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Kamill. Schwestern Gemeinschaftswoche
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Signet „Verwundetes Leben heilen“

Zur Gemeinschaftswoche der Kamillianischen Schwestern am Greisinghof

„Durch deine Wunden sind wir geheilt.“ Unter diesem Motto stand die jährliche Gemeinschaftswoche der Kamillianische Schwestern am Greisinghof bei Tragwein im Mühlviertel. Von der Krankenschwester über die Buchhalterin bis zur Sozialarbeiterin - 19 Frauen und ein Mann gehören der Gemeinschaft an, die sich besonders dem Dienst an seelisch und körperlich leidenden Menschen verschrieben hat.

Die 1981 in Oberösterreich entstandene Gemeinschaft ist im Geist eines Pioniers des Krankenwesens, des hl. Kamillus von Lellis (1550-1614), tätig. Ein Teil der Mitglieder hat sich in der Lebensform eines Säkularinstituts mit Gelübden an die „Kamillianischen Schwestern“ gebunden, die anderen leben ihre Berufung als „Freunde der Kranken und Leidenden - St. Kamillus.“ Eine Gruppe von 80 Personen besteht auch in Brasilien.

Foto der Gemeinschaft: Josef Wallner, KirchenZeitung der Di÷zese Linz
Foto: Josef Wallner, KirchenZeitung der Di÷zese Linz

Selbst Erfahrenes weitergeben

Was sie selbst an Heilung - vielfach an innerer Heilung erfahren haben, das wollen sie den Menschen weitergeben, mit denen sie in ihrem Lebensumfeld zusammenkommen oder im Beruf zu tun haben. So fassen die Kamillianischen Schwestern ihre Sendung zusammen. Andrea Fröschl, die neue verantwortliche Leiterin der Gruppe in Österreich, ist 1984 zur Gemeinschaft gestoßen: „Ich habe mich dort angenommen gefühlt und konnte auch meine Behinderung annehmen. Was ich dabei selbst als Geschenk erhalten habe, versuche ich weiterzugeben.“ Das können ganz einfache Dinge sein, wie für den anderen zu beten oder achtsam mit ihm umzugehen.

Gabi Tutschek gibt ihre Erfahrungen als ehrenamtliche Krankenhausseelsorgerin und als christliche Liedermacherin weiter: „Ich möchte mit der Freude am gesungenen Wort Gottes andere anstecken.“

Menschen am Rand nahe sein. Eine andere kamillianische Schwester, die wegen ihres Arbeitsfeldes ungenannt bleiben will, nimmt sich um Prostituierte, Zuhälter und Gefangene an: „Es ist unglaublich, wie sich Menschen selbst im Gefängnis verändern, wenn sie innerlich geheilt werden.“ Mit den eigenen Verwundungen umgehen und vergeben zu können, das ist bei diesen Menschen das große Lebensthema. „Wo das gelingt, bekommen sie wieder ein Gespür für andere.“

Josef Wallner
(aus der „Linzer Kirchenzeitung“ vom 8. Juli 2010)

© Kamillianer 2010 - [Stand: 25.07.2010]     zurück     nach oben