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Täglich sterben 800 Kinder an Aids

Aids-Aufklärung in Schulen
Die Kamillianer in Indien gehen in die Schulen: Aufklärung über Aids und
Gesundheitserziehung sind die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Aids.

Zum Welt-Aidstag am 1. Dezember

Täglich sterben 800 Kinder an Aids und den Folgekrankheiten, der Großteil in Afrika. Aber nicht, weil Aids an sich tödlich wäre: Vielmehr fehlt der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten und geeigneten HIV-Tests.

Am 1. Dezember ist Welt-Aidstag. Die Welt-Aidskonferenz in Wien im Juli 2010 hat erneut den Finger auf diese große Wunde der Menschheit gelegt. Zugleich wurde deutlich, dass im Kampf gegen Aids bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Dennoch ist die Anzahl der HIV-infizierten Menschen in den vergangenen Jahren in allen Regionen der Erde gestiegen. Am meisten in Ostasien, wo heute annähernd 50 Prozent mehr HIV-Positive leben als 2002, und in der Region Osteuropa/Zentralasien, wo ein Anstieg um 40 Prozent zu verzeichnen ist.

Die katholische Kirche steht im Kampf gegen Aids an vorderster Front. Insgesamt wird rund ein Viertel der Hilfe für HIV/Aids-Kranke und deren Angehörige weltweit von katholischen Einrichtungen und Initiativen getragen. In manchen armen Ländern, besonders in Regionen des südlichen Afrika, beträgt der Anteil der Kirche an der Aids-Hilfe bis zu 50 Prozent.

An den starken kirchlichen Initiativen haben maßgeblich auch die Kamillianer Anteil. Die Mitbrüder und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des weltweit verbreiteten Krankenpflegeordens haben sich von Anfang an der Herausforderung durch Aids gestellt. Weltweit betreiben sie eine ansehnliche Anzahl von Aidszentren und arbeiten in der Koordination der Aidshilfe und in der Aids-Forschung an hervorragender Stelle mit. Zum Beispiel in Indien, wo alle ihre sieben große Aidszentren kranken Menschen und Sterbenden offen stehen.

Kamillianer-Pater Siby und ein aidskranker Mann
In Indien arbeiten die Kamillianer in sieben großen Aidszentren.
Im Bild Pater Siby und ein aidskranker Mann.

Ausbruch vor 30 Jahren

Seit Ausbruch der Epidemie in den frühen 1980er Jahren haben sich ca. 70 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert und fast 26 Millionen sind seither an Aids gestorben. Knapp 75 Prozent davon stammten aus Afrika. Im Jahr 2008 haben sich 2,7 Millionen Menschen neu mit HIV infiziert, zwei Millionen sind an Aids gestorben.

Innerhalb von 30 Jahren hat sich das HIV-Virus weltweit ausgebreitet, hat Millionen von Menschenleben gefordert und führt heute vor allem Gesellschaften in Entwicklungsländern an den Rand des Zusammenbruchs. Noch ist die Immunschwächekrankheit nicht heilbar. An der Entwicklung eines Impfstoffes wird fieberhaft gearbeitet.

Mehr als 90 Prozent der HIV-Infizierten leben in Entwicklungsländern. Am stärksten betroffen sind bisher die Länder südlich der Sahara: 22,5 Millionen Menschen in dieser Region sind HIV-positiv. In Ländern wie Botswana oder Swasiland betragen die Infektionsraten mehr als 20 bzw. 30 Prozent. Die zahlenmäßig meisten HIV-Positiven leben in Südafrika und in Indien. In vielen Regionen Afrikas fehlt es aber an den Voraussetzungen für einen fachgerechten Einsatz der Medizin. Es mangelt an Krankenstationen, Ausrüstung und qualifiziertem Personal. So hat bislang nur jede fünfte kranke Person Zugang zu entsprechenden Medikamenten.

Die Opfer werden immer jünger

Aids entwickelt sich zusehends zu einer Krankheit junger Menschen. Die Hälfte der weltweit zwischen 2,5 und 2,7 Millionen Neuinfektionen pro Jahr entfällt auf Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahre, darunter deutlich mehr junge Frauen als Männer. Aber auch 2,4 Millionen Kinder unter 15 Jahren haben HIV/Aids; 90 Prozent dieser Kinder leben in Afrika südlich der Sahara. Während es in den Industrieländern Medikamente zur Behandlung von Aids gibt und diese fast allen zur Verfügung stehen, sieht die Situation für die Kinder in Afrika völlig anders aus. Nach Berichten der Caritas haben über 60 Prozent der Kinder in den ärmsten Regionen der Welt keinen Zugang zu den für sie überlebensnotwendigen Medikamenten.

Gefordert werden deshalb die Intensivierung von Entwicklung und ein besserer Zugang zu antiretroviralen Medikamenten für Kinder und zu geeigneten HIV-Tests für Kinder unter 18 Monaten sowie vermehrte Maßnahmen zur Verhinderung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind. Schließlich sollten zehn Prozent der weltweiten HIV/Aids-Mittel für Schutz, Versorgung und Ausbildung von Aidswaisenkindern aufgewendet werden.

Kamillianer

Lesen sie auch im Kapitel aus der Broschüre „Camilliani oggi“ - „Kamillianer heute“

© Kamillianer 2010 - 30.11.2010 [Stand: 30.11.2010]     zurück     nach oben