial Ausgegrenzten gelten!” Eingangs zitierte P. Leonhard Gregotsch, geistlicher Assistent der Kamillianischen Familien, aus einem Brief der Präsidentin der Kamilianischen Familie auf Weltebene, der Kolumbianerin Isabel Calderon. „Eine Globalisierung ohne Solidarität führt zu sozialer Ausgrenzung und schadet den Armen in der Welt.” Der hl. Kamillus habe in seiner Zeit die Kranken aus der Hand geldgieriger Leute befreit und mit einer Gemeinschaft von frommen und rechtschaffenen Menschen im Spital San Giacomo den Grundstein zu einer weltweite Institution der Barmherzigkeit gelegt. Das ist unser Fundament.

In seinem Referat sprach P. Gregotsch über die beim letzten Generalkapitel beschlossenen Statuten. Sie geben den weltweit rund 3.000 Mitglieder zählenden Kamillianischen Familien nicht nur eine neue Struktur, sondern erfordern auch eine geordnete finanzielle Basis. Die Provinzialstatuten sollen nun dem Statut des Generalkapitels angeglichen werden. Vorgesehen ist übrigens auch die Herausgabe eines Handbuches, das in zwölf Kapiteln in die besondere kamillianische Spiritualität und die Arbeit der Kamillianischen Familie einführt.

Äußerst lebendig waren die Erfahrungsberichte aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Besuche bei kranken und einsamen Menschen sowie trauernden Angehörigen, aus denen viel Liebe und Phantasie in der Gestaltung spricht. Manche Schwierigkeiten gibt es in der Bekanntgabe der Namen der Kranken seitens der Krankenhausleitung. Zugleich wird der Wunsch nach einer Einführungskurs in den Krankenbesuch laut. Geplant ist ein dreitägiger Kurs, der mit dem Pfingstseminar am 23. Mai 2008 beginnen soll.

Der April bringt kamillianisches Großereignis: Vom 21. bis 26. April findet in Mottinello bei Padua eine Internationale Generalversammlung der Kamillianischen Familie statt. Aus Österreich nehmen neben P. Gregotsch Felicitas Seidel und Christa Kahr teil. Auch aus Ungarn, Rumänien und der Ukraine sind Teilnehmer gemeldet. Die Vorbereitung dieses Treffens wurde bei der Generalversammlung eingehend diskutiert. Erforderlich sind Berichte, Fotos, Schriften, Bücher und anderes Anschauungsmaterial, das die Delegation aus Österreich bei der Versammlung präsentieren kann. Eine geistliche Basis geben die Exerzitien vom 28. bis 30. März 2008 in Subiaco in Kremsmünster, diesmal unter dem Stichwort „Barmherzigkeit”. P. Alfréd György spricht über das Gottesbild im Lukasevangelium und heilende Begegnungen, Barmherzigkeit bei Kamillus und „Spuren der barmherzigen Liebe Gottes auf unserem Lebensweg”.

Abschließend rief P. Gregotsch die Teilnehmer zum verstärkten Gebet um geistliche Berufe bei den Kamillianern auf. „Arbeite so, als ob alles von dir abhängt. Und bete, als ob alles von Gott abhängt.” Das könnte das Motto der Kamillianischen Familie in Österreich sein.


Klausurtagung der Kamillianischen Familien (v. rechts): Gerhard Lenzenweger, Felicitas Seidel,
Maria Bauernberger, Elisabeth Zeitelhofer, P. Leonhard Gregotsch, Christa Kahr, Anton Schübl,
Elfriede Maiss, Ernestine Lehner, Diakon Gottfried Thom, Elisabeth Prömer.
 

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© Kamillianer 2008[Stand: 18.03.2008]css