Kamillianer
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„Zeugen einer herausfordernden und guten Zusammenarbeit in der Welt der Gesundheit”

Botschaft des Generalkapitels an die Mitbrüder des Ordens, an alle Mitglieder der großen Kamillianischen Gemeinschaft und an unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Gruß und Friede Euch allen!

Von Ariccia/Rom, dem Ort des 56. Generalkapitels, senden wir, die Teilnehmer, an alle Ordensmitbrüder und an alle Mitglieder der großen Kamillianischen Gemeinschaft und an unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unsere besten Wünsche. Vor allem danken wir Euch für die Gebete, die dem Kapitel vorausgegangen sind und die es begleitet haben. Wir sind gewiss, dass sie erhört worden sind. Einen besonderen Gruß richten wir an alle alten und leidenden Mitbrüder und Mitschwestern und denken im Gebet an sie.

das 56. Generalkapitel
das 56. Generalkapitel in Ariccia

Schon das äußere Aussehen der Kapitelteilnehmer offenbart die Verschiedenheit der Herkunft, die zunehmende Ausdehnung des Ordens in neue Länder und die Zunahme der Gegenwart einheimischer Mitbrüder aus den Entwicklungsländern. Das alles stellt zweifellos eine Bereicherung für die Leitung des Ordens dar. Das Generalkapitel ist von Mons. Tarcisio Bertone, dem Kardinalstaatssekretär des Vatikans, eröffnet worden. Er hat in seiner Ansprache durch den Verweis auf das Thema des Kapitels „Gemeinsam für Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt der Gesundheit” dessen Wichtigkeit und Aktualität für die Lokalkirchen und die ganze Welt unterstrichen. Außerdem hat er daran erinnert, dass das Charisma unseres Gründers uns zu „Zeugen einer herausfordernden und guten Zusammenarbeit in der Welt der Gesundheit” macht.

Schon vom ersten Tag an haben wir ein freundliches Klima erlebt, das die Verantwortlichen der Kamillianischen Gemeinschaften mit uns geteilt haben: die Dienerinnen der Kranken des hl. Kamillus, die Töchter des hl. Kamillus, die Mägde der Menschwerdung, die Missionarinnen der Kranken „Christus Hoffnung” und die Kamillianischen Schwestern, die Kamillianischen Familien und einige Laien, die mit uns zusammenarbeiten, und die von den Provinzen dem Generalrat vorgeschlagen worden sind. Wir haben erkannt, dass wir noch einiges an Weg zurückzulegen haben, was die Beziehung zu den Laien betrifft, angefangen von der Kamillianischen Familie, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bis zu den Angestellten unserer verschiedenen Einrichtungen.

Wir wünschen uns, dass die sichtbar gewordenen „Rinnsale möglicher Langsamkeiten und Verständnislosigkeiten” eingeleitet werden in jenen ergiebigen Fluss gegenseitiger Achtung, Zusammenarbeit und Gemeinschaft, der zum weiten Meer der Anteilnahme der Spiritualität im gemeinsamen Krankendienst führt.

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Kamillus Gemälde

Der Albanersee, der sich zu unseren Füßen ausdehnt, erinnert uns täglich an die Gegenwart des auferstandenen Herrn, der, wie damals in Galiläa, heute uns einladet zum Dienst der Barmherzigkeit in der Welt der Gesundheit. Die Nähe der päpstlichen Residenz in Castel Gandolfo, in diesen Tagen bewohnt vom gerade erst aus Brasilien zurückgekehrten Papst, ruft uns sowohl die Gemeinschaft mit der Kirche in Erinnerung, als auch die universale Dimension unseres Charismas und des ganzen Ordens.

Das vor kurzem erworbene kostbare Gemälde unseres Gründers, das vor uns aufgestellt ist, leitet unsere Sitzungen in der Aula, spornt uns an und erinnert uns daran, uns für die Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt der Gesundheit einzusetzen.

