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Kamillianisches Familientreffen in Rom
Ein historisches Treffen: 67 Mitglieder von acht kamillianisch geprägten Gemeinschaften
kamen zum ersten Mal in Rom zusammen, um gemeinsame Aufgaben abzusprechen.


Ein neues Miteinander
Kamillianisches Familientreffen in Rom



Zum Thema "Identität und Sendung" fand vom 3. bis 4. Oktober 2003 in Rom ein Treffen der großen Familie des hl. Kamillus statt. Angereist waren 67 Vertreterinnen und Vertreter von acht verschiedenen Gemeinschaften, die aus dem Charisma des hl. Kamillus leben. "Kamillus heute" berichtete. Wir bringen Auszüge aus dem Abschlußbericht des Generalrats P. Dr. Jacques Simporé, in dem der aus dem afrikanischen Burkina Faso stammende Generalrat Bilanz zieht.

Dieses Treffen war eine wunderbare Gelegenheit zur gegenseitigen Information und zum Austausch über unser gemeinsames Charisma. Zwei Tage haben wir gemeinsam über die Neu-Evangelisierung in der Welt der Gesundheit nachgedacht. Die Vorträge und der Austausch haben vertieft, was wir miteinander gemeinsam haben: die kamillianische Identität, und wie man sie im Bereich der Gesundheit heute besser sichtbar machen kann. Was haben wir gemeinsam als Erbe, und was haben wir gemeinsam an Herausforderungen und Aufgaben? Dabei geht es um folgende Themen:

Gemeinsame Projekte

  1. Was können wir gemeinsam auf dem Gebiet der Menschenrechte, für Gerechtigkeit und Frieden tun? Die jungen Menschen in unseren Ausbildungshäusern müssen für Frieden und Gerechtigkeit sensibilisiert werden. Eine gemeinsame Zentrale sollte hier Anregungen geben.
     
  2. Aids ist eine schreckliche Bedrohung der Menschheit. Miteinander haben wir weltweit ca. 30 Aids-Zentren. Eine Zusammenarbeit innerhalb der Familie des hl. Kamillus ist notwendig. Wichtig sind die Vernetzung aller Mitglieder im Kampf gegen Aids und die Zusammenarbeit mit den internationalen Institutionen.
     
  3. Im Aufbau begriffen ist eine Eingreiftruppe ("Task Force"),die in gesundheitsgefährdenden Krisen wie Erdbeben, Seuchen, Kriegshandlungen etc. länderübergreifend schnell zusammengestellt werden kann. Wie können wir da zusammenarbeiten? Zur Zeit wird ein Prospekt erstellt und ein hauptamtlicher Koordinator gesucht.
     
  4. Wie können wir unsere Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) "Gesundheit und Entwicklung" gemeinsam für Hilfsprojekte in den Entwicklungsländern nutzen? Miteinander sollten wir entsprechende Projekte bei den Regierungen bzw. internationalen Organisationen einreichen.

Wir haben fruchtbare Tage des Gebetes, der Geschwisterlichkeit, der intensiven Gruppenarbeit und des Austauschs verbracht. Durch diesen Kongreß haben wir uns besser kennen und auch schätzen gelernt. Wir konnten feststellen, daß wir die gleiche Blickrichtung haben: nämlich die Förderung des menschlichen Lebens, die Sorge um die Kranken und ihre Pflege, den Dienst bei den Armen. Dieses erste historische Treffen der Großen Familie des hl. Kamillus möge der Beginn eines langen Weges für eine große und fruchtbare Zusammenarbeit unter uns sein.

P. Jacques Simporé


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© W. Hartwig 2004
[Stand: 26.07.04]