Kamillianer

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Helfen von Mensch zu Mensch - als Krankenseelsorger

Das Seelsorgeteam des Krankenhauses in Nyiregyháza.

Seit Oktober 2006 arbeitet Frater Béla Maczák als Krankenhausseelsorger im ostungarischen Nyiregyháza. Hier sein Bericht über Krankenhausseelsorge in postkommunistischer Zeit.


Seelsorge von Mensch zu Mensch: Frater Béla Maczák.

1989, nach der politischen Wende, wurde das Medikamentenlager des Spitals zu einer Kapelle umgebaut und am 20. August 1990 eingeweiht. Seit dieser Zeit gibt es eine offizielle Krankenhausseelsorge. Wesentlich dazu beigetragen hat der Kamillianerorden. P. Dr. Anton Gots stellte den Kontakt zur Krankenhausleitung her, der besonders in Zusammenarbeit mit der Humanpolitischen Abteilung segensreiche Auswirkungen zeitigte.

Jedes Jahr werden in den 2.231 Betten des Krankenhaus mehr als 85.000 Patienten gepflegt. Das Krankenhaus zählt 2.100 Mitarbeiterinnen und -arbeiter, darunter 450 Ärzte und 1.000 Pflegekräfte. Im Allgemeinen ist unsere Zusammenarbeit gut. Man respektiert mich, und wenn ich mal nicht auf eine Station gekommen bin, vermissen mich die Ärzte und Schwestern sogar.

In unserem Krankenhaus gibt es ein Seelsorgeteam, dessen Mitglieder Vertreter der römisch-katholisch, der griechisch-katholischen, der reformierten und der evangelischen Kirche sind. Es arbeitet auch eine große Anzahl von Laienhelfern der Kamillianischen Familie mit. Ich bin 40 Stunden pro Woche im Krankenhaus und mache auch bei ehemaligen Patienten Hausbesuche. Der Großteil der Patienten nimmt mich mit Freude oder zumindest mit großem Interesse auf. Im gemeinsamen Gespräch versuchen wir, Gottes Spuren im bisherigen Leben zu entdecken und auf dem weiteren Teilstück - durch das Leid hindurch - Wege mit Gott zu finden. Meine Erfahrung ist, dass mehrmalige Besuche den Patienten gut tun und durchaus gewünscht sind. Das gilt auch für das Gebet mit dem Patienten. Regelmäßig spenden wir die hl. Kommunion. Und wo ein Mensch im Sterben liegt, gilt die seelsorgliche Begleitung nicht nur ihm, sondern vor allem auch seinen Angehörigen. Wichtig erscheint mir, erreichbar zu sein und dem Patienten das Gefühl zu vermitteln, dass jemand in dieser unpersönlichen Welt für ihn da ist, der einfach von Mensch zu Mensch helfen möchte.

Fr. Béla Maczák


     

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© Kamillianer 2007 - [Stand: 21.10.2007]css