Der Besuch am Samstag, den 5. Mai 2007, in der Maddalena, dem Mutterhaus unseres Ordens in Rom, wo das Herz unseres Gründers aufbewahrt wird, hat uns mit neuem Schwung und neuer Liebe für das kamillianische Charisma erfüllt.

Bei der Wallfahrt am Sonntag, den 6. Mai, nach Bucchianico, zum Geburtsort des hl. Kamillus, schien unser innerer Wunsch, ständig zu unseren Wurzeln zurückzukehren, zum Ausdruck zu kommen, um jene Flamme der Liebe, die im Herzen unseres heiligen Gründers brannte, neu zu entzünden.

Im Status Ordinis (= Bericht über den Ist-Stand des Ordens), den der Generalobere, P. Frank Monks, präsentiert hatte, sind einige Herausforderungen unterstrichen worden, von denen „die größte auf dem Gebiet des Glaubens besteht”, weil unsere Aufgabe darin besteht, „das Reich Gottes auszubreiten, indem wir uns selbst und die Menschen auf Christus hin ausrichten”. Wenn wir angesichts der großen Veränderungen im Ordensleben „unsere Hingabe an Gott, und zwar an ihn allein, aus dem Blick verlieren, wird das unser Ende sein”. P. Frank Monks hat dann einige positive und ermutigende Aspekte hervorgehoben wie z. B. die positive Atmosphäre und den Geist der Zusammenarbeit im Orden in den letzten Jahrzehnten, die Liebe und den echten Enthusiasmus für unser Charisma, das in einer großen Vielfalt der Dienste zum Ausdruck kommt (besonders unsere Antwort auf Aids und andere soziale Krankheiten), die beachtliche Anzahl der in Ausbildung Stehenden, der größten in der Geschichte des Ordens, die Aktivität des Camillianum und der anderen Ausbildungszentren der Pastoral und Humanisierung.

Die Bemühungen der Kapitelteilnehmer gingen dahin, Leitlinien festzulegen, die den Orden anspornen, unser Charisma für die Welt und Kirche auszuüben. In diesem Sinn ist in der Aula öfter die Überzeugung ausgedrückt worden, dass der Orden in der Gerechtigkeit und Solidarität wächst, wenn jeder von uns Kamillianern in der Praxis diese zwei traditionellen und immer notwendiger werdenden Tugenden vertieft.

Der zentrale Augenblick des Kapitels war am 15. Mai die Wahl des neuen Generaloberen in der Person von P. Dr. Renato Salvatore. In der Homilie während der nach der Wahl von ihm geleiteten Eucharistiefeier hat er die Kapitulare und alle Ordensmitbrüder um das Gebet zur geistlichen Unterstützung gebeten, um den Willen Gottes zu erkennen und für das Wohl des Ordens erfüllen zu können.

Mit dieser Botschaft wollen wir Euch alle einladen, die Leitlinien und das Kapiteldokument zu studieren, sobald sie in Euren Provinzen, Delegationen und Kommunitäten angekommen sind. Diese Leitlinien stellen ein wirklich kamillianisches Programm dar, das im ganzen Orden umzusetzen ist.

Wir wollen unseren Gruß und unsere von Herzen ehrlichen Wünsche an alle Brüder und Schwestern der großen Familie des hl. Kamillus ausdehnen und an alle Männer und Frauen guten Willens, die in irgendeiner Art engagiert sind, eine gerechtere und heilere Welt zu gestalten, eine Welt, die geeinter und solidarischer ist mit denen, die leiden.

Möge Maria, Heil der Kranken, der hl. Kamillus und unsere Seligen wohlwollende Fürsprecher sein, um diese unsere Wünsche in die Hände Gottes zu legen, der Ursprung der Liebe und Quelle des Lebens ist.

Ariccia/Rom, 18. Mai 2007
Die Kapitularen des 56. Generalkapitels der Kamillianer

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© Kamillianer 2007[Stand: 29.07.2007]css