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Camilliani oggi

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„Camilliani oggi“ - „Kamillianer heute“

Die Kamillianer in Indien Seite 136 Seite 137

Im Jahr 1980 kamen die ersten Kamillianer nach Indien. Pater Crotti war es gelungen, in der Diözese Mananthavady in Kerala die Erlaubnis zur Ausbildung von Ordenskandidaten zu erhalten. In den ersten Jahren studierten die von Pater Crotti angeworbenen Kandidaten im Kleinen Seminar der Diözese. Erst 1983 konnten die Kamillianer daran denken, ein eigenes Seminar zu gründen. 1984 wurde es dann vom Generaloberen Pater Calisto Vendrame in Mananthavady eingeweiht. Für die Ausbildung nach der Profess wurden die Kandidaten in das Kolleg Dharmaram Vidya Kshetram nach Bangalore geschickt.

1985 kam Pater Ernesto Nidini nach Indien, um die junge Gründung zu übernehmen. Nachdem es einige Jahre in einem Mietshaus untergebracht war, konnte 1989 endlich das Große Seminar eröffnet werden. Die erste Gruppe der Novizen, die der Sorge von Pater Ermenegildo Calderaro anvertraut waren, begann am 24. Mai 1989 in Mananthavady das Noviziats jahr. Wenige Jahre später baute man in Eluru im Bundesstaat Andhra Pradesh das Kleine Seminar und ein weiteres Haus am Rand von Bangalore. Hier begann das 1997 eröffnete Zentrum Snehadaan mit seiner Arbeit unter den Armen und Sterbenden. Später wurde das Zentrum in der Betreuung der Aidskranken bahnbrechend. Mit den hier gesammelten Erfahrungen wurde im Jahr 2001 in Mangalore ein weiteres Haus für Aidskranke eröffnet.

Eine wichtige Stufe in der Ausbreitung des Ordens war die Errichtung des Ausbildungshauses für die Philosophie-Studenten in Nagpur. Am 9. November 2003 wurde es eröffnet. Inzwischen hatte auch ein weiteres Kleines Seminar seine Arbeit aufgenommen, und zwar in einem Mietshaus in Trichy im Bundesstaat Tamil Nadu.

1997 wurde die Gründung in Indien zur Delegation der Lombardo-venezianischen Provinz erhoben. Heute ist sie weiter im Wachstum begriffen. Besonderen Wert legen wir dabei auf Aktivitäten, wo wir Zeugnis vom Charisma des Dienstes an den Kranken ablegen können.

Bangalore-Studienhaus

Vier große Arbeitsbereiche

1. Snehadaan in Bangalore
Hier handelt es sich um ein Zentrum für Aidskranke mit 52 Plätzen. Die hauptsächlichsten Leistungen sind Palliativ-Pflege, Behandlung von Infektionen, Beratung von neuinfizierten HIV-Positiven und Werbung für eine Lebensführung auf der Basis von Werten, die zu einer Reduktion der Infektionen führen. Das Zentrum kümmert sich auch um Aufklärung in den Familien und hilft bei der Pflege erkrankter Angehöriger. Im medizinischen und pflegerischen Bereich wird eine Spezialausbildung angeboten.

Snehadaan bietet folgende Dienstleistungen an: - medizinischer und pflegerischer Beistand, um die Symptome unter Kontrolle zu halten, - fachliche Beratung in Trauerfällen, - Hilfe durch entsprechende diätetische Maßnahmen, - Physiotherapie, - Unterstützung beim Bemühen um Zusammenhalt der Familie und um Resozialisierung der Kranken, - geistliche und moralische Unterstützung der Kranken und ihrer Familien, - fachliche Schulung des Krankenpflegepersonals, was die Behandlung und Kontrolle der Symptome angeht, und überhaupt in allem, was mit HIV zusammenhängt, - Verteilung von Medikamenten gegen Tuberkulose im Rahmen des DOT-Programms, - Hilfe für die Familien und die Erkrankten, damit sie die Wichtigkeit hygienischer Massnahmen erkennen und eine gesunde Lebensführung lernen, - Erziehungsprogramme für die Bevöl kerung, - Follow up der Erkrankungsfälle.

2. Snehasadaan in Mangalore
Auch dies ist ein Zentrum für Aidskranke. Es ist offen für die Anliegen und Bedürfnisse von Aidskranken und bemüht sich, ihnen eine physisch und psychisch gute Umgebung zu bieten - in einem multidisziplinären Ansatz mit Ärzten, Physiotherapeuten, Gesprächstherapeuten und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie helfen, Gesundheit, Vertrauen und Würde zurückzugewinnen und möglichst auch die Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

3. Sneha Kiran in Eluru
Die Betreuung von Aidskranken und die Rehabilitation von Leprosen ist Schwerpunkt der Arbeit in Eluru.

4. Snehatheeram in Aluva
Auch Snehatheeram ist ein Zentrum für Aidskranke und HIV-Positive. Es befindet sich in Ernakulam in Kerala. Die Verwaltung dieser Zentren obliegt dem „Sneha Charitable Trust“, dessen Ziel es ist, die Leiden von aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen zu lindern. Das Projekt Snehatheeram begann im Jahr 2004 als Zentrum für Aidskranke und ihre Familien. Es bietet psychologische Unterstützung, Informationen, Programme zur Bewusstseinsbildung und Prävention sowie Erziehungsprogramme für eine Verhaltensänderung. Ein Gebäude für den Aufenthalt von HIV-positiven Patienten ist derzeit im Bau.

Zu den wichtigsten Projekten gehört es, mit Hilfe von Unterricht, Arbeitsgruppen, Medienarbeit usw. eine Bewußtseinsänderung herbeizuführen. Dadurch soll ein klares Wissen über die Epidemie und ihre Konsequenzen erreicht werden sowie die Bereitschaft, betroffenen Kranken „menschenfreundlich“ zu begegnen.

Mathew Perumpil

© Kamillianer 2009 - [Stand: 11.12.2009]     zurück     nach oben