Kamillianer

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„Leben in Fülle” - Perspektiven und Lebensformen

Behindertenseelsorger Rupert Niedl, P. Alfred György, ein Musikant,
Gebärdendolmetscherin Brigitte Maurerbauer
(von rechts - Foto: Kirchenzeitung der Diozöse Linz).

Zum „Fest der Begegnung” in Altenhof

Am 28. September 2007 fand in Altenhof am Hausruck in Oberösterreich ein „Fest der Begegnung” statt. Veranstalter waren die Behindertenseelsorge der Diözese Linz, die Linzer Kirchenzeitung sowie die Behinderteneinrichtungen „assista” (Trägerverein von Altenhof) und „no limits”.

„Ich erlebe Behinderung nicht nur als Handicap oder als Ausgrenzung, ich werde sehr oft von der Gesellschaft behindert. Wenn ich zum Beispiel nicht in ein Lokal gehen kann, in das ich gern gehen möchte ...”

So Alfred Prantl, ein Einwohner von Altenhof. Als einer der beiden Novizen der österreichischen Kamillianer durfte ich beim dem Fest in Altenhof dabei sein - und kam bereichert zurück. Ich gewann Einblick in eine „andere Lebensform” und musste feststellen, dass wir als Kirche wie als Einzelne noch viel zu tun haben, damit endlich Gleichheit zwischen „behinderten” und „gesunden” Menschen zustande kommt. Es braucht offene Herzen, damit wir fähig werden zum Zuhören, mehr Offenheit, ein bisschen mehr Akzeptanz, Mut und Phantasie, eine ganz normale Mitarbeit von Menschen mit Behinderung in der Kirche zuzulassen.

„Mein Wunsch wäre, dass Behinderung nicht mehr als Leid gesehen wird, dass wir als vollwertige Menschen angesehen werden und die Kirche auch mit uns in Dialog tritt ...”, so noch einmal Alfred Prantl.

Das Fest wurde mit einem Wortgottesdienst eröffnet. Ein wichtiger Teil war ein Film, in dem Menschen mit Behinderung über ihre Freuden und Sorgen als Glaubende und Kirchenmitglieder Zeugnis gaben. Bereits im Vorfeld waren Behinderte eingeladen worden, ihre Erfahrungen zum Themenfeld „Kirche - Glaube - Behinderung” niederzuschreiben. Im Evangelium hörten wir dann von den Emmausjüngern (Lk 24,13-35). Die Begegnung mit dem Auferstandenen, ein Miteinander auf unserem Lebensweg sind möglich. Das ist die Frohe Botschaft - und immer ist der Herr bei uns auf unserem Weg, geht mit uns und bietet uns ein Leben in Fülle an.

Gezeigt wurde auch eine Karikaturen-Ausstellung sowie Darbietungen verschiedener Gruppen mit Akrobatik, Tanz und viel Musik.

Horváth László

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© Kamillianer 2007 - [Stand: 22.10.2007]css